"Südwind-Magazin" protestiert gegen Förderstopp

Das Außenministerium setzte die Unterstützung für das Entwicklungspolitik-Magazin aus. Die Redaktion protestiert mit einer drei Meter hohen Weltkugel.

Südwind kritisiert Sebastian Kurz.
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Südwind kritisiert Sebastian Kurz.
Südwind kritisiert Sebastian Kurz. – AUSSENMINISTERIUM/DRAGAN TATIC

Die Redaktion des "Südwind-Magazins" protestierte Dienstag vor dem Außenministerium mit einer drei Meter großen Weltkugel gegen die durch Minister Sebastian Kurz ausgesetzte Förderung für das Entwicklungspolitik-Medium.

"Seitens des Außenministers Sebastian Kurz kam keine Hilfestellung für das 'Südwind Magazin', aber sehr wohl von den Menschen da draußen. Wir haben sehr viel Unterstützung bekommen in den letzten Wochen, wie neue Abos", so der Chefredakteur des Südwinds Magazins Richard Solder im Gespräch mit der APA.

Die nach 37 Jahren ausgesetzte Förderung für das Magazin durch die dem Außenministerium unterstellte Austrian Developement Agency (ADA) hatte Ende vergangenen Jahres Empörung ausgelöst. Aus Protest gegen diese Maßnahme platzierte das "Südwind"-Redaktionsteam eine drei Meter große Weltkugel am Minoritenplatz und brachte 6.000 Unterstützungserklärungen für das Magazin.

"Also nach 37 Jahren so kurzfristig die Förderung einzustellen - ich war zuerst fassungslos und ich halte es politisch für dumm", sagt der Herausgebervertreter Martin Jäggle. "Ein so erfolgreiches und etabliertes Medium, wie das 'Südwind-Magazin' aus dem Verkehr ziehen zu wollen gewissermaßen, ist eine Form der Schädigung entwicklungspolitischer Infrastruktur in Österreich", so Jäggle.

Für die Zukunft gibt sich Chefredakteur Solder dennoch optimistisch: "Wir bleiben aufgestellt wie wir sind. Jetzt, durch die Unterstützung, die wir durch die Menschen bekommen haben, sind die nächsten fünf Nummern gesichert."

(APA)

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