Terroralarm bei "Rock am Ring" geht auf Schreibfehler zurück

Die Polizei durchsuchte das Festivalgelände von "Rock am Ring" auf Sprengstoff.
Die Polizei durchsuchte das Festivalgelände von "Rock am Ring" auf Sprengstoff.imago/Manngold
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Die Polizei vermutete Extremisten unter den Aufbauhelfern des Festivals, doch das stellte sich als Irrtum heraus. Der Polizei fordert künftig frühzeitigere Einsicht in Personaldokumente.

Der Terroralarm beim Musikfestival "RockamRing" geht nach Angaben des rheinland-pfälzischen Landeskriminalamts (LKA) auf Schreibfehler bei den Namen der zwei in Verdacht geratenen Aufbauhelfer zurück. "Die Namen der Verdächtigen waren falsch geschrieben, wiesen aber eine phonetische Ähnlichkeit mit den realen Schreibweisen auf", sagte LKA-Präsident Johannes Kunz der "Allgemeinen Zeitung".

Um solch eine Panne künftig zu verhindern, forderte er, frühzeitig Personaldokumente vorgelegt zu bekommen. Es müssten von den Veranstaltern auch schon im Vorfeld einer Veranstaltung Ersatzleute benannt werden, die ebenfalls einer Sicherheitsprüfung unterzogen werden könnten. "Als problematisch erwiesen hat sich jedenfalls, dass uns Namen von Logistikmitarbeitern nicht in der korrekten Schreibweise übermittelt worden sind", sagte Kunz der Zeitung in Mainz.

Das Festival war am Pfingstwochenende wegen einer terroristischen Gefährdungslage unterbrochen worden. Knapp 90.000 Menschen mussten das Gelände am Nürburgring verlassen. Die Polizei hatte zunächst drei Verdächtige aus der hessischen Salafistenszene im Fokus, von denen mindestens einer Verbindungen in den Bereich des "islamistischen Terrorismus" haben soll. Zwei Aufbauhelfer standen unter dem Verdacht, der Szene anzugehören, was sich schließlich als falsch herausstellte. Die zwei Mitarbeiter hatten Bändchen mit einem uneingeschränkten Zugang zum Festivalgelände, ihre Namen passten aber nicht zu den vom Veranstalter für die Behörden aufgelisteten Personal. Es stellte sich Medienberichten zufolge heraus, dass die Männer kurzfristig von einem zur Aushilfe eingesetzten Subunternehmer geschickt worden waren.

(APA/dpa)

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