Das Wunderhalbjahr 1989

Das abrupte Ende einer einst wirkmächtigen Idee: Wie der Kommunismus in Europa innerhalb weniger Monate wie ein Kartenhaus in sich zusammenfiel.

Im Trabi in den Westen: Bürger der Deutschen Demokratischen Republik überqueren im November 1989 die deutsch-deutsche Grenze.
Im Trabi in den Westen: Bürger der Deutschen Demokratischen Republik überqueren im November 1989 die deutsch-deutsche Grenze.
Im Trabi in den Westen: Bürger der Deutschen Demokratischen Republik überqueren im November 1989 die deutsch-deutsche Grenze. – (c) Getty Images (Sven Creutzmann/Mambo Photo)

Dass letztlich nicht der Kapitalismus den Menschen von seiner Natur entfremdet hat, sondern der Kommunismus, ist eine der besseren Pointen der Geschichte. Der Kommunismus war eigentlich ein Irrtum der Menschheitsgeschichte. Die Menschen wollen offensichtlich nicht alle gleich sein, vor allem wollen sie nicht von Menschen regiert werden, die dann gleicher sind als gleich. Diese von oben herab diktierte Welt der Fünf- und Zehnjahrespläne, der künstlich geschaffenen Arbeitsplätze, des Vorbeiproduzierens an den Bedürfnissen der Bürger, der Vorgaben, wie man zu leben hat, entsprach letztlich nicht der conditio humana.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.08.2019)

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