Mercedes Wiesenthal droht Konkurrenz in Ostösterreich

Daimler will sich im Osten Österreichs breiter aufstellen und einen zweiten Händler schaffen.

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Mercedes wünscht einen Teilverkauf. – (c) Wiesenthal

Dem Wiener Mercedes-Händler Wiesenthal könnte bald Mitbewerb aus dem eigenen Hause drohen, berichtet der "Kurier". Demnach wünscht sich der Stuttgarter Autobauer einen zweiten potenten Anbieter in der Ostregion, Wiesenthal soll daher Teile seines Geschäftes abgeben. Die überzähligen Mitarbeiter sollen dann vom neuen Anbieter übernommen werden.

"Getrieben durch unseren Hauptpartner Mercedes-Benz, der in Wien einen zweiten Händler haben möchte, führen wir Gespräche über einen Teilverkauf", sagte Wiesenthal-Prokurist Martin Bartmann zur Zeitung. Und weiters: "In Österreich gibt zwei große Händler, Pappas im Westen und uns, Wiesenthal, im Osten. Mercedes hat aber gesagt, man möchte diese Konzentration nicht, sondern will den Vertrieb auf breitere Beine stellen."

Fix sei noch nichts, aber es soll einen Interessenten aus Deutschland geben, der sich in Wien niederlassen will.

Der alteingesessene Autohändler Wiesenthal beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter, davon 740 in Österreich. Wiesenthal ist auch noch in Ungarn, Slowakei und Tschechien aktiv. Mit seinen Auslandstöchtern und den Marken Mercedes, Smart und Citroën setzte der Wiener Händler 2016 rund 749 Mio. Euro um.

Bis Ende September wurden 13.162 Fahrzeuge des Stuttgarter Autobauers hierzulande neu zugelassen, das ist ein Plus von rund 15 Prozent zum Vergleichszeitraum 2016. Mercedes Österreich schreibt sich dabei auf die Fahnen, erstmals Audi (13.035 Neuzulassungen) überholt zu haben.

Die Wiesenthal AG, die Wiesenthal & Co und die Wiesenthal Handel und Service schrieben 2016 insgesamt 16,92 Millionen Euro Verlust, der Gesamtkonzern hat aber 6,16 Millionen Euro operativen Gewinn eingefahren. Die Verschuldung ist mit rund 217 Millionen Euro aber eine Herausforderung, berichtet der "Kurier".

(APA)

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