Schmied: "Nicht jede Schule braucht ein Konferenzzimmer"

13.11.2012 | 18:21 |  von Christoph Schwarz (Die Presse)

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) will künftig die Eltern - und nicht mehr die Lehrer - entscheiden lassen, ob einzelne Schulen als verschränkte Ganztagsschulen geführt werden.

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Die Presse: Erst vor wenigen Tagen hat die Koalition bei ihrer Klausur wichtige schulpolitische Themen, etwa die Ausweitung Ihrer Ganztagsschule, auf den März vertagt. Wenig später zeigt sich die ÖVP plötzlich doch generös und will früher verhandeln. Können Sie mir erklären, welch eigenartige Strategie die Regierung da verfolgt?

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Claudia Schmied: Bei der Klausur am Freitag ist vieles im Bildungsbereich beschlossen worden, von der „PädagogenInnenbildung Neu“ bis zu der Streichung der Bezirksschulräte. Das dürfen Sie nicht unterschlagen. Zur Ganztagsschule: Mir persönlich wäre es natürlich wichtig gewesen, bei der Klausur Planungssicherheit und Budgets bei den Ganztagsschulen zu beschließen. Das war dann zwar nicht möglich. Ich freue mich jetzt aber über die konstruktive Haltung der ÖVP.

ÖVP-Chef Michael Spindelegger hat der SPÖ vorgeworfen, bei der Klausur „inhaltlich nicht gut vorbereitet“ gewesen zu sein. Was ist daran konstruktiv?

Ich nehme den neuen Schwung auf und beschäftige mich nicht detektivisch damit, was nicht funktioniert. Vielleicht hat die ÖVP die Ganztagsschule in einer ersten Reaktion zu schnell ins ideologische Eck gestellt. Und jetzt beim zweiten Mal hinschauen bemerkt, dass wir diesen Weg weitergehen wollen.

 

Die ÖVP will sich noch in diesem Jahr einigen, Kanzler Werner Faymann fordert gar 100 Prozent Ganztagsschulen. Wie rasch kann es wirklich gehen?

Wir benötigen für den Ausbau einen 15a-Staatsvertrag, da für die betroffenen Pflichtschulen die Gemeinden zuständig sind. Wir müssen dafür mit den Ländern Vereinbarungen schließen. Die Gemeinden benötigen Finanzierungs- und Planungssicherheit – wir streben daher Vereinbarungen an, die bis in das Jahr 2018 reichen.

 

Wie lange wird es dauern, bis alle Schulen ganztägige Angebote haben?

Das ist ein Entwicklungsprojekt. Mit der Aufstockung der Bundesmittel auf 160 Millionen Euro werden wir jetzt 200.000 Schüler erreichen. Insgesamt gibt es 680.000 Betroffene. Wir werden also noch weitere Ausbaustufen benötigen.

 

Die SPÖ wünscht sich vor allem „verschränkte“ Ganztagsschulen – also ein Modell, in dem am Nachmittag nicht nur Betreuung stattfindet, sondern der Unterricht über den ganzen Tag verteilt wird.

Ja. Ich vertraue in der Frage, ob der Unterricht verschränkt stattfinden soll, auf die Schulstandorte. Der Staat soll die finanziellen Möglichkeit bereitstellen, die Entscheidung soll an den Schulen fallen. Das bringt die Verantwortung dorthin, wo sie hingehört. Ich halte hier nichts von obrigkeitsstaatlicher Bevormundung, aber es soll ein Angebot geben.

 

Ohne Zustimmung der Lehrer vor Ort ist es gesetzlich nicht möglich, verschränkte Ganztagsschulen zu schaffen. Die Lehrer sind aber skeptisch.

Man muss dieser Entwicklung die Zeit geben, die sie benötigt. Wer zu viel von außen vorgeben will, löst vor allem im System Schule rasch Widerstände aus. In Zukunft sollten darüber die betroffenen Eltern entscheiden.

Viele Lehrer bemängeln, dass sie keine adäquaten Arbeitsplätze haben, um den ganzen Tag an der Schule Dienst zu versehen. Wird es für den Aus- und Umbau das nötige Geld geben?

Das Problem muss gelöst werden. Der Umbau der Gebäude ist aber nicht der einzige Lösungsansatz. Ich wünsche mir von den Schulen auch eine noch bessere Arbeitsorganisation. Nicht jede Schule benötigt ein Konferenzzimmer im klassischen Sinn. Eine Konferenz lässt sich auch in der Aula oder im Gemeindesaal abhalten. Viele Fachlehrer haben ihre Arbeitsplätze zudem in ihren Chemie- oder Physiksälen oder in der Bibliothek. Der Arbeitsplatz der Lehrer ist zudem schwerpunktmäßig bei den Schülern. Wir brauchen also neue, kreative Lösungen – statt eines Konferenzzimmers etwa Besprechungsräume, um das Teamteaching vorzubereiten. Zudem muss nicht jeder für jede Tätigkeit immer an der Schule sein. Es soll eine Kernarbeitszeit an der Schule geben. Aber vorbereiten oder korrigieren kann man, wenn man will, auch zu Hause. Viele dieser Fragen werden sich mit dem neuen Dienstrecht klären.

Das Thema Lehrerdienstrecht wurde erneut verschoben. Gehen Sie davon aus, dass Sie die ÖVP noch überzeugen können, sich hier von ihren Gewerkschaftern zu emanzipieren?

Die ÖVP ist in einem Rollenkonflikt. Ich gehe aber davon aus, dass wir zu einer gemeinsamen Dienstgeberposition kommen. Aber vielleicht ist das auch Zweckoptimismus, weil ich das neue Dienst- und Besoldungsrecht unbedingt will.

Der Rechnungshof hat Ihnen bei der Gründung des Bildungsinstitut BIFIE Mängel vorgeworfen und die hohen Ausgaben kritisiert. Würden Sie zugeben, dass bei der BIFIE-Gründung nicht alles gut gelaufen ist?

Ich halte die Ausgliederung des BIFIE für richtig. Dadurch wurde die Effektivität erhöht. Ich nehme den RH aber sehr ernst. Wir müssen bei ausgegliederten Institutionen auf Ordnung achten und Konsequenzen ziehen, wenn etwas falsch läuft.

Stichwort Ordnung: Wie kann es laut Rechnungshof sein, dass im Museum für angewandte Kunst tausende Objekte fehlen – und keiner weiß, warum?

Ich warte hier den Endbericht des Rechnungshofs und die Stellungnahme der Museumsleitung ab.

Angeblich wurden Lieferanten in die Besucherzahlen eingerechnet, um eine bessere Bilanz abzuliefern.

Falls dem so war, ist das nicht okay.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.11.2012)

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2.Fortsetzung:

Zum Thema einer täglichen Turnstunde sei noch gesagt, dass Eltern in Verantwortung für ihren „wohlgenährten“ Nachwuchs diesen ja bei einem Sportverein anmelden können. Das Angebot ist vielfältig, manchmal muss eben der Fußballverein im Dorf reichen, wenn es sonst keine Angebote gibt. Ob es etwas bringt, die Kinder - wie einen Hamster - jeden Tag „Zwangsbewegen“ zu lassen, ist eine andere Sache. Einfachste Lösung, liebe Eltern: Weg mit den „Pommes frites“, weg mit den Pizzaschnitten, weg mit den „Hot Dogs“ und weg mit den Stadtlinienbussen in Kleinstädten, vor allem aber, weg mit den Elterntransporten, zurück zum Fußmarsch in die Schule, dann brauchen wir keine zusätzliche tägliche Turnstunde!

Vergesst Pisa

und schaut auf die Bedürfnisse der Schüler.Und die Frage:

Was ist Bildung???

Konsequente Kund_inn_en- bzw. Konsument_inn_en-Orientierung ...

... soll von mir aus heißen, dass die Elternschaft entscheidet und nicht mehr die Profession, wenn damit auch das Risiko für die Folgen dieser Entscheidung transferiert wird; wenn ich meiner Zahnärztin sage, was sie tun soll, und mich nicht von ihr als Vertreterin einer Profession behandeln lasse, darf ich mich halt hinterher auch nicht beschweren ...

3.Fortsetzung:

Die Schulen müssten total umgebaut und vielfach auch erweitert werden. Es sind Schulküchen und Essräume notwendig, denn es müsste an der Schule gekocht und gegessen werden, oder will man die Kinder in die nächstbeste „Pommes frites-Bude“ schicken? Das verursacht einerseits beachtliche Einmalausgaben für die Ausbauarbeiten, andererseits auch laufend höhere Kosten für schulisches (mehr Lehrer) aber auch außerschulisches Personal (Küchenpersonal, Freizeitpädagogen, Lernbetreuer, Sozialarbeiter…)!
Freizeiträume und vor allem auch ausreichend Lehrerarbeitsplätze werden gebraucht. Wenn die Lehrer alle ihre Vor- und Nachbereitungen, Korrekturarbeiten an der Schule erledigen sollen, ist ein Lehrerplatz am Lehrertisch des Konferenzzimmers von 1 Meter mal 50 Zentimeter eine Zumutung! Dieses Problem dürfte mit der ministeriellen Aussage aber bereits gelöst sein: „Nicht jede Schule braucht ein Konferenzzimmer!“

1.Fortsetzung:

Der Unterricht wird mit dem Argument über den ganzen Tag verteilt, dass damit am Nachmittag der Lehrstoff geübt werden kann. Wenn der „normale“ Unterricht bis spät in den Nachmittag hinein – mit kleineren Unterbrechungen - stattfindet, wie kann dann geübt werden? Hausübungen wird es überhaupt keine mehr geben! Der Schüler verlässt die Schule, schaltet ab und beginnt am nächsten Tag wieder bei null! Bleibt noch die Frage: Wann haben die Kinder die Möglichkeit einer sinnvollen Freizeitgestalt¬ung z.B. Ballsportarten wie Fußball und Tennis, Eislaufen, Radfahren, Schwimmen, Musik-Schule¬, Ballett-Unterrich¬t etc. und wann sollen Eltern alle Termine wahrnehmen, die die Kinder eben am Nachmittag haben, wie Arzttermine, Friseur, Freunde besuchen, Geburtstagsfeie¬rn, Großeltern besuchen, Sport betreiben etc.!

Kommt die „Käfighaltung“ für Schüler und Lehrer?

Das „Liebkind“ der Frau Ministerin, nämlich die Gesamtschule der 6 bis 15 Jährigen ist momentan – Gott sei Dank - nicht zu verwirklichen und die freiwillige Ganztagsschule – wie etwa der Schulversuch Tagesheimschule - ist der obersten Schulverwalterin zu minder, daher drängt sie auf die Einführung der sog. „verschränkten“ Ganztagsschule, selbst gegen den Willen der Schüler und Lehrer!
Diese verschränkte und somit zwangsweise Ganztagsschule, lässt den Familien überhaupt keine Alternative. Die verpflichtende Ganztagsschule ist demnach eine Bevormundung und kommt einem Freiheitsentzug gleich. Alle Kinder mit wenig starker Persönlichkeit werden so zu Konformisten erzogen, wahrscheinlich ist es aber gerade das, was die Betreiber dieser „Kindesabschiebungseinrichtung“ wollen, jetzt fehlt nur noch eine Uniform!

BIFIE - Test für Zentralmatura

... leider nicht gut organisiert. So wurde zB eine Klasse für die Mathematikzentralmatura getestet, die den notwendigen Lehrstoff noch gar nicht durchgenommen hatte, auch wurden die Schüler erst ein paar Tage vorher informiert (sprich konnten sich nicht vorbereiten). Ich weiss nicht wie es Ihnen geht, aber ich hätte eine Mathematikmatura ohne davor etwas dafür zu lernen vermutlich auch nicht oder nur sehr schlecht geschafft. Es ist daher keine Überraschung wie der Test ausfallen wird. Vielleicht sollte man sich überlegen diese Testvorgänge zu ändern? Ist es bei PISA vielleicht ähnlich? Ich kann mich noch erinnern, dass einmal Schüler von mir in Naturwissenschaften für PISA getestet wurden, obwohl diese Fächer gar nicht im Lehrplan dieser Klasse vorgekommen sind....

die erkenntnis des drumrumredens

"Das Problem muss gelöst werden. Der Umbau der Gebäude ist aber nicht der einzige Lösungsansatz. Ich wünsche mir von den Schulen auch eine noch bessere Arbeitsorganisation. Nicht jede Schule benötigt ein Konferenzzimmer im klassischen Sinn. Eine Konferenz lässt sich auch in der Aula oder im Gemeindesaal abhalten. Viele Fachlehrer haben ihre Arbeitsplätze zudem in ihren Chemie- oder Physiksälen oder in der Bibliothek. Der Arbeitsplatz der Lehrer ist zudem schwerpunktmäßig bei den Schülern. Wir brauchen also neue, kreative Lösungen – statt eines Konferenzzimmers etwa Besprechungsräume, um das Teamteaching vorzubereiten. Zudem muss nicht jeder für jede Tätigkeit immer an der Schule sein. Es soll eine Kernarbeitszeit an der Schule geben. Aber vorbereiten oder korrigieren kann man, wenn man will, auch zu Hause. Viele dieser Fragen werden sich mit dem neuen Dienstrecht klären."

de facto meint schmied, dass lehrer (v.a. junglehrer) von 8 bis 17 uhr in der schule sind, aber wenig möglichkeit und platz haben, zu korrigieren, vor- und nachzubereiten. das solle man dann noch, wenn man um 17 uhr oder später zuhause sei, auch dort tun.

frau minister: das ist nicht der sinn einer ganztagsschule. wenn ich qualität für die schüler fordere, muss ich auch rahmenbedingungen für die lehrer fordern und gewährleisten. und ein kleiner tipp am rande: die konferenzzimmer sind im vergleich zum gesamten schuljahr nur selten räume, in denen konferenzen abgehalten werden.

Re: die erkenntnis des drumrumredens

wenn sich der Raum für die LehrerInnen auch Konferenzzimmer schimpft-- für wirkliche Konferenzen ist er in den allermeisten Schulen zu klein und zu überfüllt=> die Schmied zeigt wieder einmal deutlich, dass sie redet ohne zu denken, bzw. nicht weiß, wovon sie redet

Ich habe zwar keine Ahnung von der Arbeit eines Ministers,ministerien

aber ich sage: "Nicht jeder MinisterInnen braucht ein Büro".
Denn der haupsächliche Arbeitsplatz eines MinistersInnen ist beim Volk.

Frechheit!

Ich würde mir soooo stark wünschen, dass sich die BM für einen Tag in die Klasse stellt...schön langsam wird uns ja alles weggenommen...

Warum lassen wir uns das gefallen?

Baum- und Tanzschulen kommen auch ohne Konferenzzimmer aus -

da ist Beweis genuch.

rotes demokratieverständnis!

frau schmieds art dinge zu verändern erinnern frappant an diktaturen!

wo sind sie geblieben, die sozialDEMOKRATEN?

Re: rotes demokratieverständnis!

Sie sind "SOZIALISTISCH" :-)

Welch Überraschung

wieder kein klares JA zu Arbeitsplätzen für jeden Lehrer an der Schule.

"nicht jede Schule braucht ein Konferenzzimmer"
das mag in Einzellfällen möglich sein, aber wirklich kein Land braucht eine BM, die derart ahnungslos!

Wie romantisch - die Lehrer gehören zu den Schülern.

Schule ist Arbeit und erfordert eine gute Vor- und Nachbereitung.
Aber davon hat die Bildungsomi natürlich keine Ahnung.

Unministerin Schmied


In diesem Interview zeigt Frau BM Schmied, dass sie Herrn Darabos als aufgaben- und verantwortungsflüchtige Unministerin offenbar noch zu übertreffen trachtet.

Wie sie zur Durchsetzung der „verschränkten“ und somit zwangsweisen Ganztagsschule, die den Familien keine Alternative lässt, die Käfighaltung der Schüler und der Lehrkräfte billigend in Kauf nehmen will, ist impertinent. Haarsträubend impertinent sind ihre grob täuschenden Äußerungen bezüglich der Lehrkräfte, wobei sie für ihre menschenverachtende Haltung den Koalitionspartner „zu einer gemeinsamen Dienstgeberposition“ gewinnen (erpressen) möchte.

Es ist zu hoffen, dass sich die ÖVP nicht erpressen lässt.

Den Lehrkräften – den vielen Lehrerinnen und der geringeren Zahl an Lehrern – ist schließlich ein Generalstreik gegen diese Figur auf dem Ministerposten zu empfehlen. Viele Eltern, Schülerinnen und Schüler hätten gute Gründe, sich an den Protesten zu beteiligen.

sowas kann nur eine Ministerin sagen

"Nicht jede Schule braucht ein Konferenzzimmer"
die an die göttliche Sendung und an göttlichen Auftrag glaubt.
... eine wahre Sozialistin!
Was brauchen wir da andere parteine und ander Meinungen.

und...

nicht jede Bildungsministerin braucht ein Büro dessen Einrichtung bei Amtsantritt im hohen 5 stelligen Bereich lag...

Ganztagsschule ist Freiheitsentzug und erzieht Konformisten

Die Ganztagsschule, ob "verschränkt" oder nicht, ist ein Internat.
Ich glaub schon, dass das heute was Moderneres ist als damals, als ich als Kind aus Wohnungsnot in einem solchen Laden 4 Jahre verbrachte.
Aber auch ein Kind hat das Recht, sich seine Lernzeit frei einzuteilen, nicht immer die gleichen Leute um sich zu haben, sich seine Freizeitfreunde selbst auszusuchen und sich auch nicht vorschreiben zu lassen, welche Freizeitaktivitäten einen interessieren oder nicht.
Ganztagsschule ist Bevormundung und Freiheitsentzug und verhindert jede Erfahrung in der Welt ausserhalb.
Kinder mit wenig starker Persönlichkeit werden
so zu Konformisten erzogen.
Wahrscheinlich ist es das, was die Betreiber dieser Kindesabschiebungseinrichtung wollen.

Re: Ganztagsschule ist Freiheitsentzug und erzieht Konformisten

das problem ist nur das unsere kinder zu den dümmsten zählt wenn es nach pisa geht. was der schmied nicht lernt lernt der schmiedl nicht mehr. ist aber zu viel verlangt von einem lehrer das zu verstehen ;-(

Re: Re: Ganztagsschule ist Freiheitsentzug und erzieht Konformisten

ihr komendar: unüberdreflich selpstsbrechend. danke!!

Re: Re: Re: Ganztagsschule ist Freiheitsentzug und erzieht Konformisten

Sie scheinen Absolvent einer Ganztagsschule zu sein.

Ist eigentlich allen Befürwortern der Ganztagesschule klar,

dass für ein breiteres Ganztagsschulangebot (das ich eigentlich auch befürworte!!) eine enorme Menge Geld in die Hand genommen werden muss?

- Aus- und Umbau der Schulen: Freizeiträume, Schulküchen und Essräume, Lehrerarbeitsplätze. Das verursacht einerseits beachtliche Einmalausgaben für die Ausbauarbeiten, andererseits laufende Mietkosten in der Zukunft (ja, die Schulen bzw. das Bildungsressort müssen die Schulräume mieten).
- Personal: Küchenpersonal, Freizeitpädagogen, Lernbetreuer, Sozialarbeiter (realistischerweise).

Es wäre toll - aber ich frage mich, wie das finanziert werden soll ...

Re: Ist eigentlich allen Befürwortern der Ganztagesschule klar,

Das ist diesen Dilettanten im Ministerium vollkommen egal, ob sie dafür Geld haben oder nicht. Hauptsache die Kinder sind unter staatlicher Obhut und können indoktriniert werden. Ich kenne Situationen, wo Kinder den ganzen Tag in stinkenden, dunklen und ungemütlichen Klassen verbringen müssen und sehnsüchtig auf das Ende warten.

Re: Re: Ist eigentlich allen Befürwortern der Ganztagesschule klar,

Das ist es! Danke für den Beitrag!

 
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