Ukraine: Minsker Friedensgespräche laut Rebellen ergebnislos beendet

Nach einem fünfstündigen Treffen gab es laut Rebellenführer Denis Puschilin keine Einigung.

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Das erste Treffen der wiederaufgenommenen Friedensverhandlungen zwischen der ukrainische Regierung und den prorussischen Separatisten in Minsk ist am Mittwoch nach Angaben der Rebellen ohne Ergebnisse beendet worden. Das erklärte der Rebellenführer Denis Puschilin nach den über fünfstündigen Gesprächen. Auch stellte Puschilin das für Freitag geplante Treffen infrage.

"Wir hatten ein schwieriges Vortreffen. Das Datum des nächsten Treffens wurde noch nicht festgelegt", erklärte Puschilin, der die international nicht anerkannte "Volksrepublik" Donezk vertrat, auf einer Website der Separatisten. Auch der Vertreter der selbsternannten "Volksrepublik Lugansk (Luhansk)", Wladislaw Deinego, erklärte laut seiner Pressestelle, es stehe noch nicht fest, wann das nächste Treffen stattfinde. Ursprünglich war Freitag für weitere Gespräche der Ukraine-Kontaktgruppe geplant.

Zu Beginn der Gespräche am Mittwoch hatte bereits Valeri Tschali, ein Berater des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, vor allzu großen Erwartungen gewarnt. "Heute sollte man keine Ergebnisse erwarten", sagte er.

An den Gesprächen hinter verschlossenen Türen nahmen neben den Rebellenführern Puschilin und Deinego, für die Ukraine deren früherer Präsident Leonid Kutschma und für Russland dessen Botschafter in der Ukraine, Michail Surabow, teil. Zu der Kontaktgruppe gehören außerdem die Sonderbeauftragte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Heidi Tagliavini. Außer den Separatisten äußerte sich zunächst niemand zum Ausgang der Verhandlungen.

(APA/AFP)

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