Neue Standorte: Hochschulen erobern die Mazzesinsel

15.02.2013 | 18:24 |  DANIELA MATHIS (Die Presse)

Neben der Wirtschaftsuniversität Wien übersiedeln auch die Webster University und die Sigmund-Freud-Privatuniversität in die Leopoldstadt. Lokalszene und Wohnungsmarkt freuen sich über die neue Klientel.

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Junge Lokale, intellektuelles Flair, studienfreundliche Infrastruktur: In Stuwerviertel und Prater soll ab Herbst ein neuer Wind wehen. Schon jetzt haben die Preise der frei finanzierten Wohnungen angezogen, „die Nachfrage nach Dachgeschoßausbauten steigt“, berichtet Bezirksvorsteher Gerhard Kubik. „In der Lokalszene herrscht noch Ruhe, aber sicher nicht mehr lange. Da wird sich vieles deutlich ändern.“

 

Verbesserungen für Studenten

Wenn der WU-Campus im Oktober an der Südportalstraße seine neu errichteten Pforten öffnet, werden schließlich rund 24.000 Studenten nicht nur die sechs Gebäude mit fünf Hörsälen und 53 Seminarräumen, Bibliothek, Mensa und vielem mehr auf rund 100.000 m2 Nettonutzfläche beleben, sondern auch das gesamte Umfeld. Derzeit geht an der WU noch alles seinen gewohnten Gang. Das mit der BIG beschlossene Budget – 492 Mio Euro – sowie der Eröffnungstermin können eingehalten werden. Doch die Freude wächst: „Durch den Umzug ergibt sich vor allem eine deutliche Verbesserung der Arbeitsplatzsituation für Studierende“, bloggt Rektor Christoph Badelt. „Jetzt stehen knapp 1000 Arbeitsplätze zur Verfügung, auf dem neuen Campus 3000.“

In unmittelbarer Nachbarschaft erfolgt Ende März der Spatenstich für den neuen Campus der Sigmund-Freud-Universität (SFU), die Eröffnung folgt im Frühling 2015. Neben den Fakultäten, Instituten und der Lehrinfrastruktur werden auch die neue psychotherapeutisch/psychologische Ambulanz für rund 2000 Klienten sowie ein Studentenheim auf dem Campus Platz finden.

Weiter stadteinwärts, dafür schon im Herbst 2014, wird die Webster University einziehen: in das Palais Wenkheim, Praterstraße 23. Der klassizistische Bau aus dem Jahr 1826 soll in Zukunft mehr Platz, Flair und technische Ausstattung für rund 1000 Studenten bieten. Auch der zentrale Standort wird begrüßt – befindet man sich doch jetzt im 22. Bezirk etwas weit ab vom Schuss. „Mit der Unterzeichnung des Mietvertrags mit der Uniqua Group hat die fünfjährige Standortsuche ein erfolgreiches Ende gefunden“, freut sich Direktor Arthur Hirsh. In den kommenden 18 Monaten werden die rund 5000 Quadratmeter adaptiert und renoviert. Auch Bezirksvorsteher Kubik erhofft sich zahlreiche positive Effekte: „Ich freue mich sehr.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.02.2013)

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3 Kommentare

Scheusalbahnhof

Und der Praterbahnhof passt dazu wie die Faust aufs Aug'!

Re: Scheusalbahnhof

wovon er wohl spricht? falls der bahnhof wien praterstern gemeint ist, war er da in den letzten ein zwei jahren schon einmal?

Re: Re: Scheusalbahnhof

Der bekannte und zuständige Architekt äußerte, die Verantwortung "...sei ihm entglitten..." Wer involviert war/ist, weiß, was hier nach typischer Wiener Art gespielt wurde und welche weit überzahlten und schwer korrigierbaren Bausünden hier brachial begangen wurden und auf den ersten Blick erkennbar sind. Und: ja, ich kenne den Bahnhof Wien Praterstern recht gut.

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