24.05.2012 05:58 | Meine Presse Merkliste 0

Wie Yoga Ihren Körper ruinieren kann

21.01.2012 | 18:14 |  von William J. Broad (Die Presse)

Yoga gilt als wahrer Segen für die Menschheit: Mittel zur Entspannung, Jungbrunnen und Antwort auf Gesundheitsprobleme aller Art. Doch Yoga kann nicht nur heilen,Yoga kann auch schaden.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Bilder zum Thema

An einem kalten Samstag im Jahr 2009 hielt Glenn Black eine Masterclass im Sankalpah Yoga in Manhattan. Black war fast vier Jahrzehnte Yogalehrer, mit Prominenten und bekannten Gurus unter seinen treuen Anhängern. Er ist bekannt für seine Strenge und seinen bodenständigen Stil. Aber das war nicht der Grund, warum ich ihn aufgesucht habe. Black, wurde mir gesagt, sei der Mann, mit dem man sprechen sollte, wenn man nicht über die Segen von Yoga reden wollte, sondern über die Schäden, die es anrichten kann.

Viele seiner Kunden kommen zu ihm wegen Körperarbeit und Rehabilitation nach Yogaverletzungen. So war es auch bei mir. In meinen Dreißigern hatte ich es geschafft, mir einen Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule zuzuziehen. Die Schmerzattacken ließen sich am besten durch eine Reihe von Yogastellungen und Bauchmuskelübungen verhindern. Dann, 2007, machte ich eine Übung, die als Mittel gegen viele Krankheiten gilt („extended side angle“), als mein Rücken nachgab. Und mit ihm auch mein Glaube, naiv im Nachhinein, dass Yoga nur ein Quell der Heilung und nie des Schmerzes sei.

Blacks Lehrmethode hatte etwas von Freistil: Er ließ uns Stellungen halten, unterrichtete aber keine Inversionen und nur wenige klassische Figuren. Ständig erinnerte er uns daran, auf unsere Schmerzgrenze zu achten. „Ich mache es so schwer wie möglich“, sagte er der Gruppe. „Es liegt an euch, es für euch selbst leichter zu machen.“ Warum, erläuterte er an einem warnenden Beispiel. In Indien habe er einen Yogi bei einer Wirbelsäulendrehung gesehen – und ungläubig beobachtet, wie drei Rippen des Mannes brachen: pop, pop, pop.

Nach dem Kurs fragte ich Black über die Art und Weise, wie er Yoga unterrichtete. Er gab mir die Antwort, die man von jedem Yogalehrer erwarten würde: dass die bewusste Arbeit wichtiger sei als durch Übungen zu hetzen. Dann aber sagte er etwas deutlich Radikaleres: Er sei zu der Ansicht gelangt, dass „die große Mehrheit“ mit Yoga überhaupt aufhören sollte. Weil die Wahrscheinlichkeit für Verletzungen einfach zu groß sei. „Yoga ist für Leute in guter körperlicher Verfassung. Man kann es auch therapeutisch einsetzen. Es mag kontroversiell sein, das zu sagen, aber es eignet sich wirklich nicht für allgemeine Kurse.“

Laut Black hat eine Reihe von Faktoren dazu beigetragen, das Risiko durch Yoga zu erhöhen. Der wichtigste ist die demografische Veränderung. Indische Yogis saßen auch im täglichen Leben viel auf ihren Fersen oder im Schneidersitz. Die Yogaübungen oder Asanas entwickelten sich aus diesen Haltungen. Heute kommen Stadtmenschen, die den ganzen Tag auf einem Sessel verbringen, ein paar Mal in der Woche in ein Studio und verrenken sich in schwierigen Übungen, trotz ihres Mangels an Gelenkigkeit oder anderer körperlicher Probleme. Viele sehen in Yoga eine sanfte Alternative zu anstrengenden Sportarten oder für Rehabilitation nach Verletzungen.

Doch die Popularität von Yoga ist geradezu explodiert: von vier Millionen Amerikanern im Jahr 2001 auf geschätzte 20 Millionen 2011. Das bedeutet, dass es mittlerweile zahlreiche Studios gibt, in denen viele Lehrer nicht die Ausbildung haben, um Verletzungsgefahren zu erkennen. „In vielen Yogaschulen geht es heute vor allem darum, die Leute immer weiter zu fordern“, sagte Black. „Sie können sich das nicht vorstellen – Lehrer, die auf Leute draufspringen, stoßen, ziehen und sagen: ,Das sollten Sie mittlerweile aber können.‘ Da geht es vor allem um das Ego.“

Auch Lehrer verletzen sich. Ich fragte ihn nach den schlimmsten Verletzungen, die er gesehen hatte. Er nannte bekannte Yogalehrer, die die Übung „Downward Dog“, bei der der Körper ein umgekehrtes V bildet, so extrem ausführten, dass ihre Achillessehnen rissen. „Das ist Ego“, sagte er. „Dabei ist der Sinn von Yoga, Ego loszuwerden.“ Er habe auch „ziemlich grauenhafte Hüften“ gesehen. „Eine der berühmtesten Lehrerinnen Amerikas hatte null Bewegung in ihren Hüftgelenken“, erzählte Black. „Die Gelenke waren so degeneriert, dass sie künstliche Hüftgelenke brauchte.“ Ich fragte ihn, ob sie noch immer unterrichtete. „Ohja“, antwortete Black. „Es gibt auch Yogalehrer, deren Rücken so geschädigt ist, dass sie nur noch im Liegen lehren können. Das wäre mir so peinlich.“

Unter überzeugten Yogis – von den Gurus bis zu den Gefolgsleuten mit ihren ewig zusammengerollten Matten unterm Arm – gilt Yoga fast als Wundermittel für Erneuerung und Heilung. Sie feiern seine Fähigkeit zu beruhigen, zu energetisieren und zu stärken. Und vieles davon scheint richtig zu sein: Yoga kann den Blutdruck senken, chemische Stoffe als Antidepressiva wirken lassen und sogar den Sex verbessern.

Aber über einen Punkt hat die Yogagemeinde sehr lange geschwiegen: über das Potenzial, grauenhafte Schmerzen zu verursachen. „Richtiges Yoga ist so sicher wie Muttermilch“, erklärte Swami Gitananda, ein Guru, der zehn Welttourneen absolviert und Ashrams auf mehreren Kontinenten gegründet hatte.

Gefährliche Positionen. Aber medizinische Indizien unterstützen Blacks Behauptung, dass eine Reihe oft gelehrter Yogapositionen für viele Menschen von Natur aus riskant ist. Die ersten Berichte über Yogaverletzungen erschienen vor Jahrzehnten in einigen der anerkanntesten medizinischen Fachmagazine. Die Probleme reichten von relativ leichten Verletzungen bis zu bleibenden Behinderungen.

1972 publizierte ein bekannter Neurophysiologe aus Oxford, Ritchie Russell, einen Artikel in „The British Medical Journal“, in dem er behauptete, dass – selten aber doch – manche Yogastellungen sogar bei relativ jungen, gesunden Menschen Schlaganfälle verursachen können. Russell fand heraus, dass Hirnschäden nicht nur durch ein direktes Schädeltrauma entstehen können, sondern auch durch schnelle Bewegungen oder exzessive Dehnungen des Nackens, wie sie beim Peitschenschlag-Syndrom vorkommen – oder in bestimmten Yogafiguren. Normalerweise kann sich der Nacken 75 Grad nach hinten, 40 Grad nach vorne und 45 Grad auf die Seiten strecken sowie sich zirka 50 Grad um die eigene Achse drehen. Yogis bewegen ihre Wirbel normalerweise viel weiter. Ein fortgeschrittener Schüler kann seinen Hals leicht 90 Grad drehen – fast zweimal so weit wie normalerweise.

Cobra und Kerze. Diese Hyperdehnung des Halses wurde von erfahrenen Yogis propagiert. B.K.S. Iyengar betonte, dass der Kopf in der „Cobra“-Stellung „so weit wie möglich“ zurückgebogen werden sollte und bestand darauf, dass im Schulterstand (auch „Kerze“ genannt, Anm.), Kopf und Körper im rechten Winkel zueinander stehen müssten: „Der Körper sollte in einer geraden Linie sein, senkrecht zum Boden.“ Er nannte die Stellung, die die Schilddrüse stimulieren soll, „eine der großen Wohltaten, die unsere alten Weisen der Menschheit hinterließen“.

Russell warnte, dass extreme Bewegungen von Kopf und Nacken die Wirbelarterie verletzen sowie Blutgerinnsel, Schwellungen und Verengungen hervorrufen und schließlich verheerende Schäden im Gehirn anrichten könnten. Die Arteria basilaris (Gehirnarterie), die aus den beiden Wirbelarterien entsteht und einen weiten Bogen an der Gehirnbasis beschreibt, gab besonderen Grund zur Sorge. Wird die Durchblutung der Gehirnarterie gestört, kann das zu verschiedensten Formen von Schlaganfällen führen. Diese Varianten beeinträchtigen zwar selten Sprache und Denken, können aber die zentrale Maschinerie des Körpers schädigen und manchmal sogar zum Tod führen. Der Großteil solcher Gehirnschlag-Patienten gewinnt alle wichtigen Körperfunktionen zurück. Aber manchmal bleiben Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen und Probleme in der Feinmotorik über Jahre.

Diese Fälle mögen höchst selten erscheinen, aber Umfragen der Consumer Product Safety Commission haben gezeigt, dass die Zahl der Notfallaufnahmen in Zusammenhang mit Yoga nach Jahren mit langsamem Anstieg rapide zunehmen. Sie stiegen von 13 im Jahr 2000 auf 20 im Jahr 2001. 2002 stiegen sie auf über das Doppelte auf 46. Diese Untersuchungen bezogen sich eher auf Stichproben als auf gründliche Berichte und zeigten eher Trends als ein Gesamtbild, aber die Spitze war dennoch signifikant. Nur ein kleiner Teil der Verletzten landet in den Notaufnahmen der Spitäler. Viele der Betroffenen mit leichteren Yogaverletzungen gehen zu ihrem Hausarzt, Chiropraktiker oder anderen Therapeuten.

Vorsicht mit Wärme! Ungefähr um diese Zeit tauchten die ersten Berichte von Yoga-bezogenen Verletzungen in den Medien auf. Wie „The Times“ berichtete, fanden Gesundheitsexperten heraus, dass die durchdringende Hitze von Bikram Yoga das Risiko von Überdehnung, Muskelverletzungen und Knorpelrissen erhöhen könnte. Ein Spezialist stellte fest, dass Bänder ihre ursprüngliche Form nicht mehr annahmen, wenn sie einmal überstreckt worden waren, wodurch sich das Risiko von Zerrungen, Verstauchungen und Dislozierungen steigerte.

2009 veröffentlichte ein New Yorker Team des College of Physicians and Surgeons der Columbia University eine ehrgeizige weltweite Untersuchung von Yogalehrern, Therapeuten und Ärzten. Die Antworten auf die zentrale Frage – „Was waren die schwersten Yoga-bezogenen Verletzungen, die Sie gesehen haben?“ – ergaben, dass die größte Anzahl der Schädigungen (231) mit der Lendenwirbelsäule zu tun hatte. Die anderen Problemzonen waren, in absteigender Reihenfolge: Schulter (219), Knie (174) und Nacken (110). Dann kam Schlaganfall. In vier Fällen dürften die extremen Beugungen und Drehungen von Yoga zu einer Form von Hirnschaden geführt haben. Die Zahlen waren nicht alarmierend, aber die Anerkennung des Risikos – fast vier Jahrzehnte, nachdem Russell seine Warnung ausgesprochen hatte – zeigte eine deutliche Veränderung in der Wahrnehmung der mit Yoga verbundenen Gefahren.

Erste Reformen.
In den vergangenen Jahren haben Reformer in der Yogagemeinde das Thema vermehrt aufgegriffen. Carol Krucoff, eine Yogalehrerin und Therapeutin im Integrative Medicine Center der Duke University in North Carolina, machte 2003 ihren persönlichen Kampf öffentlich. Eines Tages wurde sie fürs Fernsehen gefilmt und gebeten, noch mehr zu geben. Sie hob einen Fuß, fasste ihren großen Zeh und streckte ihr Bein aus. Plötzlich hörte sie ein „Plop“ an der Rückseite des Oberschenkels. Am nächsten Tag konnte sie kaum gehen. Krucoff brauchte Physiotherapie und ein Jahr Erholung, bis sie ihr Bein vollständig strecken konnte.

Die Chefredakteurin des „Yoga Journal“, Kaitlin Quistgaard, beschrieb, wie sie eine bereits einmal gerissene Rotatorenmanschette in der Schulter in einer Yogastunde neuerlich verletzte. „Ich habe die Erfahrung gemacht, wie Yoga heilen kann“, schrieb sie. „Aber auch, wie Yoga schaden kann – und ich habe dasselbe von vielen anderen Yogis gehört.“

Einer der umtriebigsten Reformer ist Roger Cole, ein Iyengar-Lehrer mit einem Psychologie-Abschluss von Stanford und der University of California, San Francisco. Cole hat viel für das „Yoga Journal“ geschrieben und hält Vorträge über Yogasicherheit am American College of Sports Medicine. In einer seiner Kolumnen beschäftigte er sich mit der Frage, wie man die Beugung des Nackens bei der Kerze reduzieren könnte, indem man die Schultern auf eine zusammengefaltete Decke legt und den Kopf dahinter absenkt. Das verbessert den Winkel zwischen Kopf und Rumpf von 90 auf vielleicht 110 Grad. Cole zählte auch die Gefahren einer Kerze ohne Hilfsmittel auf: Muskelzerrungen, überdehnte Bänder und Bandscheibenverletzungen im Bereich der Halswirbelsäule.

Heimtückischer Kopfstand. Aber Anpassungen sind nicht immer die Antwort. Timothy McCall, Arzt und medizinischer Redakteur des „Yoga Journal“, nannte den Kopfstand zu gefährlich für normale Yogaklassen. Seine Warnung stammte zum Teil aus eigener Erfahrung. Er kam zu dem Schluss, dass der Kopfstand bei ihm zu einem Karpaltunnel-Syndrom geführt hatte, das entsteht, wenn die Nerven, die vom Nacken in die Arme führen, zusammengedrückt werden. Das führte zu Gefühlsstörungen in der rechten Hand. McCall führte die Stellung nicht mehr aus und seine Symptome verschwanden. Die Figur könne auch noch andere Schäden verursachen, darunter degenerative Arthritis der Halswirbelsäule und Risse in der Retina (wegen des erhöhten Augendrucks während der Übung). „Leider“, schloss McCall, „können die negativen Effekte des Kopfstands heimtückisch sein.“

Glenn Blacks Operation. Fast ein Jahr, nachdem ich Glenn Black zum ersten Mal in seiner Meisterklasse in Manhattan getroffen hatte, bekam ich ein E-Mail von ihm, in dem stand, dass er an der Wirbelsäule operiert worden sei. „Es war ein Erfolg“, schrieb Black. „Die Erholung ist langsam und schmerzhaft. Rufen Sie an, wenn Sie Lust haben.“

Die Schädigung, sagte Black, hatte ihre Ursache in vier Jahrzehnten extremer Rückenbeugungen und Drehungen. Er hatte Spinalkanalstenose – eine Erkrankung, bei der sich die Öffnungen zwischen den Wirbeln verengen, auf die Nerven drücken und unvorstellbare Schmerzen hervorrufen. Black sagte, er habe schon vor 20 Jahren ein Problem gespürt, wenn er sich aus der Kerze oder dem Pflug aufrichtete. Vor zwei Jahren aber wurden die Schmerzen extrem. Ein Chirurg meinte, dass er ohne Behandlungen irgendwann nicht mehr würde gehen können. Die Operation dauerte fünf Stunden. Black wird sich wieder erholen, muss aber jede Belastung der Lendenwirbelsäule vermeiden. Sein Bewegungsspektrum wird nie mehr dasselbe sein.

Black ist einer der vorsichtigsten Yoga-Praktizierenden, die ich kenne. Als ich zum ersten Mal mit ihm sprach, erklärte er, dass er sich nie beim Yoga verletzt hätte oder, so weit er wusste, dafür verantwortlich gewesen wäre, dass sich einer seiner Schüler wehgetan hätte. Ich fragte ihn, ob seine Verletzung etwas mit dem Alter zu tun haben könnte. Nein, meinte er. Das war Yoga. „Manchmal muss man die Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten, um zu erkennen, ob etwas davon in Zukunft vielleicht schlecht für einen sein könnte.“

Diese Botschaft nahm Black vor Kurzem zu einer Konferenz mit. Aber seine Warnungen stießen auf taube Ohren. „Ich war ein bisschen leidenschaftlicher als normalerweise“, erinnerte er sich. „Meine Botschaft war, dass Asana kein Allheilmittel ist. Wenn Ego oder Besessenheit dabei sind, wird das irgendwann zu Problemen führen. Viele Menschen aber wollen das gar nicht hören.“

Der Text erschien auch Anfang Jänner in der „New York Times“. Übersetzt und gekürzt von Doris Kraus.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.01.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

36 Kommentare
 
1 2
aquilo
28.01.2012 10:22
1 0

Yoga gilt als wahrer Segen für die Menschheit

Hier können Sie bewundern wie solche segensreichen und vor allem auch gesunde Übungen aussehen!http://www.yoga-atelier.at/galleries/attersee-2008/index.php

Ist doch super natürlich und biologisch und vor allem selbstverwirklichend!

Gast: skylifter
25.01.2012 08:54
3 5

Falsche Lehrer, falsches Praktizieren

das hat mit Yoga nichts zu tun - und es ist blanker Unsinn, dies dieser Bewegungsart zuzuschreiben.

Jede Bewegungsart, jeder Sport kann zu Verletzungen führen: man denke an Tennis, an Jogging, an Abfahrtsski - aber auch an chinesische Kampfsportarten und sogar Qi-Gong. Es geht darum, richtig zu trainieren, seinen Körper langsam aufzubauen - und das alles individuell abgestimmt. Und das alles mit Lehrer, der durch einen Meister zertifiziert sein sollte.

Außerdem ist Yoga, wie etwa Qi-Gong auch, keine Sportart, bei der man einfach seinen Körper dehnt. Sondern es ist eine Bewegungsart, in der Körper und Geist zusammenwirken. Entspannung, Atmen mit den Bewegungen und Begleitung durch die Vorstellung (Visualisieren) ist Voraussetzung für das richtige Üben: denn hier beginnt erst wahrer Yoga und wahres Qi-Gong. Es gibt auch Yoga und Qigong der Stille: hier ist der Körper ruhig, die Übung ist eine des Geistes und findet im Inneren statt.

Ein Lehrer, der diese Grundlagen nicht beherrscht, ist kein guter Lehrer, und man sollte kritisch hinterfragen, ob man dort wirklich lernen will. Gute Lehrer sind rar, haben eine lange Ausbildung hinter sich - und sind gesucht.

Antworten aquilo
25.01.2012 12:36
3 1

Die sogenannten Grundlagen sind esoterischer Schwachsinn

Om Übungen gut oder schlecht sind, muss im Lichte moderner gesicherter Kenntnisse in Merdizin und Biologie überprüft und nachgeprüft werden.
Der dem Yoga zu Grunde liegende tranzendente undefinierte Erklärungsschwurbel wurde und wird nicht hinterfragt.
Es wird dieser Schwachfug als bewiesen und evident verkauft und das ist der Betrug!
Ohne dieses Geist-, Seele- u. Körpergejeiere würde sich niemand so verrenken wollen!

Antworten Antworten Gast: pan-tora
27.01.2012 17:03
0 0

Re: Die sogenannten Grundlagen sind esoterischer Schwachsinn

tja, das leben ist halt ein äusserst schlichter vorgang. atmen, essen und schlafen, mehr braucht ein mensch einfach nicht, der rest ist nicht nachgewiesener, esotherischer schwachsinn...

Antworten Antworten Antworten 17und4
28.01.2012 18:04
1 0

Re: Re: Die sogenannten Grundlagen sind esoterischer Schwachsinn

es ist wie allgemein beim Kauf von dingen, die man nicht braucht, es geht nicht um die Sache an sich, die man erwerben will, sondern um die Geschichte, die man mitgeliefert bekommt,
und die ist halt beim Yoga so schön, was kann da ein Gymnastiklehrer dagegen bieten.

Antworten Antworten Antworten Antworten aquilo
28.01.2012 23:06
0 0

Re: Re: Re: Die sogenannten Grundlagen sind esoterischer Schwachsinn

Korrekt!

Antworten Antworten Antworten aquilo
27.01.2012 18:40
0 0

Re: Re: Die sogenannten Grundlagen sind esoterischer Schwachsinn

In dieser von ihnen geäußerten übertriebenen Form läuft das Leben nicht ab und so ist meine Kritik nicht zu verstehen.
Meine Kritik richtet sich gegen nicht hinterfragte, als bewiesen dargelegte, auf Transzendenz und Symbolismus aufgebauten Gedankenkonstrukten, die Yoga zur Quasireligion aufbauen. Und damit wird auch Kritik grundsätzlich erschwert bis unterbunden. Des weiteren ergibt sich daraus, dass durch Yoga eine alles heilende Wirkung für Seele, Geist und Körper verheissen wird. Diese Komponenten in Verbindung mit der Meisterverehrung, die nicht weniger faschistoid als ein Führerkult ist, sind ebenso im esoterischen Milieu bestimmend und notwendig. Im Grund wird versprochen, durch "einfache", wenn auch schwierig zu erlernende und strikt durchzuführende Übungen nichts weniger als das "Heil" für Körper und Geist zu erlangen1

Antworten Gast: sprache der seele - gefühle und emotionen
25.01.2012 10:28
0 3

Re: Falsche Lehrer, falsches Praktizieren und falsche Einstellung


aquilo
24.01.2012 19:56
3 0

....., dass eine Reihe oft gelehrter Yogapositionen für viele Menschen von Natur aus riskant ist.

Darin liegt die Brisanz! Von Natur aus gefährlich, das heißt, dass viele Yogastellungen eben ungesund sind. Das ist aber nicht weiter verwunderlich, denn die erhoffte Wirkung der speziellen Yogastellungen wird nicht aus möglichen Wechselwirkungen mit den uns bekannten und gesicherten Aufbau des Körpers und dem Ablauf seiner Lebensfunktionen hergeleitet, sondern von spirituellen und transzendenten Vorstellungen, denen in der biologischen Realität nichts entspricht! Esoquack auf Indisch!

Gast: Kindergärtnerin
23.01.2012 20:54
3 4

Die Seele meldet sich notfalls über den Körper!

Weder mit Sport, noch mit Therapeuten ist es auf Dauer möglich, vor sich selber davon zu rennen.
Wer die Verantwortung für sein Handeln, Sprechen, Denken und Fühlen bewusst wahr- nimmt und aufhört, diese zu delegieren lebt im Gleichgewicht! Mit oder ohne Yoga o.ä.!

Antworten aquilo
24.01.2012 08:27
2 1

Re: Die Seele meldet sich notfalls über den Körper!

Welche Seele meldet sich in ihrem Körper bei einer angeborenen Hüftgelenksdysplasie, bei einer Polioinfektion, wenn Ihnen ein Dachziegel auf den Köpf fällt, Sie auf dem Schutzweg niedergefahren werden und Sie trotz Hungerns Hypercholesterinämie und Blutzzucker haben, weil Ihre Genetik dies vorgegeben hat?

Antworten Antworten Gast: sprache der seele - gefühle und emotionen
24.01.2012 14:50
3 3

Re: Re: Die Seele meldet sich notfalls über den Körper!


wenn die genetik etwas vorgegeben hat muss das nicht akut werden.

seele will gefühlt werden, zu versuchen nur mit dem verstand zu bearbeiten bringt ausser kopfschmerzen recht wenig. daher, je mehr die seele gefühlt wird, je mehr befindet man sich seelisch in seiner mitte und je mehr wird man spüren, wahrnehmen und vermeidet all das, was einem nicht gut tut.

die seele hat eine gewaltige kraft und wenn man sie verdrängt kann dies fatale folgen haben, denn unterdrücktes ist vergleichbar mit versteckten zeitbomben, die dann irgendwann hochgehen, dann wirds akut und man muss lernen damit zu leben.

0 0

Re: Re: Re: Die Seele meldet sich notfalls über den Körper!

Sehr seh gut beschrieben und zusammengefasst.......Danke

Antworten Antworten Antworten Antworten aquilo
26.01.2012 14:58
0 0

Re: Re: Re: Re: Die Seele meldet sich notfalls über den Körper!

Wer hat was zusammengefast?

Antworten Antworten Antworten aquilo
24.01.2012 18:10
1 3

Re: Re: Re: Die Seele meldet sich notfalls über den Körper!

Ja ja die Seelenkräfte! Wie viel Ps haben denn die Seelenkräfte? Sie werden in ihren Aussagen immer esoterischer, transzendenter und vor allem jenseits allen gesicherten Wissens.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: pan-tora
27.01.2012 17:13
0 0

Re: Re: Re: Re: Die Seele meldet sich notfalls über den Körper!

von welchem gesicherten wissen sprechen sie? von dem vor 1000 jahren, 100 jahren oder vor 10? es ist schon erstaunlich mit welcher vehemenz sie mit ihrem "gesicherten wissen" um sich schlagen!
...und nur zur sicherheit, ich bin weder ein esotheriker noch ein yoga-anhänger.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten aquilo
27.01.2012 21:38
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Die Seele meldet sich notfalls über den Körper!

Ich würde mal mit der Existenz der Schwerkraft anfangen und es auch als Tatsache ansehen, dass wir Sauerstoff zum Atmen brauchen!

John Galt
23.01.2012 18:03
2 3

I like Yoga

Die debatte ist gut, der New York Times artikel einseitig. Asanas alleine sind nicht Yoga.

life is deadly
breathe deeply while you can

Antworten aquilo
24.01.2012 00:44
1 0

Re: I like Yoga

Andere lieben ihren Pfarrer! Quasi religiöser Schwachsinn wird auch mit englischen Worten nicht sinnhaft! Transzendentales Gebrabbel!

Gast: mensch, erkenne dich selbst
23.01.2012 17:17
1 3

yoga ist ein weg sich mit dem göttlichen im menschen zu vereinen. es ist spirituell, und soll uns mit dem wahren selbst in verbindung bringen. das absolute liegt in einem selbst aber, es ist leicht einzusehen, dass nicht alle wege automatisch zum selben ziel führen. in welche richtung man geht.......man kann sich vom "wahren" ziel in wirklichkeit immer mehr und mehr entfernen.


das ganze yoga:

Selbstbeherrschung (yama)

Religiöser Brauch (niyama)

Haltungen (asana)

Atemübungen (pranayama)

Beherrschung der Sinne (pratyahara)

Konzentration (dharana)

Tiefe Kontemplation (dhyana)

Erleuchtung (samadhi) = das natürliche und das göttliche werden eins, der mensch und gott werden eins.

.


Antworten aquilo
24.01.2012 00:39
1 2

esoterisch verbrämter Schwachsinn!


Antworten Antworten Gast: mensch, erkenne dich selbst
24.01.2012 19:08
0 0

Re: esoterisch verbrämter Schwachsinn!

grad dachte ich Sie...
aquilo soll ich Ihnen zustimmen

aquilo
23.01.2012 14:19
3 0

Yoga ist ein Glaubensproblem

Wie in der gesamten alternativen, komplementären und ganzheitlichen Heilkunde nicht und Nichts hinterfragt werden darf, so darf auch im Yoga nicht hinterfragt werden, weil es ebenfalls ein Glaube ist. Daher hat es noch keine echte Überprüfung des religiös -philosophischen Hintergrundes und der behaupteten heilenden und sonstigen Wirkung gegeben, die ja weit über die immer wieder in den Vordergrund gespielte Entspannung hinaus geht im Lichte medizinischer und biologischer Erkenntnisse gegeben. Hat sich schon jemand die Mühe gemacht, die phantastischen Namen der Stellungen und die aus diesen Namen abgeleiteten angeblich so positiven Wirkungen zu untersuchen. Hier feiert ein urzeitlicher Steinzeitsymbolismus fröhliche Urständ.

Gast: yogine
23.01.2012 10:45
0 0

Yoga mit Achtsamkeit und einmal anders

Natürlich kann Yoga wie jede Bewegungsart ungesund sein, je nachdem wie man es halt betreibt. Ich habe nach langer Suche ein kleines Yogastudio gefunden, wo man auch sehr eindrücklich lernt, dass Yoga viel viel mehr ist, als nur körperliches Üben und es eigentlich um die Achtsamkeit geht. Und natürlich hängt es davon ab, wie achtsam der Lehrer ist. Diese Achtsamkeit findet man leider selten, aber ich und viele Freunde, die in dieses Yogastudio gehen, haben sie dort wirklich gefunden. Wenn man sich die zahlreichen Feedbacks auf deren Homepage durchliest (http://www.pureyoga.at/Yoga%20Feedback.htm) , dann wird glaub ich klar, dass Yoga mit dem richtigen Lehrer wohl eine sehr postive Auswirkung haben kann, entgegen der Schreibe der letzten Wochen. Schauts euch das an!!!

Antworten Gast: "statussymbol" - statustretmuehle - yoga
23.01.2012 14:44
0 0

Re: und/oder - Achtsamkeit - aus den fugen geratenen "menschen"


Antworten Gast: "statussymbol" - statustretmuehle - yoga
23.01.2012 14:37
0 0

Re: Yoga mit Achtsamkeit und einmal anders


sehr schoen - Achtsamkeit - in einer aus den fugen geratenen welt.

yoga schwappte aus amerika zu uns nur von achtsamkeit ist dort nichts spuerbar/sichtbar.

aber, vielleicht gelingts in österreich, der wirtschaft tut es gut.

 
1 2

Schlagzeilen Gesundheit