Ganztagsschule: Gemeinden fordern Mitspracherecht

Wenn Lehrer und Eltern nicht einig sind, soll die Gemeinde als Schulerhalter die Entscheidung treffen, fordert Gemeindebundpräsident Mödlhammer.

FINANZAUSGLEICHSVERHANDLUNGEN
Schließen
FINANZAUSGLEICHSVERHANDLUNGEN
APA

VP-Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer fordert in der Debatte um den Ausbau der Ganztagsschule ein Mitspracherecht für die Gemeinden. Nachdem die ÖVP und die ÖVP-nahe Lehrergewerkschaft verhindert haben, dass ausschließlich die Eltern das Entscheidungsrecht bekommen, will es Mödlhammer jetzt für die Schulerhalter.

Man hätte sich natürlich gewünscht, dass die Eltern das entscheidende Sagen haben, in welcher Form sie die Nachmittagsbetreuung wollen. Wenn es aber zu keiner Einigung zwischen Eltern und Lehrern komme, sollte der Schulerhalter, also die Gemeinde, das letzte Wort haben. Die Gemeinde als Schulerhalter sei schließlich für die Organisation verantwortlich und habe auch die entsprechenden Kosten zu tragen, sagte Mödlhammer im Ö1-Morgenjournal am Samstag.

Mödlhammer ortet Kommunikationsproblem

Entgegen den Beteuerungen der Gewerkschaft ist es offenbar durchaus schon vorgekommen, dass die Lehrer die Einführung der Ganztagsschule verhindert haben - diese kommt nämlich nur, wenn die Mehrheit der Lehrer zustimmt. Deswegen der Vorschlag Mödlhammers, wenn es zu keiner Einigung komme, sollte der Schulerhalter ein entscheidendes Wort mitzureden haben. Man wisse, dass vonseiten der Lehrer große Vorbehalte herrschen. Es gebe ein Problem beim Personal. Es sei aber notwendig, so der Gemeindebund-Präsident, auf die Veränderungen in der Gesellschaft Rücksicht zu nehmen. Man müsse die Wünsche und Forderungen der Eltern ernst nehmen. Mödlhammer sieht derzeit ein Kommunikationsproblem zwischen Lehrergewerkschaft und den Verhandlern. Er kann sich eine Lösung in Richtung mehr Lohn für die Lehrer und eine Änderung des Lehrerdienstrechts durchaus vorstellen.

(APA)

Kommentar zu Artikel:

Ganztagsschule: Gemeinden fordern Mitspracherecht

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen