Spar testet Mehrwegsackerl für Obst und Gemüse

An Stelle der hauchdünnen Plastiksackerl versucht Spar mit einer Mehrweg- Alternative zu punkten. Bereits ab der sechsten Verwendung soll sich das Sackerl rechnen.

Mehrwegsackerl als Alternative für den Obsteinkauf.
Mehrwegsackerl als Alternative für den Obsteinkauf.
Mehrwegsackerl als Alternative für den Obsteinkauf. – © Helge Kirchberger Photography

Schon seit November 2016 sind die Mitgliedstaaten durch eine Richtlinie verpflichtet, die Verwendung von leichten Plastiksackerln zu verringern. Bis zum nächsten Jahr sollen um 80 Prozent weniger solcher Sackerln in Umlauf kommen, als das 2010 der Fall war. Die heimischen Lebensmittelhändler verstärken nun ihre Bemühungen. Vor allem die Obstsackerl sind ein gern gewähltes Beispiel für Plastikverschwendung. Doch für unverpackte Tomaten, Äpfel oder Karotten sind Sackerl für den Transport nötig. So testet Interspar nun ein ab sofort eine neue Alternative: Ein Polyester-Netz mit Zugband hält lose Früchte zusammen, ist waschbar und umweltschonend. Das Wiederverwendbar-Sackerl ist im 4er-Pack ab sofort in allen Interspar-Märkten um 1,49 Euro erhältlich.

Das Waagen-Etikett wird einfach auf der seitlich aufgenähten Stofflasche aufgeklebt und lässt sich leicht wieder lösen. Das Netz ist bei 30 °C waschbar und lässt sich beliebig oft wiederverwenden. Bereits ab der sechsten Verwendung spart es im Vergleich zu herkömmlichen Obstsackerl Material und damit CO2 ein, schreibt Spar in einer Aussendung.

Rewe Deutschland hatte bereits im Herbst vergangenen Jahres in 120 Filialen eine siebenwöchige Testphase zur Reduktion der Obst- und Gemüse-Plastiksackerl gestartet, wie der "Berliner Kurier" unlängst berichtete. Ein Weg dazu ist die entsprechende Kunden-Kommunikation: Nicht jedes Obst oder Gemüse benötigt ein Sackerl, da es ja ohnehin schon eine natürliche Schutzschale hat. Zusätzlich gibt es nun in 100 deutschen Rewe-Märkten spezielle Mehrweg-Frischenetze. Diese müssen von den Kunden aber gekauft werden. Beim Abwiegen an der Kassa wird das Gewicht des Netzes dann automatisch vom Warengewicht abgezogen.

(red./herbas)

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