Goebbels' Sekretärin: "Nichts haben wir gewusst"

Sekretärin von Goebbels: "Nichts haben wir gewusst"
Brunhilde Pomsel / Bild: APA/AFP/CHRISTOF STACHE 

Der Dokumentarfilm "Ein deutsches Leben" über die Sekretärin von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels hatte am Mittwochabend Premiere.

 (DiePresse.com)

Brunhilde Pomsel ist eine der letzten Zeitzeuginnen, die das Nazi-Regime als junge Frau miterlebt haben. Die mittlerweile 105-Jährige war nah dran am Führungskreis des Terrorregimes: Als Sekretärin von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels, der in der Vernichtungsmaschinerie der Nazis eine zentrale Rolle spielte.

Von den Grausamkeiten will Pomsel aber nichts mitbekommen haben. "Nichts haben wir gewusst, es ist alles schön verschwiegen worden und das hat funktioniert", sagt sie in der österreichischen Dokumentation "Ein deutsches Leben". Erst nach Kriegsende sei ihr das ganze Ausmaß der Geschehnisse bewusst geworden. Der Film hatte am Mittwochabend auf dem Filmfest München Premiere. 

Die in Wien ansässige Produktionsfirma blackbox hat den Film mit vier Regisseuren realisiert und die in München lebende Pomsel zwei Wochen lang interviewt. Produzent und Regisseur Christian Krönes sieht den Streifen als zeithistorisches Dokument auch für Schulen, Museen und Bildungseinrichtungen. Zunächst reist "Ein deutsches Leben" zu Festivals nach Jerusalem (7. bis 17. Juli) und San Francisco (21. Juli bis 7. August). Voraussichtlich im Herbst soll der Film dann in den USA ins Kino kommen.

>> Film-Website

 

(APA/dpa)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Meistgelesen
    Kommentar zu Artikel:

    Goebbels' Sekretärin: "Nichts haben wir gewusst"

    Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
    Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.