Wenn eine Bank den Aufsichtsräten mehr zahlen möchte

Die Erste Group im Dilemma: Probate Aufsichtsräte zu finden, wird immer schwieriger. Die Bank will daher die Gagen für die Kontrollore erhöhen. Zuletzt erntete sie dafür allerdings Buhrufe.

Archivbild: Erste-General Andreas Treichl
Archivbild: Erste-General Andreas Treichl
Archivbild: Erste-General Andreas Treichl – APA/HANS KLAUS TECHT

Banken und Geld – ein höchst emotionales Thema. Nein, es geht nicht um jenes Geld, das brav auf den Konten liegt. Sondern um das Geld, das Banker als Gage einstreifen. Das ist immer noch ein Garant für maximale Aufregung, vor allem seit der Finanzkrise.

Interessantes ereignete sich aber am Dienstag: Da wurde ein Ranking der Vorstandsbezüge der ATX-Unternehmen publiziert – und wieder steht ein Banker an der Spitze. Diesmal ist es Bawag-Chef Anas Abuzaakouk, er hat im vergangenen Jahr 14,1 Millionen Euro verdient. Doch der Protest blieb aus. Weil die Bawag ausländische Eigentümer hat? Weil die Arbeiterkammer mit anderen Dingen beschäftigt war?

Seltsam ist es jedenfalls: Über die Jahre musste sich Erste-Chef Andreas Treichl immer wieder seine (Drei-)Millionen-Euro-Gage vorwerfen lassen. Wird da mit zweierlei Maß gemessen? Bald wird man es wissen. Denn die Erste Group will die Vergütungen für ihre Aufsichtsratsmitglieder erhöhen. Ob es da zu einem Aufschrei kommen wird?

Das ist drin:

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.04.2018)

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