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Familienpolitik: „Bis zu 50.000 neue Plätze“

03.06.2008 | 18:43 |   (Die Presse)

Doris Bures will den Ausbau von Krippen forcieren. Ein weiteres Ziel von Bures ist es, mehr Väter zu motivieren, in Karenz zu gehen.

WIEN (tom). „85 Prozent der Frauen wollen Beruf und Familie besser vereinbaren können. Und neun von zehn Kindern unter drei Jahren haben keine Chance auf einen Platz in einer Kinderbetreuungsstätte. Das soll sich durch unsere Kinderbetreungsoffensive ändern,“ meint Frauenministerin Doris Bures (SPÖ). Seit 1. Juni gibt es eine 15a-Vereinbarung, mit der sich Bund und Länder zur Schaffung zusätzlicher Kinderbetreuungsplätze verpflichten. In drei Jahren könnten so bis zu 50.000 neue Betreuungsplätze geschaffen werden, rechnet Bures vor. Dass die Länder das Geld – pro Platz gibt es zwischen 1500 und 4000 Euro – tatsächlich widmungsgemäß einsetzen, soll mittels der jährlich von der Statistik Austria durchgeführten Kindertagesheimstatistik kontrolliert werden.

Ein weiteres Ziel von Bures ist es, mehr Väter zu motivieren, in Karenz zu gehen. Die neuen Bezugsvarianten für das Kindergeld seien ein erster Schritt dazu. „Bei der neuen Kurzvariante – 20 Monate plus vier Monate des Partners – beträgt der Väteranteil elf Prozent. Bei der längeren Variante betrug er nur 3,5 Prozent,“ so Bures. Sie ist überzeugt davon, dass sich die Väterkarenz noch stärker durchsetzen wird. „Früher war es nicht üblich, dass die Väter bei der Geburt dabei sind. Heute sind 95 Prozent der Männer bei diesem Ereignis anwesend. Da ist es nur logisch, dass sie dann auch in Karenz gehen, um die Bindung zum Kind zu vertiefen.“ Aber auch Alleinerzieherinnen hätten durch die neue 20 plus 4-Variante erhebliche Vorteile.

Aufrecht bleibt auch Bures' Forderung nach einem Papa-Monat: Väter sollen eines der ihnen zustehenden Karenz-Monate vorziehen können.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.06.2008)


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10 Kommentare
 
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Von Gast: Emanze am 06.06.2008 um 11:39

Nichts Neues aus dem linken Lager

Was die meisten Mütter oder angehende Mütter wirklich wollen bleibt unberücksichtigt.

Das was bestimmte Politikerinnen hier einführen wollen: Gebärmaschinen die einen Tag nach der Geburt gleich wieder funktionieren im wirtschaftlichen Getriebe und ihre Babys abgeben müssen.
Frauen möchten das nicht!
Und übrigens falls es sich noch nicht herumgesprochen hat : Väter können weder schwanger werden noch stillen.

Laßt den Kindern die Mütter und
laßt den Frauen die Karenzzeiten und helft ihnen lieber zur Selbständigkeit durch die Anerkennung ihrer Familienarbeit und -so sie dies wollen- beim Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit!

Antworten Von sandra.blog am 06.06.2008 um 15:47

Re:

die mütter, die das wollen, können es ja so machen - nur anscheinend wollen viele doch ihr leben anders einrichten, sonst würde nicht die geburtenrate immer weiter sinken

kenne genug frauen, die ihren job machen wollen und die sollen genauso die möglichkeit dazu haben

und übrigens falls es sich noch nicht herumgesprochen hat : väter können genauso windeln wechseln, füttern, arztbesuche wahrnehmen, pflegen, ..... sie können also genauso gut familienarbeit leisten

sie können, genauso wie ich, nur für sich sprechen und nicht dafür, was DIE frauen wollen
niemand, der lieber in karenz geht, muss ja sein kind in die krippe schicken, aber lassen wir den frauen doch endlich die wahl!!! (in anderen ländern wird das auch gerne genützt)

Von wol am 04.06.2008 um 18:03

Kinderbetreuungseinrichtungen?

Warum nennt man das Kind nicht beim Namen und sagt: Kinderaufbewahrungsanstalten?

Antworten Von Gast: Königin der Lüfte am 05.06.2008 um 14:39

Re: Kinderbetreuungseinrichtungen?

Solange die Kinder dort gut betreut werden, spricht doch nichts dagegen. Und wenn Eltern sich entscheiden Ihre Kinder in Krippen udgl. zu geben, dann muss man das respektieren und akzeptieren.

Antworten Antworten Von sandra.blog am 05.06.2008 um 16:53

Re: Re: Kinderbetreuungseinrichtungen?

völlig richtig!!!

Antworten Von sandra.blog am 05.06.2008 um 10:55

Re: Kinderbetreuungseinrichtungen?

ganz einfach deswegen, weil betreuung im gegensatz zu aufbewahrung auch förderung und zuwendung inkludiert

daher ist es auch nichts schlechtes und muss kein schlechtes gewissen verursachen, wenn man seine kinder in betreuungseinrichtungen gibt, aus welchen gründen auch immer

keine betreuungseinrichtungen zu haben bedeutet nichts anderes als den rückgang der geburtenrate zu fördern

Von Lepanto am 03.06.2008 um 21:09

Dorli!


I want my money back!

Und die Sozen sollen sich nicht ins Leben der Bürger einmischen. Geht sie nämlich einen Dreck an.

Antworten Von ius pecunia am 05.06.2008 um 21:19

Re: Dorli!

@ Lepanto

Was haben Sie dagegen einzuwenden, wenn Sie 40-50 Prozent Ihres Brutto-Gehaltes abgeben bzw für Dienstlesitungen bezahlen die Sie garnicht in Anspruch nehmen?

You want your money back?

We are not in the USA

"The Socialism takes it all"



Antworten Von Gast: Meister Propper am 04.06.2008 um 16:37

Re: Dorli!

Niemand mischt sich in das Leben der Bürger ein. Es wird niemand gezwungen seine Kinder in Krippen zu geben, es müssen nur die Plätze für die zur Verfügung gestellt werden, die Betreuungsplätze brauchen

Antworten Von sandra.blog am 04.06.2008 um 14:49

Re:

kann es sein, dass sie zu jedem thema das gleiche posten?

wenn es darum geht, mehr betreuungseinrichtungen zu schaffen, müssen sie sich einmischen, weil sonst die geburtenrate weiter sinken wird

welches paar ist noch bereit, sich kinder "anzutun", wenn es dabei nur mehr hürden und stress gibt

 
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