Mirko Kovats greift nach A-Tec-Aktien

Vom einstigen Milliardenkonzern A-Tec Industries ist noch ein Firmenhülle übrig. Ex-CEO Mirko Kovats will sie haben.

Mirko Kovats will A-Tec-Aktien kaufen
Mirko Kovats will A-Tec-Aktien kaufen
Mirko Kovats will A-Tec-Aktien kaufen – APA/GEORG HOCHMUTH

Von der A-Tec Industries AG, der pleitegegangenen Konzernholding unter Mirko Kovats, gibt es ein formalrechtliches Lebenszeichen. Weil im Sanierungsverfahren das ganze Vermögen weg ging, wird jetzt das Kapital herabgesetzt und dann minimal wieder aufgefüllt. Es gibt auch eine Zeichnungsfrist dafür. Was dabei an (neuen) Aktien nicht gezeichnet wird, übernimmt die Kovats-Privatstiftung M.U.S.T.

Mit Beschluss einer Hauptversammlung bei der A-Tec, die am Tag vor Silvester stattfindet, wird das Nominalkapital von 26,4 Millionen Euro auf 26.400 Euro geschnitten und zugleich auf 70.000 Euro wieder erhöht. Der M.U.S.T. Privatstiftung gehören nach letzten offiziellen Angaben jetzt 47,16 Prozent an der A-Tec und zusätzlich 6,76 Prozent über die CII Capital- und Industrie-Investment GmbH. Weitere 6,19 Prozent hält die J.E. Loidold Privatstiftung von Ex-A-Tec-Vorstand Christian Schmidt.

Vor sechs Jahren war der Mischkonzern (damals mit rund 12.000 Beschäftigten und drei Milliarden Euro Umsatz) zahlungsunfähig geworden und hatte Insolvenz angemeldet (Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung). Die A-Tec-Gruppe war mit fast einer Milliarde Insolvenzschulden die damals drittgrößte Pleite einer österreichischen Firma. Erst voriges Jahr wurde das Insolvenzverfahren beendet.

Der Industriekonzern wurde zerschlagen, die zum Teil prominenten großen Beteiligungen verkauft: Elektromotorenbauer Austria Antriebstechnik (ATB) an die chinesische Wolon, die Kupferhütte Montanwerke Brixlegg an Umcor,  Werkzeugmaschinenbauer Emco an die Kuhn Holding, Anlagenbauer AE&E (nach Konkurs) zum Teil an Andritz.

Laut Sanierungsplan galt die A-Tec ab Erreichen einer Quote von 30 Prozent als entschuldet, letztlich gab es für die Gläubiger mehr als 40 Prozent.

An der Wiener Börse war das einstige Index-Schwergewicht A-Tec auch noch eine Zeitlang nach dem Zerschlagungsbeschluss von 2011 gelistet. Die Aktien waren aber schon jahrelang vom Handel ausgesetzt, als der Titel 2014 endgültig von der Börse flog.

(APA)

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