21.05.2013 06:10 Merkliste 0

Fast ein Drittel der Jugendlichen hat Leseschwäche

 (DiePresse.com)

Insgesamt können in Österreich Schätzungen zufolge 15 von 100 Bürgern nur unzureichend lesen, schreiben und rechnen.

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Österreichs Jugendliche liegen nach einer am Donnerstag von der EU-Kommission präsentierten PISA-Studie bei der Leseschwäche mit 27,5 Prozent am unrühmlichen dritten Platz innerhalb der EU-Staaten. Schlechtere Werte gibt es nur für Bulgarien mit 41,0 Prozent und für Rumänien (40,4). EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou sprach von einer "paradoxen Situation". Lesen und Schreiben seien in der digitalisierten Welt wichtiger und relevanter denn je, doch "hält unsere Lese- und Schreibkompetenz mit dieser Entwicklung nicht Schritt".

Es gelte, dringend gegenzusteuern. Investitionen zur Verbesserung solcher Kompetenzen seien wirtschaftlich sinnvoll. Sie schafften konkrete Vorteile für den Einzelnen und die Gesellschaft insgesamt, die sich langfristig gesehen zu Milliardenbeträgen summierten, so Vassiliou. Die EU-Bildungsminister haben sich das gemeinsame Ziel gesetzt, den Anteil der leseschwachen 15jährigen bis 2020 von 20 auf 15 Prozent zu reduzieren.

In Österreich hat sich laut der Studie der Anteil der leseschwachen Jugendlichen seit 2000 dagegen deutlich verschlechtert. Waren es 2000 noch 19,3 Prozent, stieg dieser Anteil 2003 auf 20,7 Prozent, erhöhte sich 2006 auf 21,5 und explodierte bis 2009 auf nunmehr 27,5 Prozent. Von 2006 bis 2009 weist Österreich damit auch mit 6,0 Prozent die stärkste Steigerung unter allen EU-Ländern auf. Die geringste Leseschwäche haben Jugendliche in Finnland mit nur 8,1 Prozent.

15 Prozent können kaum lesen, schreiben, rechnen

Sogenannte funktionale Analphabeten - also erwachsene Menschen, die nur unzureichend lesen, schreiben oder rechnen können, obwohl sie es größtenteil einmal gelernt haben, sind in Österreich laut dem "Netzwerk Alphabetisierung" 15 von 100 Bürgern. Verlässliche statistische Daten zu Analphabetismus in Österreich liegen bisher nicht vor, kritisiert die Generalsekretärin der Österreichischen UNESCO-Kommission, Gabriele Eschig.

"Für eine gezielte Bekämpfung von Basisbildungsdefiziten bei Erwachsenen braucht es aktuelle, verlässliche Daten", betonte sie in einer Aussendung. Für Österreich sollen solche erstmals im Herbst 2013 vorliegen, wenn die Ergebnisse der internationalen OECD-Studie PIAAC (Programm for the International Assessment of Adult Competencies) veröffentlicht werden. In der Studie werden neben Lesen, Schreiben und Rechnen auch die Fähigkeiten im Umgang mit Computern untersucht.

Aus Eschigs Sicht war es bereits "mehr als an der Zeit, dass Österreich sich an einer umfassenden internationalen OECD-Studie beteiligt". Immerhin ließen Ländern wie Deutschland oder die Schweiz ihre Daten schon zum dritten Mal erheben. Eschig betonte, dass die Verbesserung der Basisbildung nicht nur von sozialer und ökonomischer Bedeutung sei. "Sie zielt auch auf ausgewogene, gerechte und inklusive Gesellschaften ab, deren Mitglieder befähigt sind, ihre Potenziale voll auszuschöpfen und am politischen und gesellschaftlichen Leben aktiv teilzunehmen."

Alphabetisierung
Mit dem Weltalphabetisierungstag am Samstag (8. September) weist die UNESCO seit mehr als 40 Jahren auf das Problem mangelnder Basisbildung hin.

(APA)

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73 Kommentare
 
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Gast: gogo
27.10.2012 12:49
0 0

ja und???

hey es ist alles hirnlööös ok

Gast: bergziege
09.09.2012 17:34
1 0

Logische Folge

Wer wundert sich darüber? Es ist das Ergebnis des Lebensstils, der vielen Kindern geboten wird. Eltern, die vor dem Schlafengehen eine Gute Nacht Geschichte vorlesen, mit den Kindern Ausflüge machen und ihnen die Natur zeigen, kurz sie in alle, früher einmal "normalen" Dinge einweihen, werden immer weniger. Fernseher, PC, CD-Player können Elternfürsorge nicht ersetzen.

Gast: Sexy Hexy
09.09.2012 13:45
1 0

Nicht nur jammern, endlich Nägel mit Köpfen machen

Zum tausendsten mal kann man jetzt lesen, das jeder dritte Österreicher nicht ordentlich lesen kann. Was nützt es, wenn man das jedes Jahr wieder und wieder in den Zeitungen schreibt. Warum geht man nicht endlich einen Schritt weiter und schaut welche Faktoren die Ursachen der Schwachstellen aufklären.

Folgende Faktoren bieten sich an:
1. Wo hat sich das Kind während seiner ersten drei Lebensjahre aufgehalten (Familie, Tagesmutter, Krabbelstube, ...)
2. Wo hat sich das Kind zwischen 3 und 6 Jahren aufgehalten (Familie, Kindergarten, Hort).
3. Hat das Kind Geschwister (ältere, jüngere)
4. Welche Volksschule hat das Kind besucht.
5. Von welchen Lehrern wurde das Kind unterrichtet.
6. Wurde das Kind "intergriert" (d.h. aus dem Klassenverband ausgeschlossen)? Besuchte es die Sonderschule?
7. Wurde das Kind am Nachmittag von der Mutter betreut, von einer privaten Betreuung oder im Hort?

Die Lehrer haben viel zu viel Angst, dass ans Tageslichtt kommt, welche Lehrer wirklich gut sind in ihrem Fach. Deshalb werden die Lehrer alles tun um zu verhindern dass es an die Öffentlichkeit dringt, welche Faktoren dazu beitragen, dass die Kinder erfolgreich die Grundkenntnisse (zu denen Lesen gehört) erwerben.

Gast: Abdisu (kein Lehrer)
09.09.2012 12:16
2 0

Die beiden Plätze,

die uns zum letzten fehlen, werden wir dank Frau Schmied, Herrn Platter, Herrn Androsch, Herrn Leitl und anderer Fachkräfte auch noch aufholen.

Gast: OberlehrerXXL
09.09.2012 06:27
4 0

Beweis

Dieses Testergebnis ist wiederum der Beweis für das Versagen der GESAMTSCHULE Volksschule. Wenn wir die Gesamtschule für alle 10-14jährigen einführen, dann werden wir in Zukunft noch viele Analphabeten mehr haben. Denn mit 15 lernt man es auch nicht mehr...

"Aber das Kreuzerl werdens wenigstens noch an der richtigen Stelle machen können."

5 0

bist du ein Pädagoge ..

der von seinen Schülern Leistung einforderst, nicht bereit bist sie nur zu unterhalten , beschäftigen oder zu beaufsichtigen, und den Mut hast, negative Leistungen als solche zu benennen, hast du Probleme. Probleme im Kollegium, Direktion, Behörde, Elternhaus. Also wirst du schnell begreifen, es schwimmt sich leichter mit dem Strom, als dagegen. Am Ende des Monats stimmt der Lohn und auch die Magennerven machen keine Probleme. Salcher schrieb ein neues Buch, er kann noch viele Bücher schreiben. Papier ist geduldig und lesen tun es meist ohnedies nur diejenigen, die Wissen, dass er in Vielem - leider - sehr recht hat.

Antworten Gast: Kleine Hexe
09.09.2012 13:53
0 2

Re: bist du ein Pädagoge ..

Ein paar Tipps:

Benennen Sie nicht die negativen Leistungen, das dämpft nämlich die Motivation. Benennen Sie aber die positiven Leistungen, das spornt an.

Fordern Sie keine Leistung von den Schülern, sondern erbringen Sie selbst als Lehrer gute Leistungen, indem sie einen guten wirkungsvollen Unterricht machen, sodass die Kinder die angeborene Freude am Lernen nicht verlieren.

Sie werdendie Eltern nicht länger als Gegner, sondern als Unterstützer erleben.

Kollegium, Vorgesetzten und Behörden sind ein Problem mit dem alle Arbeitnehmer kämpfen müssen. Wenn man erfolgreicher ist als die anderen, gibt es immer welche, denen keine Gemeinheit zu primitv ist, um den Erfolg anderer schlecht zu reden. Mobbing bleibt nicht aus.

Gast: Maximilian Huber
08.09.2012 00:03
2 0

Die Probleme sind seit je her bekannt

--- und können behoben werden, wenn auch die Eltern sich intensiv in den Lernerfolg der Kinder mit einbringen.
Meine 3 Kinder wurden zuhause von Vater und Mutter im Lehrstoff so "trainiert", dass sie in den Hauptfächern dem geschulten Lehrstoff immer voraus waren und diesen in der Schule nur wiederholten.
Rechnen mit dem Taschenrechner war verboten.
Jeden morgen mußten die Kinder vorm Frühstück Kopfrechnen (bis zur Quadrierung 3-stelliger Zahlen)
Der Erfolg hat sich eingestellt.
Alle Kinder machten ihr Abitur, schlossen ihre Studien an der Uni ab und sind erfolgreich in ihren Berufen.
Noch etwas war von Bedeutung. Bis zur 6. Klasse lagen die Kinder abends bis spätestens 20 Uh zuhause im Bett, außer in den Ferien.


Antworten Gast: Sozialer Antisozialist
09.09.2012 14:03
1 0

Re: Die Probleme sind seit je her bekannt

Danken Sie Gott, dass Sie in der Lage sind, ihren Kindern zu geben, was die Schule nicht geben kann. Hören Sie aber auf, über Eltern die Nase zu rümpfen, die ihrerseits niemals das Glück hatten, von ihren Eltern unterstützt zu werden und die deshalb auch selbst nicht in der Lage sind, ihre Kinder zu unterstützen.
Es ist Aufgabe der Schule, auch den Kindern Bildung zu geben, die in ihrem Elternhaus keine Chance auf Bildung haben. Aber leider versagt die Schule total. Österreich gehört zu den Ländern, die am meisten auf das Elternhaus angewiesen sind, wenn es um Bildung geht.
Wir sollten uns alle zusammen über unser miserables Schulsystem schämen, das zu allem Überfluss auch noch zu den teuersten der Welt zählt.

Re: Re: Die Probleme sind seit je her bekannt

geben ihnen teilweise recht.

1. in ö versagt die schule eindeutig bei schülern, die von zu hause keine unterstützung bekommen.

2. liegt das problem aber jenseits des versagens der schule auch eben den eltern, dieser kinder selbst, für die bildung kein wert an sich ist. den vorwurf muss man auch der gesellschaft machen (wie schnell ist man ein streber?)

beheben lässt sich beides nur durch eine konsequente gute ganztagsbetreuung. und das von einem sehr frühen alter des kindes an.

aber das bringen sie im land der "die mutter gehört zum kind"-fanatiker mal durch....

Gast: asterix der gallier
07.09.2012 21:04
4 0

An solchen Beispielen wird die Leseschwäche der Jugendlichen taxiert:

Aus dem Bereich Lesen:

- Schlechter Geschmack

Wussten Sie, dass 1996 die australische Bevölkerung fast genauso viel Geld für Schokolade ausgegeben hat wie die australische Regierung für internationale Hilfsmaßnahmen? (Leserbrief von Arnold Jago in einer australischen Tageszeitung von 1997)

Beispielaufgabe 5: Was möchte Arnold Jago mit seinem Brief beim Lesen auslösen?

A Schuldgefühle
B Belustigung
C Angst
D Zufriedenheit

Jetzt kann jeder selbst feststellen, ob er die Antwort eindeutig findet.
Soweit zu PISA-Studien ;-)

Gast: Sexy Hexy
07.09.2012 18:58
10 0

Gleichheit für alle

Jetzt haben wir die Mittelschule, wir bekommen die Gesamtschule und die Ganztagsschule und dann haben auch die Eltern endlich keine Gelegenheit mehr mit ihren Kindern zu lernen und dann sind alle gleich dumm und werden endlich die Kreuzerl an der richtigen Stellen machen. Das ist dann gerecht.
Der Prozentsatz der Leseschwachen deckt sich ungefähr mit dem Prozentsatz der Regierungspartei.

Gast: Träumer
07.09.2012 11:25
5 2

mehr Buch und weniger PC

wen wunderts-unsere Jugendlichen können zwar allesamt mit PC und Handy umgehen -sinnerfassend lesen gehört halt nicht dazu
vielleicht sollte man Hirnforscher wie Spitzer ernstnehmen und nicht als weltfremde Spinner abqualifizieren, die den Geist der Zeit nicht erkannt haben und Wirtschaftsschädigend agieren=> es müssen weniger Laptops in die Klassen-sondern mehr Bücher

Gast: Kovac Igor
07.09.2012 09:00
3 0

Nix haben Lese schwache

Ich stemmen huntert Kilo halten in luft und lesen dabei presse von a bis z.

Gast: Gindl W
07.09.2012 08:16
3 0

Dieser glückliche Zustand wird schon in der Operette gepriesen

Das Schreiben und das Lesen, ist nie mein Fach gewesen, ...

Die gesamte Politik würde einem kalt lassen, hätte man eine ordentliche Leseschwäche.

Gast: Aus die Maus
07.09.2012 07:39
6 0

Schwelle überschritten, Toleranz verbraucht

Dafür kennen sie das böse Buch, den Koran, auswendig.

mehr als 7/8 der älteren

haben eine sehschwäche.

Gast: 2Cent
07.09.2012 05:22
7 0

Das wundert mich nicht.

Schule soll ja möglichst wenig kosten. Deswegen wurde in den Volksschulen das Sitzenbleiben praktisch abgeschafft. Die allereinfachsten Basics - Lesen - werden nun einmal in der ersten Klasse gelehrt und gelernt. Wenn ein Kind da den Anschluss verloren hat und dann in die höheren Klassen gesetzt wird, ohne die Defizite je aufgeholt zu haben, dann darf uns nicht wundern, dass die Grundfertigkeiten auch später nicht mehr erlernt werden.

Die Lehrerinnen sollen sich mit immer mehr verhaltenskreativen und nicht deutsch verstehenden Kindern herumschlagen. Für den armen Tropf, der nicht lesen kann bleibt da nicht viel Zeit übrig. Die Lehrerin ist wahrscheinlich froh, wenn er einigermaßen leise ist, und Kinder können unheimlich leise sein, wenn ihnen etwas peinlich ist.

Wir könnten uns die ganzen Sorgen sparen, wenn Kinder wieder Schuljahre wiederholen dürften, wenn sie es brauchen.

Das würde in Summe auch viel weniger Geld kosten als ein halbes Jahrhundert AMS.

Antworten Gast: wiederholendürfen
07.09.2012 17:13
6 0

Re: Das wundert mich nicht.

Sehr gut! Allein- die Direktorin will so etwas nicht hören, und die Stadtschulratspräsidentin ebenfalls nicht, und im Ministerium wird doch die Zukunftschule entworfen. Ehrlichkeit ist schon lange nicht mehr gefragt, auch Transparenz will kein Mensch im System. Keiner der politisch Verantwortlichen hat je Sorge um die Zukunft der Kinder geäußert - es geht bisher immer nur um Parteitaktik. Das heißt im Klartext: Verantwortungslosigkeit unserer Gesellschaft gegenüber!

Antworten Gast: Wunderlich
07.09.2012 11:27
5 0

Re: Das wundert mich nicht.

in der ersten Klasse lernen heute (Beobachtung bei Kindern von Freunden) in Österreich die wenigsten Kinder lesen und schreiben-da werden die Basics gelehrt, wie halte ich einen Stift und bleibe ruhig sitzen, störe nicht.....

Antworten Antworten Gast: 2Cent
08.09.2012 06:54
4 0

Re: Re: Das wundert mich nicht.

Würd auch helfen, wenn's im Bedarfsfall doppelt gemacht werden dürfte.

Mir wär ja lieber ein Kind schließt die Volksschule - ausgestattet mit den entsprechenden Grundfertigkeiten und -fähigkeiten - mit 13 ab, als sie sitzen mit 11 im Gymnasium (die Eignung kriegen sie nämlich trotz ihrer Defizite immer noch locker bescheinigt, zumindest in Wien) und scheitern dort spektakulär.
Kombiniert mit uneinsichtigen Eltern, die darauf bestehen, dass das Kind in der AHS bleibt, kann man so einem Menschenkind sehr eindrucksvoll einbläuen, dass es zu blöd für alles ist und es so für den Rest seines Lebens kaputt machen.
DAS ist das Verbrechen, das täglich an unseren Kindern geschieht.

Gast: ozwickta
06.09.2012 21:32
0 0

off topic,aber hat mit sprache zu tun

schade auch,dass viele wiener nicht mehr wienerisch verstehen-
http://video.vienna.at/vienna/folge3-typisch-wienerisch

Gast: 1. Parteiloser
06.09.2012 20:51
1 10

Das kann doch kein Bürger mehr verstehen!

9 Jahre Unterricht!

Bezahlte 125.000 Lehrpersonen, also 2,2 Lehrpersonen pro Schulklasse!

Und dann kann ein so hoher Anteil kaum lesen, schreiben und rechnen!

Was passiert im Unterricht überhaupt?

Wird an den Schulen noch etwas Brauchbares gelehrt?

Was soll das?

1. Hirnloser............


Re: Das kann doch kein Bürger mehr verstehen!


Wow, wieder so eine tolle Statistik unseres Tieffliegers ...

Antworten Gast: netzwerker5
07.09.2012 17:17
0 2

Re: Das kann doch kein Bürger mehr verstehen!

Schmidt-Neugebauer-Brandsteidl - bitte aufs Podium! Das sind die die politisch Verantwortlichen, die jedenfalls Auskunft geben können müssten, wenn sie es wollen. In Ö. gibt es keine Diskussionskultur - es wird alles hingenommen.

 
12

Eduard 2013

Schlagzeilen Bildung