Razzien bei Porr und fünf Standorten der Strabag

Gegen Österreichs größten Baukonzern, die Strabag, wird wegen Verdachts auf illegale Preisabsprachen ermittelt. Auch die Porr ist von Hausdurchsuchungen betroffen.

PEROUTKA Guenther / WB

Am Dienstag fanden  Hausdurchsuchungen in fünf österreichischen Niederlassungen des Bauunternehmens Strabag statt. Dies gab der Baukonzern bekannt. Die Hausdurchsuchungen stehen in Zusammenhang mit jenen, die im Mai 2017 bei zahlreichen österreichischen Bauunternehmen erfolgt sind. Ermittelt wird der Staatsanwaltschaft zufolge wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen. Im Fokus standen Projekte aus den Jahren 2006-2015 in mehreren Teilen Österreichs und größtenteils im Verkehrswegebau bei einer Reihe österreichischer Bauunternehmen.

Die Ermittlungen der Behörden sind noch nicht abgeschlossen, daher liegen auch noch keine abschließenden Ergebnisse der Überprüfung durch die Interne Revision von Strabag vor. Da es sich um eine laufende Ermittlung handelt, bittet Strabag um Verständnis, dass über diese Mitteilung hinausgehende Auskünfte bis auf Weiteres nicht möglich sind.

Strabag bekennt sich zu einer raschen Aufklärung der von den Behörden vorgebrachten Verdachtsmomente. Das Unternehmen unterstütze selbstverständlich weiterhin die Ermittlungen der Behörden und wird im Fall von nachgewiesenem Verschulden angemessene Konsequenzen ziehen.

Die Strabag beschäftigt in Österreich rund 10.600 Mitarbeiter und erzielt auf dem Heimmarkt eine Leistung von rund 2,3 Milliarden Euro, das sind rund 16 Prozent der gesamten Leistung des Konzerns, der an der Börse 3,9 Milliarden wert ist. Die Nachricht von den Hausdurchsuchungen löste am Dienstag einen Kursrückgang von anfangs 1,5 Prozent aus.

Von den Hausdurchsuchungen wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen ist auch der Baukonzern Porr betroffen. "Wir bestätigen, dass die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gestern auch bei mehreren TEERAG-ASDAG und PORR Standorten Hausdurchsuchungen durchgeführt hat", heißt es von Porr laut einem Onlinebericht der Zeitung "Kurier".

Porr kooperiert nach eigenen Angaben "vollumfänglich" mit den Ermittlungsbehörden und untersuche die Vorwürfe intern gemeinsam mit der Rechtsanwaltskanzlei Baker & McKenzie.

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