Zwei von zehn Wienern in Privatschule

Der Stadtschulratspräsident will Vertrauen in öffentliche Einrichtungen stärken.

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Symbolbild. – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Wien. Die Nachfrage nach Privatschulen steigt weiter. Österreichweit wurde in den vergangenen zehn Jahren ein Plus von 15 Prozent verzeichnet. In Wien besucht mittlerweile fast jeder fünfte Schüler eine Privatschule. Österreichweit ist es jeder zehnte. Über diese Zahlen der Statistik Austria berichtet das ORF-Radio.

Vermuteter Hauptgrund für die verstärkte Nachfrage ist das Faktum, dass in Österreich jeder vierte Schüler im Alltag außerhalb des Unterrichts nicht die deutsche Sprache verwendet. Andrea Pinz, Leiterin des Schulamts der Erzdiözese Wien, in der es 128 katholische Schulen gibt: „Wir haben an allen Häusern Zuwächse, wir haben Wartelisten.“

 

Voranmeldungen bis 2022

Einzelne Voranmeldungen reichten bis 2022. Es gebe dieselben Herausforderungen wie für öffentliche Schulen. Aber, so Pinz: „Wir haben natürlich durch das Schulgeld eine Hürde.“ Wiens neuer Stadtschulratspräsident, Heinrich Himmer, sieht dieselbe Qualität in öffentlichen wie in privaten Schulen – und ein Vertrauensproblem, das es zu beheben gelte. (red.).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.03.2017)

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