Costa Concordia: Rekordentschädigung in den USA?

Ein amerikanischer Topanwalt verspricht jedem Passagier der havarierten "Costa Concordia" 1,5 Millionen Euro Entschädigung.

Die Costa Concordia vor Giglio
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Die Costa Concordia vor Giglio
(c) REUTERS (Max Rossi)

Rekordentschädigungen in Höhe von 1,5 Millionen Euro verspricht der amerikanische Topanwalt John Arthur Eaves jedem Passagier der vor der Insel Giglio havarierten "Costa Concordia". Der Rechtsanwalt will sowohl in Italien als auch in den USA vorgehen, um die Entschädigungen zu erhalten, da der Mutterkonzern der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere, Betreiber des verunglückten Schiffes, der US-Konzern Carnival Corporation ist.

Gleiches Geld für Nicht-Amerikaner?

"Das US-Justizsystem hat wegen der kürzeren Dauer der Prozesse mehr Vorteile als das italienische", sagte der Rechtsanwalt, der 70 Personen, Passagiere und Angehörige der Opfer, vertritt. Eaves will sich dafür einsetzen, dass bei dem Verfahren, den er in den USA gegen Carnival Corporation anstrengen will, die nicht-amerikanischen Passagiere dieselbe Entschädigung wie US-Bürger zugesprochen bekommen.

"Ziel ist, dass unsere Mandanten schon in einem Jahr die ersten Entschädigungen erhalten", meinte Eaves bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Rom. Er zeigte sich über das positive Ergebnis eines Verfahrens in den USA zuversichtlich.

Erfolg nach Unglück von Cavalese

Eaves kann auf Erfolge bei der Verteidigung der Angehörigen der 20 Todesopfer des Seilbahnunglücks von Cavalese 1998 zurückblicken. Der Rechtsanwalt hatte von der US-Regierung eine hohe Entschädigung für die nicht-amerikanischen Opfer des Unglücks erhalten. Ein US-Militärflugzeug hatte am 3. Februar 1998 in den Alpen des Trentino im Tiefflug das Tragkabel einer Seilbahn durchtrennt und eine Gondel in die Tiefe gerissen. Unter den 20 Todesopfern waren auch eine gebürtige Tirolerin und ein Wiener.

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