Streit um Ex-DDR-Gelder: Bank Austria verliert 254 Millionen Euro

25 Jahre lang wurde gestritten, nun muss die Bank Austria klein beigeben. Sie hatte gegen die DDR-Außenhandelsfirma Novum prozessiert.

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Logo der Bank Austria – APA/ROBERT JAEGER

Der Streit der Bank Austria um einstige DDR-Millionen hat nach 25 Jahren endgültig ein Ende - und zwar ein für die Bank negatives. Für die Bank Austria ist die Summe von 254 Millionen Euro endgültig verloren. Sie prozessierte gegen die DDR-Außenhandelsfirma Novum um die einst gezahlte Viertelmilliarde. Jetzt beendete der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) laut "Standard" die Sache ein für alle Mal.

2013 musste die Bank nach einem verlorenen Prozess mit der deutschen Ex-Treuhandanstalt BvS 254 Millionen Euro an Deutschland überweisen. Ende 2015 hat die Bank ein Amtshaftungsverfahren gegen Deutschland verloren. Trotzdem gab die österreichische UniCredit-Tochter nicht auf und rief den deutschen BGH in der Causa an, was zum nunmehrigen Ende der langjährigen Causa führte.

Schon 2013 eine Niederlage

In dem Streit ging es um das Geld der Ostberliner Außenhandelsgesellschaften Novum und Transcarbon, und darum, ob die Firmen dem ehemaligen Ostdeutschland oder der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) gehörten. Die einstige (2012 verstorbene) KPÖ-Treuhänderin Fini Steindling behauptete nach dem Fall der Berliner Mauer 1989, die Gesellschaften hätten der KPÖ gehört. Steindling holte Geld (128 Millionen Euro) nach Österreich zur Länderbank (eine Bank-Austria-Vorgängergesellschaft). Von dort ging es an deren Schweiztochter BFZ weiter. Deutschland beanspruchte die Novum aber für sich. Nach jahrelangem Hin und Her verlor die Bank Austria schon das Verfahren 2013.

Eine darauf folgende Amtshaftungsklage schmetterte das Landgericht Berlin ab, am 22. Dezember 2015 tat das auch die zweite Instanz, das Kammergericht. Sie ließ kein weiteres Rechtsmittel zu. Die Bank-Austria-Juristen haben dann den Bundesgerichtshof in Karlsruhe angerufen und "Nichtzulassungsbeschwerde" eingebracht. Wäre sie durchgegangen, wäre womöglich der Weg zur Revision frei gewesen - und das Verfahren hätte weitergehen können. Doch daraus wurde nichts.

(APA)

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