NÖ-Wahl: Konrad, Perner und Schabl werben für Pröll

Im Personenkomitee für den VP-Landeshauptmann finden sich mit Ex-Landesrat Schabl und der Psychoanalytikerin Perner auch bekennende Sozialdemokraten.

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Landtagsabgeordneter Emil Schabl, Raiffeisen NÖ/Wien-Chef Erwin Hameseder, Casinos und Lotterien-Vorstandsdirektorin Bettina Glatz-Kremser, Raiffeisen AR Christian Konrad sowie die Psychologin Rotraud Perner – APA/ROLAND SCHLAGER

Unter dem Motto "dem Land zuliebe" hat sich am Mittwoch die Initiative Niederösterreich (IN) präsentiert, die für eine Wiederwahl VP-Landeshauptmann Erwin Pröll wirbt. Zu den Unterstützern zählen mit dem ehemaligen Landesrat Emil Schabl und der Psychoanalytikerin Rotraud Perner auch bekennende Sozialdemokraten.

"Wir sind froh, dass wir ihn (Pröll) haben", betonte IN- Präsident Christian Konrad, Aufsichtsrats-Präsident der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien. Er kenne nicht nur den Politiker Erwin Pröll, sondern auch den Menschen und Freund "sehr gut". Daher unterstütze er ihn zum nunmehr bereits fünften Mal seit 1993 "aus Überzeugung".

Pröll trete "mit Überzeugung" für das Land ein, sagte Bettina Glatz-Kremsner, Obfrau der Initiative. Es brauche Führungspersönlichkeiten wie den amtierenden Landeshauptmann. Glatz-Kremsner strich heraus, dass sie "als Privatperson" und nicht als Vorstandsdirektorin der Casinos Austria und der Österreichischen Lotterien die IN-Obfrauschaft übernommen habe. Finanziert werde die Initiative, die bereits an die 1000 Unterstützer zähle, über Spenden und Sponsorbeiträge. Von den Casinos oder Lotterien würden solche nicht kommen, so Glatz-Kremsner.

Von Raiffeisen seien Spenden "nicht ausgeschlossen", wenn es Gegenleistungen gebe und alle gesetzlichen Rahmenbedingungen eingehalten würden, sagte hingegen Erwin Hameseder, Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und stellvertretender Obmann der Initiative. Er trete "sehr konsequent" für Prölls Wiederwahl ein.

Schabl: "Parteilos, aber nicht meinungslos"

Er sei und bleibe Sozialdemokrat, ebenso wie er Gewerkschafter bleibe, erläuterte der im Zusammenhang mit der Gründung einer Bürgerliste in seiner Heimatgemeinde Hirtenberg aus der SPÖ ausgeschlossene frühere Landesrat Schabl. Weil er freilich "alle Spitzenkandidaten persönlich" kenne, unterstütze er "aus vollster Überzeugung" den Landeshauptmann. Er sei seit 2010 "parteilos, aber nicht meinungslos". Schabl: " Ich werde nicht bei der ÖVP mein Kreuz machen, aber meine Vorzugsstimme ist für Erwin Pröll reserviert."

Auch Rotraud Perner - "seit dem elften Lebensjahr sozialistisch organisiert", "nur" aus dem BSA, jedoch nicht aus der Partei ausgeschlossen - brach eine Lanze für den Landeshauptmann. Pröll sei ein Politiker, wie sie ihn sich vorstelle, er habe hundertprozentiges Gefühl und "denkt nachhaltig". Die Psychoanalytikerin weiter: "Heute braucht es Profis und nicht Millionäre, die sich Hinterbänkler kaufen und Politik machen, die besser zum Villacher Fasching passt als in die politische Landschaft."

(APA)

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