Wieder Todesopfer nach Anschlag auf Kirche in Kenia

Es ist bereits der dritte Angriff auf Christen im April in dem afrikanischen Land. Eine Handgranate wurde in die Kirche geworfen. Radikalislamische Milizien werden hinter dem Anschlag vermutet.

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Wieder Todesopfer nach Anschlag
(c) EPA (TOM MARUKO)

Bei einem Anschlag auf eine christliche Kirche in der kenianischen Hauptstadt Nairobi ist am Sonntag mindestens ein Mensch getötet worden. Mindestens zehn weitere seien verletzt worden, teilte die Polizei in dem ostafrikanischen Land mit. Eine Handgranate sei während des Gottesdienstes in die Kirche geworfen worden, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Erst Anfang April waren in Kenia bei zwei Anschlägen in der touristischen Küstenregion ein Mensch getötet und mehrere weitere verletzt worden. Eine Attacke galt dabei einem Restaurant, das von nicht-muslimischen Kenianern besucht wird und auch Gerichte mit Schweinefleisch serviert. Der zweite Anschlag wurde auf eine Zusammenkunft von Christen verübt.

Kenia hatte im vergangenen Oktober Truppen über die Grenze in das benachbarte Somalia geschickt, um gegen die radikalislamische Shaabab-Miliz vorzugehen, nachdem mehrere Ausländer in Kenia entführt und nach Somalia verschleppt worden waren. Die Shaabab-Miliz drohte daraufhin mit Vergeltung. Sie kontrolliert große Teile des Zentrums und Südens des bürgerkriegsgeplagten Somalias.

(Ag.)

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