Klopapier-Test: Dreilagig, ohne Duft - da gibt's fast nichts zu meckern

Konsumentenschützer haben Klopapier getestet. Ihr Urteil fällt wohlwollend aus. Wenngleich: Früher war mehr auf der Rollen.

dpa/Martin Gerten

In Österreich ist im vergangenen Jahr Toilettenpapier um rund 250 Millionen Euro eingekauft worden. In den allermeisten Fällen war das wohl kein Griff ins Klo, denn bei der Qualität gibt es dem Magazin "Konsument" zufolge nichts zu meckern. Das gelte auch für Recyclingprodukte. 17 Toilettenpapiere - dreilagig ohne Duft - wurden untersucht. Fünf Produkte schnitten "sehr gut" ab, der Rest "gut".

Die Konsumentenschützer haben sich zudem angesehen, wie sich die Rolle Klopapier in ihrer Größe verändert hat. Kunden hätten sich zuvor mehrfach über einen "Schwund" beschwert. Dazu verglichen die Tester das heutige Angebot mit Daten einer Untersuchung aus dem Jahr 1991 bezüglich der Größe der einzelnen Blätter bzw. wie viele Abrisse sich auf einer Rolle befinden.

Der Befund: "Ja, das Toilettenpapier ist in den vergangenen 25 Jahren kleiner geworden, und das nicht zu knapp." Man müsse tatsächlich öfter am stillen Örtchen Papier nachlegen, weil die Papierblätter pro Rolle weniger geworden seien.

"Wurden bei unserem letzten Test 1991 mit wenigen Ausnahmen noch 200 bis 250 Blatt pro Rolle verkauft, sind es nun deutlich weniger. Die frühere Untergrenze von 200 Abrissen ist inzwischen zur Obergrenze geworden", stellten die Konsumentenschützer fest. "Die meisten unserer untersuchten Papiere liegen bei 150 bis maximal 200 Blatt pro Rolle." Die Einzelblätter selbst seien bei einigen Herstellern um knapp einen bis fast zwei Zentimeter kürzer geworden. Bei anderen gab es allerdings nur Abweichungen im Millimeterbereich.

Mehr als 90 Prozent der Privathaushalte kaufen Klopapier, sagen die Marktforscher. (Was der Rest macht, bleibt ein Geheimnis.) Dafür werden im Schnitt laut "Konsument"rund 30 Euro pro Kopf und Jahr ausgegeben. Drei- und vierlagige WC-Papiere sind am beliebtesten. Feuchtes Toilettenpapier wird von 41 Prozent der Haushalte gekauft. Rund 65 Prozent der Österreicher falten den Angaben zufolge ihr Klopapier vor dem Gebrauch fein säuberlich zusammen. Auch wenn der Rest der Welt hauptsächlich knüllt, können sich hierzulande nur sieben Prozent dafür erwärmen. (Andere Methoden, die eine Umfrage vor einigen Jahren zutage gefördert hatte, waren etwa "um die Hand wickeln" oder "Blatt auf Blatt aufeinanderlegen", keine mehrheitsfähig.) Der Verbrauch von WC-Papier liegt bei mehr als zehn Kilogramm pro Kopf und Jahr. "Für das kleine Geschäft kommen etwa drei bis vier Blatt zum Einsatz - zumindest bei Frauen; bei Männern angeblich kein einziges. Beim großen Geschäft liegt der Verbrauch bei acht bis zehn Blatt", berichteten die Tester.

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(APA)

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