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Fernsehkonsum schadet Kindern langfristig

16.07.2012 | 11:58 |   (DiePresse.com)

Je länger kleine Kinder vor dem Fernseher sitzen, desto größer ist ihr Hüftumfang zum Ende der vierten Klasse, wie eine Studie belegt. Viele Zweijährige sehen schon stundenlang fern.

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Jede Stunde vor dem Fernseher wirkt sich bei Kleinkindern einer kanadischen Studie zufolge langfristig auf Körperumfang und Sportlichkeit aus. Je länger Kinder in jungen Jahren vor dem Fernseher sitzen, desto größer ist ihr Hüftumfang zum Ende der vierten Klasse, berichten Forscher der Universität Montreal im "International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity".

Die Wissenschafter um Caroline Fitzpatrick und Linda Pagani hatten die Eltern von mehr als 1300 Kindern im Alter von etwa 2,5 Jahren nach deren Fernsehgewohnheiten befragt. Zu späteren Messzeitpunkten erfassten sie den Hüftumfang und die Fähigkeit der Kinder, aus dem Stand zu springen.

Die Muskelkraft der Kinder mit längerem Fernsehkonsum war demnach später geringer. Der Hüftumfang nahm den Forschern zufolge zu: Ein Kind, das mit 4,5 Jahren 18 Stunden pro Woche vor dem Fernseher sitze, habe mit zehn Jahren durchschnittlich 7,6 Millimeter mehr Hüftumfang als ein Kind, das nicht ferngesehen habe.

Angesichts der relativ geringen Werte geben die Wissenschafter zu bedenken, dass sich der negative Effekt über die Jahre akkumuliere. "Hoher TV-Konsum verdrängt nicht nur aktive Formen der Freizeitgestaltung, sondern lehrt womöglich ein falsches Bild gesunder Ernährung", erklärte Pagani.

15 Prozent fernsehen 18 Stunden

18 Stunden und mehr pro Woche - so viel Zeit verbrachten 15 Prozent der Kleinkinder nach Angaben der Eltern vor dem Fernseher. Zu Beginn der Studie, im Alter von etwa 2,5 Jahren, sahen die Kinder bereits durchschnittlich 8,8 Stunden pro Woche fern. Als Kontrollwerte bezogen die Wissenschafter auch Daten wie den Body-Mass-Index (BMI) der Mutter, ihren Schulabschluss und das Einkommen ein.

In den USA empfiehlt die Vereinigung amerikanischer Kinderärzte "American Academy of "Pediatrics", dass Kinder ab zwei Jahren nicht mehr als zwei Stunden täglich fernsehen sollten. Die deutsche Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien rät Eltern und Erziehenden, Kinder unter drei Jahren brauchten gar kein Fernsehen. Vier- bis Fünfjährige könnten bis zu 30 Minuten am Tag fernsehen, am besten mit einem Erwachsenen.

Dass auch die Arbeitszeiten beider Elternteile das Gewicht der Kinder beeinflussen, stellten australische Forscher um Vivienne Moore von der University of Adelaide in einer Studie fest. Insbesondere Kinder, deren Väter abends, nachts oder am Wochenende arbeiteten, seien einem erhöhten Übergewichtsrisiko ausgesetzt, berichteten sie kürzlich im "Journal of Obesity". Sie vermuten einen Zusammenhang zwischen den Arbeitszeiten und den Koch- und Ernährungsgewohnheiten in den Familien.

 

(APA/dpa)

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38 Kommentare
 
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Gast: Statistik
20.07.2012 09:24
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Mit Statistik lässt sich so schön alles belegen, das man gerne hätte.

Sind die 7,6mm signifikant? Wie groß ist die Standardabweichung der Kinderhüften im Alter von 10 Jahren?
Um wie viel unterscheiden sich Buben und Mädchen?
Wie groß ist der Anteil der auf die unterschiedliche Körpergröße zurückzuführen ist?
Wie groß ist der Anteil, der auf Vererbung zurückzuführen ist?
Wie groß ist der Anteil, der nicht auf Fett, sondern auf den Knochenbau zurückzuführen ist.

Man kann den Einfluss eines jeden Faktors überprüfen und wird einen Unterschied feststellen. Kein Unterschied ist wahrscheinlich seltener als ein Lotto-Sechser.

Eine grobe Schätzung lässt mich vermuten, dass die 7,6 mm die Signifikanz weit verfehlen. Allein die Schwankung von einem Tag zum anderen ist vermutlich größer als 7,6mm.

@berufstätig

so wie ihnen geht es ja vielen eltern, zwischenzeitlich beiderlei geschlechts und gleichzeitig. für mich ist das das ergebnis eines kreises:

er und sie wollen ein haus, ein schickes auto und jedes jahr am besten öfter einen urcoolen urlaub. spielts halt nicht mit einem verdiener. und als man den kredit fürs haus aufgenommen hat, hat der bei der bank gemeint, na nehmens noch a bissal mehr, auf das kommts jetzt auch nicht an, dafür a bessere küche für die gemahlin usw usf

dann die kinder und das bereits angesprochene getue in vereinen, die primär viel geld kosten aber immerhin das zweitauto permanent fordern (irgendwer muss die kleinen ja bringen und holen...), offiziell, damit es den kindern gut geht, insgeheim damit sie es besser haben als wir selbst und ganz ehrlich vielleicht auch zum angeben wem gegenüber auch immer.

an keiner stelle dieses kreises stellen sich beide gemeinsam vor einer entscheidung die frage, ob man es sich leisten kann/will bzw ob man nicht auch nein sagen kann

Antworten Gast: berufstätig
19.07.2012 13:45
0 0

Re: @insigma

Mag sein, dass es bei manchen so läuft.
Bei uns reicht es nur zu einer normalen Wohnung mit selbst installierter Ikea-Küche. Urlaubsfahrten sind nicht jedes Jahr drin und wenn dann sind sie sehr bescheiden mit dem Auto, Ferienwohnung mit Selbstversorgung und so. Die Verwandtschaft hat schon gelästert, dass wir nicht einmal im Urlaub aufs Auto verzichten wollen. Von Wollen kann keine Rede sein, ein Flugticket auf die Kanaren für 4 Personen ist nicht drin.

Wir haben unsere Kinder und wir lieben unsere Kinder und wir machen das Beste daraus. Wir beklagen uns nicht, aber wir finden es grauslig wenn Menschen glauben sich über andere aufregen zu müssen, weil die ihre Probleme auf andere Weise zu lösen versuchen als manche sich das vorstellen.

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Menschen in ähnlichen Situationen meist ähnlich reagieren. Die Unterschiede zwischen den Menschen sind gar nicht so groß, sie sind zu einem großen Teil von der speziellen Situation verursacht.

Die meisten Menschen sehen bei sich selbst nur was sie leisten und wo sie benachteiligt sind. Bei anderen Menschen sehen sie was die nicht leisten und wo sie Vorteile haben.

Gast: c.j.j.
18.07.2012 14:05
0 0

Freizeit und spaß mit der Familie - das geht??

Auch aus heutiger sicht, wäre alles machbar! Was man dafür braucht? Einen Mann/Frau, 1 oder mehrer Kinder, sich selbst (mutter/vater). Man nehme, einen Mann/Frau der behilflich und verstendniss hat. Dann kommt es natürlich darauf an, wie man sich fühlt wenn man mit den Kindern unterwegs ist oder wenn sie bei einem sind. Was viele vergessen: viele Kinder sitzen absichtlich vor dem TV oder machen nichts weil sie den Eltern nicht zur last fallen wollen. Meistens ist die Einstellung daran schuld, dass Kinder anfangen so zu denken (was sehr traurig ist). Man sollte besonderst heute gut managen können, was eig. kein prop. wäre, würden wir nicht so bequem sein. Ich bin auch vor dem TV gesessen manchmal stundenlang aber ich bin auch raus gegangen. Immer wenn ich konnte, mache ich genauso noch immer. Manchmal sind die Eltern schuld warum die Kinder so werden und zu dem: man muss echt verdammt viel vorm TV sitzen und sich echt nicht bewegen. Was am anfang schwer geht weil wir haben einen insdingt und der bezieht sich aufs bewegen! Der mensch ist nich zum Sitzn geeignet, wir bewegen uns und es liegt in unserer natur. Also: an alle die Angst haben um ihr Kind. Sind diese Eltern mit dem Rad damals ohne Helm gefahren? wenn ja, die Kinder werden es auch schaffen! ;) Wenn man ein positives gefühl haben und man weiß was man will, Kinder verstehen das. Sie haben auch gefühle und können fühlen.

Gast: Neugieriger Gast
17.07.2012 09:59
3 3

Ich hab da eine Frage

Woher weiß der Körper, ob er in der Schule sitzt und der Lehrerin zuhört oder zuhause und dem Fernseher zuhört?

6 Stunden in der Schule sitzen ist für den Körper überhaupt kein Problem.

1 Stunde vor dem Fernseher sitzen ruiniert die Gesundheit total.

Okay, aber wie unterscheidet der Körper, sodass er weiß ob er krank werden soll oder nicht?

Vielleicht sollte man dem Fernseher das Aussehen einer Schultafel geben und die bequeme Couch im Wohnzimmer durch einen harten Stuhl wie in der Schule ersetzen. Dann glaubt der Körper er sitzt in der Schule und schonn werden die Kinder nicht fett und krank.

Antworten Gast: Oesterreicher1
17.07.2012 23:06
2 1

Re: Ich hab da eine Frage

Ich kenne wenige 2-3jährige, die 6 Stunden in der Schule sitzen.
Und bei den schulpflichtigen Kindern kommt der Fernsehkonsum zu den Unterrichtsstunden dazu - Zeit, die sonst mit Bewegung verbracht werden könnte (und sehr oft wird).

Antworten Gast: auch ein neugieriger gast
17.07.2012 13:18
1 0

der körper der in der schule sitzt ist über sechs jahre alt und vieles was so kinder mit sich rumschleppen,


jetzt nicht nur rein körperlich,

wird alles vor dem 6. lebensjahr

angelegt und dafür sind die eltern bzw.

die erziehungsberechtigten

verantwortlich.


Antworten Antworten Gast: polMutter
18.07.2012 15:10
0 0

Re: der körper der in der schule sitzt ist über sechs jahre alt und vieles was so kinder mit sich rumschleppen,

Wollen Sie damit sagen, dass Sie auf der Entwicklung eines 6jährigen stehengeblieben sind und für alles was Sie im im Leben gemacht haben, sind ihre Eltern verantwortlich?

Ihr Nick passt überhaupt nicht zu ihrem Kommentar.

Gast: Isa
16.07.2012 23:41
5 0

Ich durfte noch im Freien spielen

Als Kinde durfte ich noch im Freien spielen und kein Nachbar hat sich darüber aufgeregt.
Heute dürfen Kinder sich nicht mehr rühren und müssen auch mit neuen Medien (Computer) umgehen lernen. Also, welche Alternativen bleiben dann.
Nicht jeder kann sich Tennisstunden, Reitstunden, etc. leisten.

Re: Ich durfte noch im Freien spielen

tja, leider leider kann ich mir keine Golfstunden für meine Kinder leisten daher bleibt Ihnen leider leider überhaupt gar keine andere Wahl, als sich mit den neuen Medien auseinanderzusetzen. leider leider spielts auch kein sky, dh sie müssen sich leider leider die orf-scheisse reinziehn. da kann man aber sowas von gar nichts dagegen machen!

Thank you, Captain Obvious!

"ede Stunde vor dem Fernseher wirkt sich bei Kleinkindern einer kanadischen Studie zufolge langfristig auf Körperumfang und Sportlichkeit aus."

Don't you say!
Oder wie Homer sagen würde: "Duh!"

Dafür...

nimmt der Gehirnumfang dazu direkt proportional ab...

Gast: nicht berufstätig
16.07.2012 13:46
6 5

Was tun mit der Freizeit?

Jeder Mensch, demnach auch jedes Kind, sucht sich von den gegebenen Möglichkeiten die beste heraus. Für manche, wahrscheinlich für viel zu viele ist Fernsehen das Schönste was das Leben zu bieten hat. Vielleicht haben auch viele Eltern keine Möglichkeit den Kindern etwas Besseres zu bieten.

Meckern ist leicht. Wer fragt, welche Alternativen es gibt?

Antworten Gast: pol Beobachterin
17.07.2012 09:59
1 0

Re: Was tun mit der Freizeit?

Ich denke, dass ist der Fehlschluss unserer Konsumgesellschaft, dass man etwas "geboten" bekommen muss.
Das machen Kinder selber, wenn man sie lässt.

Antworten Antworten Gast: polMutter
17.07.2012 16:28
0 0

Re: Re: Was tun mit der Freizeit?

Und? Lässt man sie? Leider nicht.
Als meine Kinder klein waren, vermisste ich einen Spielplatz in einer Entfernung welche für Kinder unter 10 zumutbar ist. Beim Spielplatz geht es nicht um tolle Geräte, sondern um einen angenehmern sicheren, abwechslungsreichen Ort wo sich die Kinder mit anderen Kindern treffen können. Es gab da ein Grundstück, das sich hervorragend dafür eignete. Ich sprach beim Bürgermeister vor, der delegierte mich an eine Gemeinderätin und die meinte, so etwas brauchen wir nicht.

Der nächste Spielplatz war so weit weg, dass ich meine Kinder nicht alleine dorthin gehen ließ. Einmal ging ich mit ihnen hin, aber kein zweites mal. Es war eine unerträgliche Zumutung in mehreren Richtungen.

Stimmt, Kinder brauchen nichts geboten bekommen, aber es ist heute so, dass es nichts gibt, wo sie etwas selbst machen können.

Antworten Antworten Antworten Gast: pol Beobachterin
17.07.2012 17:14
0 0

Re: Re: Re: Was tun mit der Freizeit?

In unserer Gemeinde gibt es 2 Spielplätze, viele Wiesen, eine Au und sehr viele private Gärten. Spielende Kinder sehe ich trotzdem wenige.

Und altersheterogene Gruppen, die sich zB auf einer Wiese treffen um zu spielen, sehe ich überhaupt keine mehr.

Re: Re: Re: Re: Was tun mit der Freizeit?

Mir ist aufgefallen, dass viele Eltern ihre Kinder gar nicht mehr alleine rauslassen. Sie haben viel zuviel Angst um ihre Kinder. Die Frage ist: ist das berechtigt oder sind die Eltern bloß hysterisch?
In der Stadt kann ich das ja noch verstehen, aber auf dem Land?

Bei uns war es gang und gäbe, dass wir nach den Hausaufgaben draußen waren, bis es finster wurde. Kein Mensch wusste genau, wo wir waren - meistens waren wir im Wald oder an der Mur in der Aulandschaft.

"Wenns finster wird, kummst ham!" war die Anweisung. Es gab ja keine Handys zum ständigen den-Kindern-hinterhertelefonieren. Wir hielten uns daran und wenn nicht, gabs einen Anpfiff.

Wir wussten ganz genau, was gefährlich war und was nicht. Uns wäre nie eingefallen, auf den Bahngleisen herumzulaufen oder von der Bahnbrücke hinunterzupinkeln.

Mir tun die Kinder heute wirklich leid, die nichts mehr alleine machen dürfen und die die Eltern jeden Tag mit dem Auto in die Schule bringen und von dort wieder abholen. Wie sollen die jemals selbständig werden?

Klar müssen die Kinder ein gewisses Alter dafür haben, mit Kleinkindern geht das logischerweise noch nicht. Aber wenn ein Kind reif für die Schule ist, dann ist es auch reif für ein bisschen Selbständigkeit.

Re: Re: Re: Re: Re: Was tun mit der Freizeit?

wieviele jahrzehnte ist denn ihre kindheit her? blenden sie ermordete, entführte oder nur vergewaltigte kinder bewusst aus oder berichte über österreichische polizisten, die sich kinderpornos reinziehn und mit einer geldstrafe davonkommen und weiterhin polizisten sind?

naivität ist ein super pflaster für diverse elemente unserer gesellschaft. und hinterher die hände über kopf zusammenschlagen.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Was tun mit der Freizeit?

Meine Kindheit ist etwa 20 Jahre her ;). Dort, wo ich aufgewachsen bin, gab und gibt es keine ermordeten, entführten oder vergewaltigten Kinder (zum Glück).

Wenn Missbrauch stattgefunden hat (auch davon ist mir nichts bekannt), dann war das innerhalb der Familie. Und dagegen hätte das im-Haus-einsperren der Kinder auch nix genützt.

Wenn Sie mich fragen, sind die Fälle, die Sie oben beschreiben, in Österreich sehr gering. Wie oft liest man denn in den Medien, dass Kindern all diese schrecklichen Dinge von Fremden angetan werden? Ich habe schon länger keinen solchen Fall mehr mitbekommen, meistens passieren solche Dinge eben innerhalb der Familie.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: pol Beobachterin
18.07.2012 23:09
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Was tun mit der Freizeit?

Vielleicht übertreiben Sie jetzt ein bisschen.Vielleicht lesen Sie zu häufig kleinformatige Zeitungen.

In der Gemeinde in der ich lebe, wurde seit ich denken kann (Gottseidank) kein Kind ermordet bzw. entführt.
Auch Vergewaltigungen von Kindern sind mir außer in Fällen innerfamiliären Missbrauchs (der mit unserem Thema aber nichts zu tun hat) nicht bekannt.
Die Gefahr einem der von Ihnen erwähnten Verbrechen als Kind zum Opfer zu fallen ist mAn keineswegs höher als vor 40 Jahren. (oder haben Sie anderslautende Zahlen?)

Wir leben in einem der sichersten Ländern der Erde und sollten das unseren Kindern zugutekommen lassen.
Das ist nicht Naivität sondern Realität.

Re: Was tun mit der Freizeit?

Wie wäre es mit draußen spielen, zusammen mit Freunden?

Was haben denn die Kinder früher gemacht, als es keine Computerspiele, keine Handys und nicht rund um die Uhr TV-Programm gab?

Re: Was tun mit der Freizeit?

Ja wenn man ihnen nichts anderes bieten will, weil man selbst zu den Fernsehe-Junkies gehört....lesen, spielen geht immer...nicht nur Kinder der Beihilfe in die Welt setzen....

Re: Was tun mit der Freizeit?

Schon arm, wenn ihnen keine Alternativen einfallen, und noch ärmer wäre es, wenn es keine Alternativen gäbe.

Antworten Antworten Gast: berufstätig
16.07.2012 17:03
8 0

Re: Re: Was tun mit der Freizeit?

So ist es. Wer arm ist stirbt früher. Wenn Eltern den ganzen Tag in der Arbeit sind, nach der Arbeit zum Einkauf hetzen, heim, Abendessen zubereiten, für nächsten Tag vorkochen, eine Ladung Wäsche in die Waschmaschine, die Wohnung in Ordnung bringen, schnell noch ein bisschen bügeln, geht sich neben den Spätnachrichten aus. Fenster gehören längst geputzt - okay am Wochenende. Ach, da hat sich die Oma angesagt, wird wieder meckern weil die Wohnung nicht tiptop ist. Der Durchlauferhitzer müsste entkalkt werden, Tochter braucht neue Schuhe, Sohn will einen neuen Fußball. Die Lehrerin will ein Gespräch. Das Kellerfenster hat neulich dem Ball nicht standgehalten, das Rosenbeet ist voller Unkraut, die Blombe an einem Zahn ist locker... Ich kann nicht mehr, ich setze mich vor den Fernseher, glotze hinein ohne mitzukriegen, was sich da abspielt, trinke ein Bier zum cool-down, denk mir morgen ist auch noch ein Tag, falle todmüde ins Bett und kann vor lauter Müdigkeit nicht einschlafen. Da steht der Sohn vor dem Bett: "Mamaaa, mir ist so schleeeecht". Im nächsten Moment kotzt er mir ins Bett. Ich ziehe ihm frischen Schlafanzug an, beruhige ihn bis er einschläft, überzieh mein Bett frisch. Drei Stunden Schlaf gehn sich noch aus. Es ist mehr ein Dösen als ein Schlafen. Der Wecker klingelt, der Kopf schmerzt, das Marmeladebrot erinnert mich an den Zahnarzt, der Sohn will nicht in die Schule, die Tochter braucht extra Taschengeld. Im Dauerlauf zum Zug ...

Welche Alternativen?

Antworten Antworten Antworten Gast: berufstätig
18.07.2012 14:58
1 0

Re: Re: Re: Was tun mit der Freizeit?

An alle, die auf mein Posting geantwortet haben:
Ich habe das "arm" auf den Kommentar meines Vorredners bezogen (... arm, wenn Ihnen keine Alternativen einfallen).

Als ich ein Kind war, war unsere Mutter immer für uns da, wenn wir sie brauchten. Aber es wäre unseren Eltern niemals eingefallen, sich für unsere Freizeit als Animateure zu engagieren. Wir mussten zur Essenszeit und wenn es finster wurde zu Hause sein, wir mussten zur Schule gehen und die Hausaufgaben machen. Der Rest war Freizeit und die gehörte uns. Da war für Eltern kein Platz.

Ich bin der Meinung, dass es nicht der richtige Weg ist, von den Eltern zu fordern, dass sie ihre Kinder sinnvoll beschäftigen. Die Kinder müssen das schon selbst tun. Das Problem ist nur, dass es für viele Kinder scheinbar die interessanteste Alternative ist, allein vor irgend einem elektronischen Kastl zu sitzen.
Ich weiß nicht, warum das so ist. Ich wehre mich nur gegen die Forderung, dass die Eltern als Alleinunterhalter für ihre Kinder einspringen sollen. Das ist für die Kinder nicht gut. Die Kinder brauchen Gleichaltrige um sich sozial zu entwickeln. Aber warum funktioniert das heute nicht mehr?

Re: Re: Re: Re: Was tun mit der Freizeit?

So ist es! Das war bei mir genauso!

Mit den Eltern hat man nur dann gespielt, wenn es Abend war und man schon zu Hause sein musste (in der Zeit zwischen Heimkommen und ins Bett gehen).

Irgendwie habe ich oft das Gefühl, dass viele Kinder heute alleine zu Hause hocken und mit ihrer Freizeit nichts anzufangen wissen. Haben diese Kinder heute außerhalb der Schule keine Freunde mehr? Oder dürfen sie die nicht sehen?

 
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