Schulwarte fehlen: Personalmangel an den Schulen

 (Die Presse)

Die Gewerkschaft klagt über Einsparungen. Die Arbeit sei kaum zu bewältigen, Nachbesetzungen seien langwierig und kompliziert. Die Bundesregierung will mit Postbeamten aushelfen.

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Wien/Beba/APA. Ein AHS-Direktor, der mangels Schulwart morgens Schnee schaufelt, eine Schule mit 900 Schülern, die ohne Sekretär auskommen muss, und Nachbesetzungen, die ein halbes Jahr dauern – so sie denn überhaupt geschehen: Bei der Schulverwaltung liege derzeit vieles im Argen, kritisierte die Gewerkschaft am Freitag bei einer Pressekonferenz. Es herrsche krasser Personalmangel bei all jenen, die in der Schule arbeiten und keine Lehrer sind.

In den vergangenen zehn Jahren seien bereits 800 Planstellen eingespart worden – und das, obwohl die Ausstattung der österreichischen Schulen mit Unterstützungspersonal im internationalen Vergleich „zum Weinen“ sei, so Johann Pauxberger, der in der Gewerkschaft für die Schulverwaltung zuständig ist. Dass nun bei 6500 Mitarbeitern – etwa Schulwarten, Sekretären, Schulpsychologen, Schulinspektoren – bis 2016 weitere 880 Posten eingespart werden sollen, wie laut Stellenplan anvisiert, sei nicht zu machen. Die Arbeit sei kaum zu bewältigen, Nachbesetzungen seien langwierig und kompliziert. Bei vielen Kollegen sei die Grenze der Belastbarkeit längst überschritten: „Viele sind am Rand der Verzweiflung. Die Krankenstände und die Burn-out-Fälle mehren sich.“

Postler als Entlastung

Man sei sich dieses Problems bewusst, heißt es aus Unterrichts- und Beamtenministerium. Demnach soll der akute Bedarf durch den Einsatz von Post- und Telekom-Beamten behoben werden. An einer Vereinbarung werde gearbeitet. Laut Unterrichtsministerium fehlen 2013 rund 200 Personen in der Schulverwaltung, in den Jahren 2014 bis 2016 je 500. Diesen Mehrbedarf habe man beim Finanzministerium bereits deponiert. Zudem soll im Rahmen der Verhandlungen zum neuen Lehrerdienstrecht auch über zusätzliches Personal zur Entlastung der Lehrer gesprochen werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.02.2013)

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65 Kommentare
 
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Gespielter Witz

APA-Meldung: An einem Sketch dieses Inhalts wird bereits fieberhaft gearbeitet. Die Szene wird schon am kommenden Wochenende ins laufende Programm integriert (inkludiert).
Quelle: M. Niavarani, Simpl.

Wenn ich mich an die Schulwarte meiner Schulzeit erinnere,

wird mir klar, wie solche hart arbeitenden Menschen unweigerlich ins Burnout schlittern....


ein Reinigungsdienst

einmal am tag müsste doch genügen.

Postbeamte

Die wahren "Tausendsassa" der Republik, nur im Postdienst unerwünscht ;-)

mit Postbeamten aushelfen???

geht's noch? warum nicht gleich mit abgehalfterten Politikern? Alles so lächerlich in diesem Land!

schulwarte fehlen

dieses kabarett ist unschlagbar.

Arbeit nicht zu bewältigen?

also unser Schulwart bohrt den ganzen Tag in der Nase!
Leider ist das Parteibuch effizienter als seine Putzleistung!
Welche Leistung?:-

Die Schüler könnten ihren Dreck selbst wegräumen...

... sie haben ihn ja auch gemacht! Ich weiss schon, dass das derzeit nicht erlaubt ist, aber warum sollten die Kinder nicht zu Sauberkeit erzogen werden dürfen? Zu Hause müssen sie ja hoffentlich auch ihre gebrauchten Taschentücher, Plastikflaschen, Papierln, angebissenen Brote, Spucke etc. wieder vom Boden aufheben/-wischen und in den Mistkübel werfen. Warum also nicht auch in der Schule - wenn dann noch ein Schüler pro Tag den Mistkübel in den Container entleert - dann bräuchten wir schon fast kein Putzpersonal mehr ;-) .... Ist schon klar, dass das nicht geht - schade eigentlich! Die armen Postler - die werden ihr blaues Wunder erleben, was da so alles im Laufe des Tages am Schulboden landet... ich beneide sie jedenfalls nicht um die neue Aufgabe!

Re: Die Schüler könnten ihren Dreck selbst wegräumen...

Also ich weiß ja nicht in welchem Saustall Sie zur Schule gegangen sind. Aber wenn wir nicht entsorgten Müll am Boden herumliegen hatten, dann geschah folgendes:

Schulwart geht zum Direktor und beschwert sich über Klasse. Direktor geht zum Klassenvorstand. Klassenvorstand geht zu uns und teilt uns mit, dass die Klasse nicht mehr gesäubert wird solange Müll am Boden herumliegt und wir unsere Sesseln nicht hochstellen.

Fin.

PS. Außerdem bräcuhte es für die "Putzstunden" dann erst recht Aufsichtrspersonal für die Klassen. Da kämen dann natürlich wieder nur die Lehrer in Frage und wir hätten unterm Strich das teuerste Putzpersonal überhaupt... ;)

Re: Die Schüler könnten ihren Dreck selbst wegräumen...

Erinnert mich an meine Schulzeit... Wir immer brav Müll getrennt, abends kam die Putzfrau und hat dann alles in einen Container geworfen ;-)

Re: Die Schüler könnten ihren Dreck selbst wegräumen...

Weil Schüler in der Schule lernen und nicht putzen sollen. Sie müssen in Ihrem Büro ja auch nicht putzen.

Re: Re: Die Schüler könnten ihren Dreck selbst wegräumen...

Natürlich sollen die Schüler/innen in der Schule lernen! Unter anderem ist es nicht schlecht, wenn sie auch lernen, den selbst verursachten Dreck richtig zu entsorgen und nicht alles nur auf den Boden zu werfen oder das Tischfach als Jauchengrube zweckzuentfremden.

Re: Re: Re: Die Schüler könnten ihren Dreck selbst wegräumen...

Wer spricht von 'auf den Boden werfen'? Schulwarte sind für die Reinigung zuständig, fürs Schneeschaufeln, fürs Aufwischen et cetera. Es ist nicht Aufgabe der Schüler, die Putzfetzen zu schwingen und aufzuwischen, wenn es zB draußen regnet und deshalb der Boden schmutzig ist. Es ist sich nicht ihre Aufgabe, die Mülltonnen zu entleeren.

Das ist ein Problem des gesamten Bundesdienstes

Es gibt viele Möglichkeiten, die Zahl der öffentlich Bediensteten zu verringern - eine intelligente Variante wäre, die Aufgaben zu verringern und dann die nicht mehr gebrauchten Kräfte anders einzusetzen. Die von Bundeskanzler, Beamtenministerin und dem Rest der Regierung bevorzugte Variante: Man vermehrt die Aufgaben und überlässt es dem Zufall (Pensionierung, Kündigung, Krankheit, Karenz, ...) wo weniger Bedienstete sind.
Das funktioniert sogar - wie jedes überforderte System einige Zeit weiterfunktioniert, bis es zum Kollaps kommt. Frau Hei-Ho und Kollegen hoffen, dass das erst nach der Wahl der Fall ist. Ich glaube das nicht.

Dank

Ich möchte an dieser Stelle meinem Schulwart Herrn "Farbsitz" danken....

Übrigens: Donnerstag ist Fundgrube.

Mangel

Wir schicken das Geld lieber z. b
nach Afganistan

Beamte...

Warum müssen das wieder Beamte sein, warum darf ein Schuldirektor nicht einfach im Rahmen einer Budgetvorgabe einen Angestellten einstellen? Der ist leichter kündbar wenn er nicht funktioniert.

Re: Beamte...

Sind doch zu 90 % Vertragsbedienstete - genau wie schon etwa die Hälfte der Bundeslehrer

hat zwar nicht direkt damit zu tun

aber wenn ich sage, nächste woche beim schikurs habe ich eine woche schiurlaub, dann glauben es die meisten poster hier.

Re: hat zwar nicht direkt damit zu tun

geh' bitte suder nicht über Ski-Kurs. bitte!!

Na geh....

Ist den GÖDlern erst jetzt aufgefallen, dass das Verwaltungspersonal an den Schulen immer weniger wird und der Rest die ganze Arbeit nicht mehr schafft? Haben diese Vertreter die letzten 10 Jahre geschlafen und waren sie nur "lieb, brav und nett"?

übersättigung

ICH LESE HIER NUR BEWUSST DIE SCHLAGZEILE! und habe die lösung der regierung gefunden. sofern die lehrer nicht die 24 std. unterricht annehmen, könnten sie doch bitte zumindest soziale stärke zeigen. 50 oder mehr lehrer werden es doch hoffentlich schaffen, dass sie einander abwechselnd schulwart spielen. das wird doch bitte drin sein, oder?!

Re: übersättigung

Ich verstehe die 11 Minus nicht (16:49). Oder verstehen die keinen Witz mehr?

Re: Re: übersättigung

man kann nach 2 ernst gemeinten antworten auch noch seinem eigenen post antworten, dass es sarkastisch war und dennoch wird es nicht verstanden. nun ja...

aber danke für ihr verständnis in doppelter wortbedeutung.

Re: übersättigung

sarkasmus - deshalb übersättigung

Re: übersättigung

Warum bitte sollen Lehrer Haus Mädchen spielen? Wenn sie Zeit übrig hätten, oder haben, solldn sie sich doch wohl eher um die Schüler kümmern und um deren professionelle Betreuung. Aber nicht Schulwart spielen

 
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