Psychologie-Institute wollen Studentenzahl reduzieren

Weil ein massiver Ausbau ausbleibt, fordern alle fünf Psychologie-Institute erweiterte Auswahlverfahren. Sonst könnten Studenten nicht für ihre Aufgaben in der Gesellschaft gerüstet werden.

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(c) APA/BARBARA GINDL (BARBARA GINDL)

Der Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Psychologie und die Leitungen der Psychologie-Institute haben am Dienstag einen Appell an die Rektorate der fünf Unis mit Psychologiestudium (Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt) gerichtet, die Qualität der Lehre im Psychologiestudium zu sichern. Zentrale Voraussetzung sei ein adäquates Verhältnis zwischen Studenten und Lehrenden. Da ein massiver Ausbau von Personal, Räumen etc. an den universitären Psychologie-Instituten "offensichtlich nicht realisierbar" sei, "bleibt offensichtlich nur der andere Weg: Die Reduzierung der Studierendenzahlen", heißt es in der Stellungnahme.

Diese Reduktion sei "natürlich nur in Kombination mit transparenten, am Anforderungsprofil orientierten Auswahlverfahren" denkbar. Einige Unis hätten bereits mit Unterstützung der Rektorate "Maßnahmen in die richtige Richtung" setzen können, an anderen sei den Entscheidungsträgern die Qualität des Psychologiestudiums indes "offensichtlich nicht wichtig". So seien an einigen Standorten die Teilnehmerzahl für Seminare reduziert worden, "während sie an anderen zum Schaden der Studierenden drastisch nach oben gehen".

Es müssten daher an allen Unis, die ein Psychologiestudium anbieten, "entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung im Studium gesetzt werden", heißt es in dem von der Bildungspsychologin und Präsidentin der Gesellschaft für Psychologie Christiane Spiel unterzeichneten Schreiben. "Denn nur damit ist gewährleistet, dass PsychologInnen für ihre verantwortungsvollen Aufgaben in der Gesellschaft gerüstet sind."

(APA)

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