Warum es bei den ÖBB keinen Proporz mehr gibt

Die ÖBB fahren ab 2019 mit einem roten Chef und einem blauen Finanzvorstand. Wieso verzichtet die ÖVP auf Einfluss in Österreichs größtem Staatsbetrieb?

Unter FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer ist die ÖVP aus den ÖBB draußen
Unter FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer ist die ÖVP aus den ÖBB draußen
Unter FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer ist die ÖVP aus den ÖBB draußen – APA/HARALD SCHNEIDER

Jetzt geht's los: Ab heute, Samstag, wird ganz offiziell nach einem neuen Finanzvorstand für die ÖBB gesucht. Der bisherige, der ÖVP-nahe Josef Halbmayr, hat ja seinen Abschied zum Jahresende angekündigt. Also wird sein Job jetzt ganz formell ausgeschrieben. Aber wie es in Staatsunternehmen halt so ist: Es ist eh schon längst klar, wer ihm nachfolgen wird. FPÖler Arnold Schiefer nämlich. Der bestätigt der „Presse“ auch, dass er sich für den Job bewerben wird – „höchstwahrscheinlich“, wie er sagt. Offenbar will er doch für ein bisschen Spannung sorgen. Gelingt ihm aber nicht, die Sache ist gegessen. Womit sich aber doch eine recht spannende Konstellation ergibt: Mit Josef Halbmayr verlässt der letzte ÖVP-Mann die ÖBB. Die Bundesbahnen werden in Hinkunft von einem roten Vorstand, nämlich Andreas Matthä, und einem blauen Finanzer geführt werden. Und das unter einer türkis-blauen Regierung. Wieso lässt sich die ÖVP die Gelegenheit entgehen, eine Person ihres Vertrauens an die Konzernspitze zu hieven?

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.09.2018)

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