Einmal Ben Bernanke sein (und Geld aus dem Hubschrauber abwerfen)

23.07.2013 16:06 |  von Nikolaus Jilch

Wieder ein Beweis für den pädagogischen Wert von Computerspielen.

Nochmal Ben Bernanke!

Heli-BenHeli-Ben 

 

Diesmal kommt er aber in etwas abgewandelter Form daher. Das WSJ gönnt uns mit "The Federator" das bisher sicherlich beste (weil einzige) Flash-Browser-Spiel zum Thema Quantitative Easing (sprich "Gelddrucken"). Der Spieler schlüpft in die Rolle von "The Bernank", dem König der Märkte. Mithilfe der Leertaste muss die "Geldpolitik" so gesteuert werden, dass sowohl Wirtschaftswachstum, als auch Inflation und Arbeitslosigkeit unter Kontrolle bleiben.

Gerade heute wollte ich einen Beitrag darüber schreiben, wie vollkommen wahnsinnig es ist, Geldpolitik an der Arbeitslosenquote festzumachen. Weil die Quote (nach der Inflationsrate) zu den am stärksten manipulierten statistischen Zahlen überhaupt gehört - aber vor allem, weil das impliziert, man könne durch Inflation Jobs schaffen. Eine lustige Idee.

Das Spiel hat dieses Argument wohl vorweggenommen. Aber sehen Sie selbst - ich habe nämlich die Vermutung, dass es beim Quantitative-Easing-Spiel keine Gewinner gibt. Im Browser und im echten Leben.

Hier geht es zum Spiel...

 

(h/t @floriangossy)

 

PS: Man kann doch gewinnen. Wie realistisch das ist, lässt sich aber noch nicht abschätzen.

6 Kommentare

Ben's Hubschrauber

Hallo,

das interessante ist doch das (ewige) Rätsel der menschlichen Preisfindung.

Gesetzt den Fall es gäbe tatsächlich diesen Hubschrauber und jeder würde 1000€ bekommen. Wann und wie würden sich welche Preise verändern?
Gruß, AD

Wenn mich nicht alles täuscht sagte Bernake , um Deflation zu verhindern , schmeißt er lieber Geld vom Hubschrauber ab.


In Wirklichkeit schmeißen die Amis Geld von Bomber ab.
Nach dem Irak-Krieg haben die Amis palettenweise Dollarscheine ins Land (Irak) gebracht.
Da hat die Fed beim Gelddrucken wohl Überstunden machen müssen.

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Blogfolge über Goldverbot?

Am 15. Juli hat der Autor für die nächste Folge einen Beitrag zum Thema Goldverbot angekündigt.
Ich bin sicher nicht der einzige, der schon gespannt darauf wartet.

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Re: Blogfolge über Goldverbot?

Auf den Beitrag warte ich auch.

Re: Re: Blogfolge über Goldverbot?

Bitte um Geduld, der Beitrag kommt bestimmt! MfG NJ

Re: Re: Re: Blogfolge über Goldverbot?

vielleicht ein paar Gedanken zu Ihrem geplanten Goldverbot:
Es macht keinen Sinn, denn es ist viel besser, die Leute jeden Tag arbeiten gehen zu lassen, damit die Arbeitsdrohnen ihr Gold behalten dürfen. So zu lesen bei "DiePresse":
http://diepresse.com/home/meingeld/verbraucher/1432785/Millionaerssteuer-traefe-nicht-nur-Reiche?_vl_backlink=/home/meingeld/index.do

Vermögenssteuer auf Gold gibt es bereits, so z.B. auch in der Schweiz. Und in Deutschland gem. neuester Planung des DIW ebenfalls vorgeschlagen.
Gruß, AD

Der Autor

  • Nikolaus Jilch
    ist seit 2011 Economist-Redakteur der "Presse"; berichtet über Geld, Gold, Zentralbanken und von den Fronten des internationalen Währungskrieges.



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  • Der Inhalt von Blogbeiträgen spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider und entspricht nicht zwangsläufig der Meinung der "Presse".

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