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Uni-Gebühr: Studenten protestieren, Koalition streitet

18.10.2011 | 18:27 |   (DiePresse.com)

Die SPÖ attackiert Töchterle nach seinem Gutachten. Uni-Rektoren fordern Klarheit über die rechtliche Lage. Mehrere hundert Studierende marschieren von der Uni Wien in Richtung Wissenschaftsministerium.

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Wien/Beba/Thea/J.N./Ala/Ib. Ein schrilles Pfeifkonzert schallt über die Wiener Ringstraße. Mehrere hundert Studierende marschieren am Dienstagnachmittag von der Uni Wien in Richtung Wissenschaftsministerium. In den Händen halten sie bunte Luftballons, auf die sie unterschiedlichste Eurobeträge gekritzelt haben. „Töchterle ermöglicht unbegrenzte Studiengebühren" prangt auf einem Transparent. „Nicht mit uns!". Während Unis in ganz Österreich Vollversammlungen abhielten, gingen die Wiener Studenten am Dienstag auf die Straße. Die Kundgebung, die ursprünglich als Warnsignal vor der heutigen Budgetrede im Parlament gedacht war, geriet zu einem spontanen Protest gegen Studiengebühren, nachdem Uni-Minister Karlheinz Töchterle (ÖVP) am Montag ein brisantes Gutachten präsentierte: Demnach können die Unis ab März nach Gutdünken Gebühren einheben, wenn sich die Koalition nicht bis Ende Februar auf eine neue Regelung zu den Studiengebühren einigt.

Das Gutachten löst nicht nur neue Studentenproteste aus, sondern auch einen neuen Koalitionsstreit, das zeigt allein das Wording: Von „Drohgebärden" und „politischer Eskalationsstrategie" sprach die SPÖ am Dienstag. Auch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ), ansonsten für einen versöhnlichen Ton bekannt, attackiert ihren Spiegelminister überraschend heftig: Sie verwehre sich gegen „irgendwelche diktatorischen Ultimaten". Die SPÖ bleibe jedenfalls bei ihrem Nein zu Studiengebühren. Wenn man die Autonomie der Unis so auslege, wie das in dem Gutachten passiere, gehe das für ihr Rechtsempfinden zu weit, sagte die Ministerin. Und überhaupt: Das „Auftragsgutachten", das der Wiener Verfassungsrechtler Heinz Mayer für das Uni-Ministerium erstellte, müsse ohnehin erst geprüft werden.

Studentenprotest: ''Bildung in Nöten - her mit den Kröten''

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Ein Vorwurf, den Töchterle „sanft ausgedrückt, erstaunlich und merkwürdig" findet: Mayer sei ein hoch angesehener Verfassungsexperte und „der beste Kenner der Materie". Töchterle sieht „keine Möglichkeit, dem Gutachten zu widersprechen". Er appellierte erneut an die SPÖ, seinem Studiengebührenmodell zuzustimmen: „Ich will darauf hinweisen, dass das Modell, das ich vorlege, verhindern kann, dass wir hier künftig in einem ziemlich gesetzesfreien Raum leben", sagte Töchterle. Die SPÖ hatte allerdings bereits zuvor klargemacht, dass sie sich nicht vorstellen könne, auf sein Modell einzugehen. Sie wünsche sich vom Regierungspartner, die Energie stattdessen in konstruktive gemeinsame Lösungen zu stecken, sagt etwa Schmied. Konkret: das vom Verfassungsgerichtshof gekippte Gesetz zu reparieren - eine Möglichkeit, die Wissenschaftsminister Töchterle wiederholt vehement abgelehnt hat.

Rektoren wollen rechtliche Klarheit

Unter den Rektoren, die möglicherweise bald selbst Gebühren einheben dürfen, gehen die Meinungen auseinander. Während manche wie Uni-Wien-Rektor Heinz Engl die neue Dynamik begrüßen („Das Gutachten wird den Meinungsbildungsprozess vorantreiben."), ist etwa Angewandte-Chef Gerald Bast verärgert: „Ich bin fassungslos über die Art, wie sich die Regierung immer mehr von der Bildungspolitik verabschiedet", kritisierte er. Es brauche schleunigst eine politische Lösung. Darin sind sich die Rektoren einig. Regierung und Parlament seien nun gefordert, sagte Heinrich Schmidinger, Rektor der Uni Salzburg und Chef der Universitätenkonferenz, zur „Presse". „Diese haben sich bisher vorbehalten, die Frage der Studienbeiträge zu lösen", kritisierte Schmidinger. Unisono fordern die Rektoren vor allem eines: rechtliche Klarheit. „Wenn wir Maßnahmen in diesem mehr als heiklen Bereich setzen wollen, brauchen wir Rechtssicherheit", so Schmidinger. Diese werde durch „diese eine Rechtsmeinung" von Mayer nicht hergestellt. Schmidinger, der sich mehrfach für „sozialverträgliche Studienbeiträge" ausgesprochen hat, stellt allerdings eines klar: „Egal, wie die Studienbeiträge finanziert werden - wie bisher durch Ersatz seitens des Bundes oder allenfalls künftig durch Einhebung seitens der Universitäten -, wir können auf diese Einnahmen unmöglich verzichten." Bei manchen Unis machten diese bis zu zehn Prozent des Budgets aus.

Hätten sie rechtliche Sicherheit, würden einige Rektoren jedenfalls nicht zögern, Gebühren einzuführen. „Sollte es im März so weit sein, dann würden wir uns mit Hochschülerschaft und dem Senat zusammensetzen, um die Gebühren im Sommersemester einführen zu können", sagte etwa der neue TU-Graz-Rektor Harald Kainz. Vorstellbar sei für ihn eine Höhe von 500 Euro pro Semester. Auch Wolfgang Schütz, Rektor der Med-Uni Wien will Studiengebühren gegebenenfalls in Form eines Stufenmodells einführen. Ist die autonome Einhebung von Gebühren rechtlich gesichert, steht auch der Rektor der Wiener Wirtschafts-Uni, Christoph Badelt, der Idee positiv gegenüber. Mit einer Einschränkung allerdings, die auch alle anderen Rektoren teilen: „Wenn Studiengebühren kommen, muss sichergestellt werden, dass es kein geringeres staatliches Budget für die Unis gibt", so Badelt. Ob das in Erfüllung geht, wird mit der heutigen Budgetrede im Parlament klarer werden.

Studiengebühren
Die Studiengebühren wurden im Jahr 2008 mit den Stimmen von SPÖ, FPÖ und Grünen de facto abgeschafft. Gebührenbefreit sind Inländer und EU-Bürger, die innerhalb der Mindeststudiendauer plus zwei Toleranzsemester studieren. Wer länger braucht, muss 363,36 Euro pro Semester zahlen. Diese Regelung erklärte der Verfassungsgerichtshof im vergangenen Juni für rechtswidrig. Die Begründung: Das Gesetz regle nicht präzise genug, wann Studienbeiträge zu bezahlen sind und wann nicht. Denn laut Gesetz müssen Studenten nicht zahlen, solange die Studienzeit pro Studienabschnitt um nicht mehr als zwei Semester überschritten wird. Die für die Regelung herangezogenen Studienabschnitte seien aufgrund des Bologna-Prozesses und der dadurch erfolgten Umstellung der Studien auf ein Bachelor- und Mastersystem ein Auslaufmodell. Bis Ende Februar hat die Regierung nun Zeit, um eine Neuregelung zu beschließen. Falls es keine Einigung geben sollte, dürfen die Unis autonom über die Gebühren bestimmen. Das besagt zumindest das Töchterle-Gutachten.

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189 Kommentare
 
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Gast: Studentin
19.10.2011 19:54
4 1

wenn einem der Staat im Stich lässt,...

Falls es unvermeidbar wird Studiengebühren einzuführen fordere ich folgendes: nicht nur sozial gestaffelte Gebühren, sondern eine ORDENTLICHE Reform unseres Studienbeihilfensystems!

Ich falle leider unter diejenigen, die keine Studienbeihilfe beziehen weil meine Eltern zu viel verdienen. Gut und schön; dass meine Eltern aber verschuldet sind und selbst kaum mit ihren Rechnungen klar kommen, interessiert niemanden! Mir wurde geraten, sie auf Unterhalt zu verklagen, was aber nichts bringen würde (abgesehen davon dass das ja wohl ein unverschämter Vorschlag ist!) denn woher sollen sie das Geld bitte nehmen??? Wenn sies hätten, würden sie es mir geben, es ist ja nicht so, dass ihr Geld für Autos, Urlaub und Kleidung ausgeben!

Ich gehe nebenbei arbeiten, und trotzdem reicht es gerademal zum Leben! Würden Studiengebühren kommen, wäre ich dann nicht davon befreit, WEIL: keine Studienbeihilfenbezieherin & Einkommen der Eltern zu hoch!

Sollen die Studenten darunter leiden was die Eltern mit ihrem Geld machen/ in der Vergangenheit gemacht haben???

Sollten Studiengebühren kommen würde das für mich bedeuten, dass ich mein Studium abbrechen beziehungsweise neben einem 30-35 Stunden Job weiterführen müsste. Und das wäre bei meinem Studium fast unmöglich, es ist jetzt schon schwer genug!

So kann ich nur nein zu Studiengebühren sagen, und ich bin sicher nicht die einzige in so einer Situation!

Antworten Gast: Delta
20.10.2011 09:31
0 2

Re: wenn einem der Staat im Stich lässt,...

Ich finde die Gebühren sollten nicht sozial gestaffelt sein, sondern nach "Scheinen" abgerechnet werden. Die UNI's würden dann nur Geld für tatsächlich erbrachte Leistungen und nicht pauschal bekommen.

Auch finde ich den Ansatz problematisch, den Eltern die finanz. Ausgaben vorzuwerfen.
Es kann nun wirklich keinen "Anspruch" in diese Richtung geben - auch Eltern haben Träume und Wünsche.

Antworten Antworten Florianus
22.10.2011 12:27
0 0

Re: Re: wenn einem der Staat im Stich lässt,...

Diesen Vorschlag gab es bereits einmal, aber bei genauer Betrachtung ist dieser Ansatz leistungsfeindlich und zwar deswegen, weil man dann pro Semester höhere Kosten hat, wenn man mehr auf einmal machen möchte. Vor allem würden sich dann viele Studenten (je nach Anmeldesystem unterschiedlich) "zur Sicherheit" nur für Lehrveranstaltungen anmelden, die sie locker schaffen können. Können Sie meine Befürchtung nachvollziehen?

Antworten Antworten Antworten Gast: Delta
22.10.2011 19:11
0 0

Re: Re: Re: wenn einem der Staat im Stich lässt,...

Diese Gefahr besteht - da bin ich Ihrer Meinung.

Ich habe aber Sorge, dass sich die UNIs nicht unbedingt bemühen werden eine größere Nachfrage bei div Veranstaltungen zu berücksichtigen - Sie würden ja "pauschal" bezahlt, egal ob und wie viele Kurse der einzelnen Student "bekommt". Somit ist der Anreiz viele "Köpfe" zu nehmen hoch - der für Qualität im eigenen Angebot niedrig.

Ich möchte nicht nur auf einer Seite mehr Leistung (bei den Studenten) einfordern sondern auch die andere Seite (bei den UNIs). Die UNIs haben Potenzial zur Verbesserung, was Kursanzahl, Betreuung, Veranstaltungstermine usw. betrifft.

"Sollen die Studenten darunter leiden was die Eltern mit ihrem Geld machen/ in der Vergangenheit gemacht haben???"

Aha. Der Staat ist jetzt also auch schon für die innerfamiliäre Finanzgebarung zuständig. Gehen's nach Nordkorea, da ist alles staatlich.

Antworten Antworten Gast: Studentin
20.10.2011 10:13
4 0

Re: "Sollen die Studenten darunter leiden was die Eltern mit ihrem Geld machen/ in der Vergangenheit gemacht haben???"

Nein es geht hier bloß darum dass jeder die Möglichkeit bekommen sollte studieren zu können; ich rede von der Verbesserung des Beihilfensystems und nicht über innerfamiliäre Probleme.

Die sagen auch nicht zu armen Familien "Hättets euch halt einen gscheiteren Job gsucht dann könnten eure Kinder studieren" also was soll dieser Kommentar?
Es geht nicht um die Familie sondern um die Studenten die alles ausbaden müssen.

0 0

Re: Re: "Sollen die Studenten darunter leiden was die Eltern mit ihrem Geld machen/ in der Vergangenheit gemacht haben???"

Deshalb sollte das Einkommen der Eltern oder sonstiger Familienangehöriger auch nicht ausschlaggebend sein für ein Stipendium.
Ebenso sollte das Alter des Studierenden kein Kriterium sein.

Man sollte das Einkommen des Studierenden dafür heranziehen und seine realen Ausgaben berücksichtigen und so die Höhe der Studienbehilfe bzw. den Erlass der Studiengebühren festlegen.

Alles andere ist einfach unfair!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Delta
22.10.2011 17:31
0 0

Re: Re: Re: "Sollen die Studenten darunter leiden was die Eltern mit ihrem Geld machen/ in der Vergangenheit gemacht haben???"

Das Alter muss durchaus eine Rolle spielen. Ein Studium kosten (derzeit den Staat) eine schöne Summe.

Wenn es keine realistische Möglichkeit gibt, dass diese Aufwendungen in Form eines erhöhten Steueraufkommens zurückgezahlt werden, dann darf es für solche Leute keine Unterstützung aus dem Steuertopf der Volkswirtschaft geben.


0 0

Re: Re: Re: Re: "Sollen die Studenten darunter leiden was die Eltern mit ihrem Geld machen/ in der Vergangenheit gemacht haben???"

Warum sollte das Alter eine Rolle spielen? Nur weil man älter ist, hat man nicht notwenigerweise ein höheres Einkommen. Immerhin kann man als Student nur teilzeit arbeiten - es sei denn, man studiert an einer FH, die berufsbegleitende Studien anbietet. Die sind aber in der Minderheit.

Man muss außerdem zwischen Hobbystudenten, also Menschen in der Pension, die als Hobby studieren und Menschen, die das aus beruflicher Weiterqualifizierung machen, unterscheiden.
Derzeit ist es so, dass man ab 35 kein Selbsterhalterstipendium bekommt, unabhängig davon, wieviele Jahre lang man vor dem Studium gearbeitet hat.

Wenn nun jemand arbeitslos wird und in seinem Beruf keinen Job findet, dann ist es doch gut, wenn er sich weiterqualifiziert! Immerhin steht man nach dem Studium noch einige Zeit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Das Pensionsalter wird immer weiter erhöht und die Zeit des Arbeitens immer länger. Man kann aber nur dann am Arbeitsmarkt reale Chancen haben, wenn man sich ständig weiterqualifiziert.

Das AMS fördert alle möglichen Kurse für Arbeitslose, ebenfalls gibt es in Wien das WAFF für Berufstätige. Wieso kann man ein Studium nicht auch fördern?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Delta
22.10.2011 19:15
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: "Sollen die Studenten darunter leiden was die Eltern mit ihrem Geld machen/ in der Vergangenheit gemacht haben???"

Ich bin nicht grundsätzlich dagegen ein Studium zu fördern. Ich sage nur, dass es ab einem gewissen Alter einfach keinen Sinn mehr macht, weil die Kosten nicht mehr reinkommen.

Über die Altergrenze (35) kann (sollte) man Berechnungen anstellen.
Es macht aber sicher keinen Sinn jemand der zb 48 ist für 4-6 Jahre an der UNI zu "parken" nur damit er nicht in der AMS-Statistik auftaucht und dann mit 52-54 wieder keinen Job bekommt.

Florianus
19.10.2011 19:31
1 2

Nachgelagerte Gebühren

Was würde gegen nachgelagerte Gebühren sprechen?

Bsp.: Jemand hat 10 Semester studiert, sobald er zB €2500,00 brutto verdient muss er monatlich einen gewissen Betrag zahlen, bis die gesamten Gebühren für die 10 Semester bezahlt sind!

Somit wären die Gebühren keine soziale Hürde mehr!

Antworten Gast: Delta
20.10.2011 07:51
0 2

Re: Nachgelagerte Gebühren

Ein Ansatz den man entwickeln kann.

Problem sehe ich bei denen die nach dem Studium in Ausland gehen. Weiters gibt's genug Abgänger die diese € 2.500,00 lange nicht verdienen werden.

Antworten Antworten Florianus
20.10.2011 12:05
0 2

Re: Re: Nachgelagerte Gebühren

Da müsste man sich das Modell in Dänemark ansehen, irgendwie bekommt man das sicher in den Griff.

Die Grenze ab der man dann zahlen muss, ist kann man diskutieren, aber man kann ja ohne weiteres Zinsen verlangen, also wird jeder versuchen, schnell alles zurückzubezahlen.

Mir geht es wie gesagt darum, dass die Gebühren dann mit 100prozentiger Sicherheit keine soziale Hürde darstellen und sich jeder seine Gebühren selber bezahlt. Somit hängt es nicht mehr davon ab, ob die Eltern kräftig sponsern ....

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Re: Re: Re: Nachgelagerte Gebühren

Eben, in Dänemark funktioniert das ja auch, da bekommt jeder Studierende außerdem 600 EUR Grundsicherung.

Zinsen würde ich allerdings keine verlangen oder nur minimal, also 1%. Es gibt ja auch Wohnbauförderungsdarlehen, die mit 1% verzinst sind. Warum sollten also die Studierenden für ihre Bildung, die ja ebenso ein Bedürfnis ist wie wohnen, schlechter gestellt sein?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Delta
22.10.2011 17:41
0 0

Re: Re: Re: Re: Nachgelagerte Gebühren

Das DK System kenne ich in den Einzelheiten zu wenig.

Jedoch was die Wohnbauförderungsdarlehen betrifft sind Sie im Irrtum - es handelt sich um Zinszuschüsse die alle 5 Jahre spürbar erhöht werden. Bis am Ende der gesamte Betrag getilgt ist.

Siehe auch:

http://www.innviertler-bauherr.at/finanzen/landgeld-oberoesterreich-wohnbaufoerderung.html

Ist aber in jedem Bundesland anders geregelt.

Somit könnte man auch das Studium über einem geförderten Kredit - sagen wir mit 100 TEUR finanzieren, die müssten dann mit Zinsen getilgt werden - das wäre sicher eine faire Lösung.

Aktuell muss sich ja niemand Gedanken machen, was sein Abschluss wert ist – allein die Vorschau in Zukunft „kann ich dann mit meinem Einkommen tilgen?“ würde viel bringen.

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Re: Re: Re: Re: Re: Nachgelagerte Gebühren

Sie haben Recht - ich habe die Förderung mit dem Eigenmittelersatzdarlehen verwechselt - sorry!

http://www.wien.gv.at/wohnen/wohnbaufoerderung/landesdarlehen/

Ich hab jetzt nur für Wien die Infos bei der Hand - es kann sein, dass es diese Möglichkeit nur in Wien gibt.

Zur Situation in Dänemark:

http://de.wikipedia.org/wiki/Studiengeb%C3%BChr#D.C3.A4nemark

Das mit dem Darlehen ist schwierig - man weiß ja nie, was später mal kommt. Es kann durchaus passieren, dass man keinen adäquat bezahlten Job bekommt, krank wird, einen Unfall hat etc. Man weiß nie, wie sich die Wirtschaft entwickelt. Mir hat man auch gesagt, Chemie und Genetik sind DIE Berufe der Zukunft und im Endeffekt habe ich keinen Job damit gefunden und mache jetzt ganz was anderes. Ich hatte Glück und bin flexibel genug, aber das muss ja nicht auf jeden zutreffen. Vor allem musste ich mir die Umorientierung auch selbst beibringen, weil ich einfach das Geld für teure Weiterbildungen einfach nicht hatte und mir das AMS nur Bewerbungskurse genehmigt hat.

Deshalb finde ich schon, dass die Rückzahlung dieses Darlehens an das Einkommen gekoppelt sein sollte. Wie gesagt: ich habe grundsätzlich kein Problem damit, etwas beizutragen. Aber nur, wenn ich es mir auch leisten kann und zuvor alle Rechnungen bezahlt sind.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Delta
22.10.2011 19:23
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Nachgelagerte Gebühren

Ok das schaut natürlich in Wien wieder anders aus als in OÖ.

Entwicklungen vorherzusagen ist natürlich ein Problem - keine Frage.
Wobei es auch Studien gibt, wo im Vorfeld "relativ klar" ist, dass es sehr schwierig wird.

Der Rückzahlungsbeginn könnte durchaus an die Einkommenshöhe gebunden sein (2.000 - 3.000 brutto evt nach Beruf unterschiedlich), die Zinsen würden aber dann weiterlaufen, was uU auch problematisch wird.

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Ihr habt doch alle keine Ahnung.

Gelaaber ohne Ende, von Leuten, die noch nie eine Uni gesehen haben und nicht wollen, das jemand schlauer ist.
Selber zu faul für ein Studium und so tun als wäre das eine Freizeitbeschäftigung. Geht mal Medizin studieren und hakelts nebenbei 20 Stunden die Woche, oder gehts überhaupt mal was hakeln!

Antworten Gast: Delta
19.10.2011 19:27
1 6

Re: Ihr habt doch alle keine Ahnung.

Bei Gelaaber sind Sie offenkundig fit.

Die Gruppe der Ärzte hat bisher noch jede Gesundheitsreform nach Kräften blockiert. Angeblich ist sogar die Kontrolle eines Fotos auf der E-Card zu viel Verwaltungsaufwand!

Die Freiberufler aus der Medizin haben "Steuergestaltungsmöglichkeiten" ohne Ende.
Da kann man ruhig viel mehr für's Studium nehmen!

Schlauer darf gern jeder werden, genauso wie jeder dazu seinen finanziellen Beitrag leisten darf. Wenn's durch den Wissenzuwachs wieder reinkommt ist eh alles ok und wenn nicht - Hobbies sind Privatsache!

1 1

Re: Re: Ihr habt doch alle keine Ahnung.

"Gähn"

Antworten Antworten Antworten Gast: Delta
20.10.2011 06:38
0 6

Re: Re: Re: Ihr habt doch alle keine Ahnung.

Substanzlos wie erwartet.

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Re: Re: Re: Re: Ihr habt doch alle keine Ahnung.

Hier gehts um Studiengebühren und sie schreiben einen Firlefanz von bösen Ärzten, die Gesundheitsreformen blockieren - das macht müde und zeigt ihre generelle Unkenntnis. Also was soll man einem Unbelehrbaren wie ihnen noch schreiben? Am besten nichts.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Delta
20.10.2011 14:47
0 4

Re: Re: Re: Re: Re: Ihr habt doch alle keine Ahnung.

Das Beispiel Medizin kam von Ihnen - nicht mein Problem wenn Sie auf dem Feld Ihrer Wahl nicht ordentlich aufgestellt sind. Aus diesem Glashaus noch mit Steinen werfen zu wollen zeigt Ihre Realitätsferne.

Studiengebühren sind gut, wichtig und richtig! Dagegen sind nur Leute die sich einen Vorteil von der Allgemeinheit, den Eltern und jedem Anderen verschaffen wollen - Hauptsache selbst möglichst wenig bringen!

Erzählen Sie mir gefälligst nichts von Unkenntnis – ich habe neben einem Fulltimejob studiert und hatte keinerlei Unterstützung vom Staat oder den Eltern! Bei ordentlicher Einteilung, ist es zu schaffen.

Wer natürlich auf jeder Party abfeiern will, für den wird’s eng und das empfinde ich nicht als Nachteil.


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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Ihr habt doch alle keine Ahnung.

Abgesehen davon, das Sie niemand zu einer Party eingeladen hat, würde mich interessieren, wie man bei einem Fulltimejob zu Vorlesungen geht (es sei denn, sie arbeiteten Nachts und das man ihr getrolle ernst nimmt...).
Was ich ihnen bereits schrieb, ging darum, das es als Medizinstudent mit Nebenjob nicht leicht ist, sich sein Studium zu finanzieren und dann noch Studiengebühren zahlen zu müssen - was dies mit Gesundheitsreformen zu tun hat, da muss ich weiterhin passen und ihnen empfehlen, beim Thema zu bleiben, falls ihre geringe Intelligenz damit nicht überstrapaziert ist.
Ihre Studienbedingungen würden mich sehr interessieren. Was und wann haben sie studiert, wo haben sie gewohnt?
Ich glaube sie sind ein Bildungsferner Troll mit Vp-Anstrich, welcher NIEMALS studiert hat und sich gerne in Foren wichtig macht - Insofern haltens es zam, wenns keine Ahnung haben.

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21.10.2011 07:21
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Ihr habt doch alle keine Ahnung.

Leute mit anderer Meinung sind also entweder Trolle oder werden als Nichtakademiker runtergemacht. Der Spruch vom Halbgott in weiß kommt eben nicht ganz von ungefähr (ich entschuldige mich bei allen "normal" geblieben ausdrücklich - sie hat's ja offenbar eh noch nicht in den Kittel geschafft!).

Mit einem solch tollen Verhalten bleibt für die Patienten nur zu hoffen, dass Sie in Ö niemals praktizieren und wenn dann in Bereichen wo die Patienten nicht mehr leiden müssen - Pathologie.

Studiert habe ich im Abschnitt 1 ohne und im Abschnitt 2 mit Studiengebühren. Vorlesungen gab es am Abend, am Freitagnachmittag und teilw auch an Wochenenden. Alles was da nicht angeboten wurde habe ich im Rahmen von Zeitausgleich unter Tags besucht und dann eben in der Nacht gearbeitet (Ja man kann auch arbeiten wenn die Sonne nicht scheint - außer die Partys sind wichtiger).

Das Sie nicht in der Lage sind Ihren Ablauf zu organisieren, ist wirklich allein Ihr Problem - arbeiten Sie daran (ups da ist das böse Wort Arbeit).

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Ihr habt doch alle keine Ahnung.

Da würd mich gleich auch noch interessieren, was Sie da angeblich studiert haben - Vorlesungen am WE und Abends hört sich ja spannend an, wie das?
- "Normal" sind ja Vorlesungen unter Tags und unter der Woche...
Deshalb müssen die meisten Studenten auch am WE und Nachts arbeiten, also an der meiner Uni ginge das schlicht nicht. Auch ist Medizin nicht gerade ein "Party-Studium", entgegen ihren beschränkten Vorstellungen.
Auf deutsch, ich glaub ihnen gar nichts, was Sie gemacht haben ist höchstwahrscheinlich Abendmatura und das war wohl sehr anstrengend für Sie, deshalb setzen Sie es mit einem Studium gleich. Sie sind durchschaut Bildungsfeind.

 
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