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Lungenkarzinom bald häufigste Krebserkrankung bei Frauen

11.06.2012 | 17:16 |   (Die Presse)

Die Sterblichkeit von Frauen an Brustkrebs sinkt, aber sie steigt bei Lungenkrebs. Häufigste Todesursache sind Herz- und Kreislauferkrankungen. Äußerst geringe Rolle in der Todesursachenstatistik spielt indes Aids.

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Wien/EKO/APA. Der Kurvenverlauf spricht eine klare Sprache – während die Sterblichkeit von Frauen infolge von Brustkrebs in den vergangenen Jahren sinkt, steigt die Kurve für die Todesursache Lungenkrebs deutlich an. Es ist absehbar, dass die beiden Kurven einander bald schneiden werden – und der Lungenkrebs den Brustkrebs als Todesursache überholen wird.

In absoluten Zahlen starben im Jahr 2011 an Brustkrebs 1481 Frauen, an Krebs in Bronchien und Lunge 1309. Berücksichtigt man die insgesamt wachsende und kontinuierlich älter werdende Bevölkerung, sank laut Statistik Austria die Brustkrebs-Sterblichkeitsrate in den vergangenen zehn Jahren um rund 30 Prozent, während sie bei Lungenkrebs um rund 16 Prozent nach oben ging. Bei Männern ist die Sterblichkeit durch Lungenkrebs hingegen stark rückgängig – allerdings ist bei ihnen das Niveau (ebenfalls altersbereinigt) auch etwa dreimal so hoch wie bei Frauen.

Sterblichkeit insgesamt gesunken

Insgesamt liegt der Krebs allerdings nur an zweiter Stelle der aktuellen Todesursachenstatistik – 26,1 Prozent aller Todesfälle im Jahr 2011, das sind 19.992, waren auf Krebserkrankungen zurückzuführen. An vorderster Stelle liegen seit Jahren Herz-Kreislauferkrankungen, 2011 entfielen auf sie 42,3 Prozent aller Todesfälle in Österreich, das sind 32.374. Bei 5111 davon war die Todesursache ein Herzinfarkt. Die übrigen Sterbefälle verteilten sich auf Krankheiten der Atmungsorgane (5,3 Prozent oder 4055 Fälle), der Verdauungsorgane (3,9 Prozent oder 2982 Personen), auf sonstige Krankheiten (16,8 Prozent oder 13.335 Fälle) sowie auf nicht natürliche Todesursachen wie etwa Verletzungen und Vergiftungen (5,5 Prozent oder 4213 Personen).
Insgesamt starben 2011 in Österreich 76.479 Personen, davon waren 52 Prozent Frauen. Berücksichtigt man bei der Gesamtzahl die demografische Alterung und die wachsende Bevölkerung, sank die Sterblichkeit in den vergangenen zehn Jahren um 14 Prozent.

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Die Todesursachengruppen verteilen sich indes nicht gleichmäßig in der Bevölkerung. Während bei den Todesfällen im mittleren Erwachsenenalter Krebs die Todesursache Nummer eins darstellt, dominieren später die Herz-Kreislauferkrankungen. Und bei Jugendlichen und Erwachsenen unter 40 sind Unfälle die häufigste Todesursache. Auch Suizid ist in dieser Altersgruppe relativ häufiger als bei älteren Menschen. Insgesamt starben im Vorjahr 1286 Menschen in Österreich durch Suizid – das sind 1,7 Prozent aller Sterbefälle –, 973 davon waren Männer, 313 waren Frauen. Bei den wenigen Todesfällen, die Kinder im Alter von ein bis unter zehn Jahren betreffen (92 im Vorjahr), waren neben Fehlbildungen Unfälle und Krebs häufige Ursachen. Bei Säuglingen (281 Todesfälle im Jahr 2011) waren in acht von zehn Fällen Geburtskomplikationen und angeborene Fehlbildungen die Ursachen für den frühen Tod.

Nur eine äußerst geringe Rolle in der Todesursachenstatistik spielt indes Aids – 2011 wurden 42 Todesfälle wegen der Immunschwächekrankheit verzeichnet, die meisten davon mit 24 in Wien, gefolgt von Oberösterreich mit sieben und Niederösterreich mit vier. Als einziges Bundesland musste Vorarlberg im Vorjahr keinen einzigen Aids-Toten verzeichnen.

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11 Kommentare
Gast: wansuk
18.06.2012 06:11
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immer älter

es sterben heute 3 mal mehr Frauen an Lungenkrebs als vor 40 Jahren. wir werden heute aber nicht älter als in den 70 ern.
es muss also wirklich etwas geben das derartig viele Krebsfälle auslöst.
sollte das tatsächlich die dieselabgase sein dann haben wir Feuer am Dach.

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Re: immer älter

Es liegt wohl eher daran, dass immer mehr Frauen rauchen. Während die Zahl der männlichen Raucher stagniert bzw. sogar leicht rückläufig ist, nahm die der weiblichen Raucher in den letzten Jahren stark zu. Das hängt vielleicht auch mit der steigenden Erwerbstätigkeit der Frauen zusammen, da Zigaretten gerne als Stressabbauer (Nikotin ist ja ein starkes Nervengift und lähmt/beruhigt diese) konsumiert werden.

Dieselabgase scheiden hingegen wohl aus. Denn weibliche Lungen funktionieren nicht anders wie männliche Lungen und bei den Männern gibt es keinen derartigen Anstieg.

Könnte es dran liegen ???

Zitat--
Das Einatmen von Dieselabgasen ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation gefährlicher als bisher angenommen. Die WHO stuft die Abgase des Treibstoffs nun nicht mehr nur als potenziell krebserregend ein, sondern sieht Belege für einen eindeutigen Zusammenhang mit der Krankheit. Damit gruppiert die Organisation Dieselabgase wie Asbest, Arsen und Senfgas ein.
Zitat----

Tja nu haben Sie gemerkt das krebs nicht nur durch Rauchen und Saufen entsteht.

Gibt es jetzt ein "Rauchverbot" für Diesel-kutschen ???

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Re: Könnte es dran liegen ???

Dieselabgase schlagen nur bei RaucherInnen an

Gast: b754
11.06.2012 18:37
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also wenn ich sterbe wird auch mein herzkreislaufsystem versagen

und das würde ich als natürliche todesursache bezeichnen und wenn dass mit 100 ist dann super

Blöder Artikel

medizinisch gesehen STRIBT ein SÄUGETIER und da gehört der Mensch dazu

IMMER an einem Kreislaufstillstand !!!!!!!!!!!!!!!

nehmen wir die juristische Def. _Gehirntot raus, dann ist man IMMER erst tot wenn der KREISLAUF zum STILLSTAND gekommen ist.

Anders gesagt, man kann haben was man will, man wird letztendlich an einen Kreislaufstillstand sterben !!!!!!!!!!!

Demzufolge wird dies IMMER die Todesursache NR. 1 sein und nichts anderes weil es im Grunde gar keine andere Todesursache gibt !!!


Re: Blöder Artikel

Und Krebs ist deshalb so häufig,weil die Menschen immer älter werden.

In der Bio-Öko- Steinzeit mit einer Lebenserwartung von ca.30 Jahren war Krebs kein Problem,

denn die Fehler bei der Reduplikation der DNA bei Zellteilungen häufen sich eben mit zunehmendem Alter und auch die Repair-Mechanismen werden fehlerhafter.

Re: Re: Blöder Artikel

Und zusätzlich soll man freier, mündiger Mensch noch rauchen.

Antworten Antworten Antworten Gast: baro palatinus
12.06.2012 02:24
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nur bitte nicht neben mir wenn ich esse

daheim im kammerl oder auf der straße sei Ihnen der griff zum tschick aber weiterhin unbenommen

Re: Blöder Artikel

sie sind vermutlich ein guter mediziner, aber sie wären ein schlechter geisteswissenschaftler.

im artikel werden herz-kreislauf-erkrankungen als häufigste todesursache angeführt, nicht deren letzte konsequenz, der stillstand derselben - soviel semantik muss sein :)

2 0

Re: Re: Blöder Artikel

Endlich Hirn!.

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