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Migranten besonders oft in Brennpunktschulen

13.09.2012 | 13:31 |   (DiePresse.com)

Kinder gebildeter Migranten teilen sich oft das Klassenzimmer mit Kindern ungebildeter Österreicher. Für die Leseleistung sei nicht die Sprache, sondern die Bildung der Mutter elementar.

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Es klingt wie eine Binsenweisheit: Migranten gehen häufig in Schulen mit "sozial benachteiligtem Umfeld". Wissen wir doch, dass Migranten besonders oft aus einem solchen Umfeld stammen, sprich einem bildungsfernen Elternhaus. Doch die OECD-Vergleichsstudie "Bildung auf einen Blick 2012" belegt, dass auch Migranten aus einem gebildeten Elternhaus viel häufiger an Brennpunktschulen vertreten sind als Österreicher. Konkret besuchen mehr als doppelt so viele Migranten aus gebildeten Familien "benachteiligte Schulen" als vergleichbare einheimische Schüler, nämlich 46 versus 23 Prozent. Im Schnitt der 21 untersuchten EU-Länder sieht es ähnlich aus, nämlich 44 zu 22 Prozent. In Australien dagegen sind die Werte für beide Gruppen ident bei 15 Prozent.

Welche Schüler in eine Schule gehen, kann die Lernergebnisse des Einzelnen signifikant beeinflussen. Dabei spielt es aber eine geringere Rolle, ob viele eine andere Muttersprache haben. Entscheidend ist vielmehr, ob viele Schüler aus einem bildungsfernen Elternhaus kommen, wie die OECD-Studie besagt. Dass Migrantenkinder hier schlechte Karten haben, begründet die OECD damit, dass sich in Europa Migranten tendenziell in sozioökonomisch benachteiligten Vierteln konzentrieren und trotz höherer Bildung nur eine niedrige berufliche Stellung erreichen. Es ist folglich schwieriger, in eine bessere Wohngegend zu ziehen.

Wie wirkt sich eine Brennpunktschule aus?

In der auf Daten der PISA-Erhebungen 2009 basierenden Studie wurde auch untersucht, wie genau sich der Besuch einer benachteiligten Schule auf die Leistungen der Schüler auswirkt: Im Vergleich zu Standorten, an denen nur wenige Schüler aus einem bildungsfernen Haushalt kommen, haben sie bei der Lesekompetenz um 82 Punkte weniger erreicht. Das entspricht dem Bildungszuwachs von mehr als zwei Jahren. Im OECD-Schnitt liegt der Unterschied bei 77 Punkten, in Finnland sind es gar nur 23.

Noch stärker als der Besuch einer benachteiligten Schule wirkt sich allerdings auf die PISA-Leistungen der einzelnen Schüler aus, ob ihre Mutter nur Pflichtschulabschluss oder eine höhere Bildung hat: Hier beträgt der Unterschied 95 Punkte und damit den Bildungszuwachs von rund zweieinhalb Jahren. Im OECD-Schnitt sind es nur 67 Punkte, in Finnland 50.

Die Tatsache, ob es an der Schule viele Schüler mit Migrationshintergrund oder einer anderen Muttersprache gibt, hat laut der Studie auf die Leistung der Schüler mit Migrationshintergrund bereits deutlich weniger Einfluss als der Anteil der Schüler aus bildungsfernem Elternhaus. Bei den einheimischen Schülern ist er in Österreich nicht einmal statistisch relevant.

In Kürze
Haben an einer Schule besonders viele Schüler eine Mutter, die maximal die Pflichtschule abgeschlossen hat, werden diese von der OECD als "benachteiligte Schulen" eingestuft. In Österreich landen Schüler mit Migrationshintergrund laut der OECD-Studie wesentlich häufiger an solchen Schulen, auch wenn sie selbst nicht aus einem bildungsfernen Elternhaus kommen.

(APA/Red.)

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51 Kommentare
 
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Gast: Rosenresli
15.09.2012 10:27
1 3

Schaut doch mal hinter die Kulissen

Warum ist man so überrascht, dass die Bildung der Mutter so eine große Rolle spielt?

Die Lehrer betonen doch immer wieder, dass die Eltern verantwortlich sind für die Leistungen ihrer Kinder. Wie sollte eine Mutter ohne Bildung ihrem Sprössling helfen? Viele Lehrer sind schon längst dazu übergegangen den Kindern mitzuteilen, was sie zu lernen haben. Das Lernen selbst wird zu Hause erledigt. Aber zu allem Überfluss kommt dann zur Prüfug ganz etwas anderes als was in den Hausaufgaben geübt wurde. Aber darüber wird in den Zeitungen nie berichtet.
Liebe Redaktion, macht euch mal darüber schlau, ihr werdet staunen, was da ans Tageslicht kommt. Aber wahrscheinlich bekommt ihr dann keine Werbung mehr von der Schmid, also wird das lieber totgeschwiegen.

Antworten Gast: bärig
15.09.2012 16:31
4 0

Re: Schaut doch mal hinter die Kulissen

In den Zeitungen steht auch nicht, dass in der Neuen Mittelschule in Wien Lehrermangel herrscht! Meiner Nichte wurde mitgeteilt, dass sie NICHT darauf hoffen darf, dass in ihrer Klasse (25 Schüler, teilweise verhaltensgestört, viele sprechen schlecht Deutsch) ein zweite Lehrkraft in D,M oder E zur Verfügung stehen wird! Es unterrichten dort Lehrer z.B. Biologie, Turnen und andere Fächer, für die sie NIE eine Ausbildung gemacht haben! Von AHS-Lehrern ganz zu schweigen!

Weiß eigentlich Frau Schmied, wofür sie so viel Werbung macht? Wir alle werden richtig vera.....t von den Politikern!

Re: Schaut doch mal hinter die Kulissen

Ich verlange von meinen Eltern nur ein Minimum: Das Kind ist jeden Tag pünktlich in der Klasse, die Schulsachen sind in der Schultasche und nicht zu Hause. Die Eltern haben dafür zu sorgen, d a s s das Kind die Hausübungen macht. Wie - das ist nicht ihre Sache.
Zu Prüfungen kommt genau das, was in der Schule geübt wurde. Ich bringe ihnen bei, wie sie zu Hause wiederholen und üben können, ohne auf die Hilfe eines Erwachsenen angewiesen zu sein.
Von meinen Eltern verlange ich nicht, dass sie mit ihrem Kind lernen, da sie dazu gar nicht in der Lage sind.

Gast: PaulDasOrakel
14.09.2012 22:07
4 0

Gemeinsam

Könnte man nicht die Brennpunktschulen mit Kindern roter und grüner Funktionäre "aufwerten"?

Gast: Analphabetenbrutstätten
14.09.2012 19:03
4 0

Als zusätzliche Strafsteuer müssen viele Wiener Eltern deswegen ihre Kinder (unfreiwillig) in teure Privatschulen geben, denn das Hochsteuerland Österreich erfüllt seinen Bildungsauftrag zum Erziehen global kompetitiver Staatsbürger nicht mehr

Ideologisch verblendet werden die kostenlosen öffentlichen Schulen durch die dort systemimmanente Lernschwäche zum Ressort der Bildungsunwilligen. Etikettenschwindel und alles Schönreden hilft nichts dagegen.

Gast: Mellak H
14.09.2012 16:17
6 0

Ich wäre dafür dass Migranten in ihrem Heimatland in die Schule gehen

Dann gebe es keine Benachteiligung für die ewigen Jammerer und unsere Schüler würden in ihrer Leistungsfähigkeit nicht mehr beeinträchtigt.

Gast: Gast 2840384
14.09.2012 13:07
7 0

OECD

Ist sehr verlässlich, was Studien angeht!
OECD steht für Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dies zeigt uns wiederum, dass die Wirtschaft die Welt regiert!
Auch die PISA zeigt auf, wie es wirklich ist - welches natürlich nur die Schulsysteme vergleicht...
Unsere Schulen sind natürlich VOLLKOMMEN schlecht, deshalb leben wir ja auch in einem so guten Land. Unsere Arbeitslosen bekommen Geld, wir haben ein gutes Gesundheitssystem, aber dennoch sind wir ja alle dumm. Dumm ja, weil wir der EU angehören, aber nun ist es zu spät...
Zurück zu PISA und OECD, gefördert wird alles natürlich auch von der EU, welche möchte, dass alle Länder auf gleichem Niveau sind... man sieht ja, wie gut das funktioniert... na ja... natürlich soll auch die Schule mehr Erziehungsaufgaben übernehmen, damit natürlich alle gleich sind und alle die selben Chancen und Möglichkeiten haben - also alle und alles gleich - an was erinnert uns das?

Gast: der von der letzten bank
14.09.2012 12:29
12 1

das ist falsch formuliert:

diese schulen werden erst durch die migrantenkinder zu problemschulen. alles andere wäre gelogen.

Re: das ist falsch formuliert:

Tststs. Offensichtlich kennen sie nicht den Unterschied zwischen gelogen und politisch korrekt.

Oh ja, ich weiß, dass das oft zu Missverständnissen bei konservativen Menschen führt, die einfach nicht in der Lage sind diese Feinheiten zu erkennen.

PS: Mir geht´s auch so

kommentare richtung rechts

welch stimmung im lande, welch stimmung im presse-forum. es geht nicht um österreicher gegen migranten und wer schuld an irgendetwas ist. es geht auch nicht darum, sich zu verteidigen. und schon gar nicht zählen rechts angehauchte kommentare mit der begründung, man habe nur angst um sein land oder man dürfe nichts dagegen sagen, sonst sei man rechts. wenn man schon erkennt, dass man meinen könnte, es wäre ein rechtslastiger kommentar, dann steckt wohl ein fünkchen wahrheit dahinter.


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Wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohnern reduzieren und auf die Proportionen aller bestehenden Völker achten würden, so wäre dieses Dorf so zusammengestellt:

60 Asiaten
14 Afrikaner
11 Europäer
14 Amerikaner (Nord u. Süd)
1 Ozeanier

52 wären Frauen
48 wären Männer

70 Nicht-Weiße
30 Weiße

70 Nicht-Christen
30 Christen

89 Heterosexuelle
11 homosexuelle

6 Personen würden 59% des gesamten Weltreichtums besitzen
und alle 6 Personen kämen aus den USA.

80 hätten keine ausreichenden Wohnverhältnisse
70 wären Analphabeten
50 wären unterernährt
1 würde sterben
2 würden geboren
1 hätte einen PC
1 hätte einen akademischen Abschluss...

Antworten Gast: ZARA
13.09.2012 21:49
4 4

Re: Wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohnern reduzieren und auf die Proportionen aller bestehenden Völker achten würden, so wäre dieses Dorf so zusammengestellt:

Und was? Zahlenspielereien, nichts weiter. Es sind eben nicht alle in einem Dorf. Viele sitzen in der Wüste oder im Busch und spielen gar nicht mit. So schauts aus.

Re: Wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohnern reduzieren und auf die Proportionen aller bestehenden Völker achten würden, so wäre dieses Dorf so zusammengestellt:

Ich bin die bewohnerIn was den pc hat!!!!

8 0

Re: Re: Wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohnern reduzieren und auf die Proportionen aller bestehenden Völker achten würden, so wäre dieses Dorf so zusammengestellt:

... "was" den PC hat???
Ich hoff, das ist nur ein Witz!

Re: Re: Re: Wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohnern reduzieren und auf die Proportionen aller bestehenden Völker achten würden, so wäre dieses Dorf so zusammengestellt:

Kennen Sie nicht die Hofstädter-Werbung im TV " ...der was zu 100% aus.... ist" ?

Gast: Durchblick
13.09.2012 17:24
19 1

Ursache mit Wirkung verwechselt

Die Aussage, dass Migranten besonders oft in so genannte Brennpunktschulen gehen würden, lässt vermuten, dass der Autos Ursache mit Wirkung verwechselt.
Brennpunktschulen wurden meist erst durch den übergroßen Migrantenanteil zu solchen. Wobei es wiederum eine große Rolle spielt, woher (bildungsnah oder -fern) diese Migranten kommen.

Gast: Eleonora K.
13.09.2012 17:20
10 2

Benachteiligung

Liege ich falsch oder ist es nicht ohnehin so, dass alle Kinder, egal aus welcher Schicht, jetzt in die Gesamtschule oder wie immer die heissen soll, gehen? Ich Österreich werden ja absichtlich Begabte und Unbegabte gemischt, damit sei voneinander profitieren und Mittelbegabt werden.

9 1

Ist das die neue Presse?


So sieht Ras*is*mus aus - anscheinend tut sich da

etwas bei der Presse.

Gast: Slavko
13.09.2012 16:38
8 2

OECD-Studie

....Wer hat sie gekauft ???

Gast: Altkater1
13.09.2012 16:35
9 1

Es wird auf Kronen-Zeitungs-Niveau runternivelliert!

Schade um die Presse!

:-(((

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Wieso wird hier gegen Österreicher gehetzt?


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Re: Wieso wird hier gegen Österreicher gehetzt?

Das ist ja erlaubt und erwünscht. Bei einem anderen Artikel hat man Verständnis für die künstlerische Freiheit eines Autors, der Österreicher taxfrei als Inzestler bezeichnet.

Wenn ein Österreicher aber nur vorsichtig jemanden kritisiert, ist er Antiirgendwas, Ausländerfeindlich oder rassistisch.

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langsam, werte journalisten und politiker

wird es unerträglich:

"Migranten besonders oft in Brennpunktschulen"
dazu sage ich folgendes: SIE, die migranten, sind es, die schulen zu solchen machen!
hören Sie endlich auf, das system krank zu reden, wenn ganze bezirke (und damit dortige schulen) in wien turkisiert, arabasiert oder balkanisiert werden! zuerst heerscharen von ausländern ins land holen und dann in autochthone gymnasien flüchten (das geht hauptsächlich an die ÖVP, z.t., wenn auch aus anderen beweggründen, an die SPÖ), ist pervers.
die arbeiter und kleinen angestellten, also breite bevölkerungsteile, werden mit diesen problemen alleine im dreck liegen gelassen.
und dann spricht man über sie und sagt: ja, die globalisierungsverlierer ...
das ist volksverrat, punkt.

Antworten Gast: re: thotho
29.10.2012 13:51
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Re: langsam, werte journalisten und politiker

Ich unterschreibe jedes einzelne Wort Ihres Postings. Bin Vater zweier bald schulpflichtiger Kinder (in Wien). Meine Frau und ich zerbrechen uns den Kopf, wie wir es anstellen werden, dass unsere Kinder in eine gute Schule kommen. Wir sind zwar beide Akademiker, aber bei weiten keine Großverdiener (nur mal so zur Info: 2000,- netto im Monat Familieneinkommen). Womöglich werden unsere Eltern den Schulbesuch mitfinanzieren, denn als Bewohner eines Immigrantenbezirks können wir unsere Kinder nicht guten Gewissens auf eine öffentliche Schule schicken. Danke nochmals an unsere Politiker-Pappnasen! Ihr setzt die Zukunft unserer Kinder auf's Spiel!!!

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Re: langsam, werte journalisten und politiker

ich schreibe nun eine antwort nicht an sie, sondern an jene, die mit + bewerten.

bitte einmal genau durchlesen und die rhetorik beachten...das erinnert mich an schlimme zeiten und wenn sie mit + bewerten, weiß ich nicht, was ich dazu sagen kann...

 
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Schlagzeilen Bildung