FPK bewirbt Dörfler mit gesetzwidriger Ortstafel

In einer Broschüre lobt die FPK den "Meilenstein", den Landeschef Dörfler im Ortstafelstreit erzielt habe. Bebildert wird dieser mit dem Foto einer Tafel, die der Verfassungsgerichtshof 2007 für gesetzwidrig erklärt hat.

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Foto der verfassungswidrigen Tafel vom 22. Februar 2007 – (c) APA (GERT EGGENBERGER)

Die FPK ist derzeit bemüht, ihre "Unser Kärnten"-Broschüre an die Wähler zu verteilen. Darin rühmt sich die Partei unter anderem mit der "Lösung der Kärntner Ortstafelfrage". Bebildert wird der "Meilenstein der Volksgruppenpolitik" mit einem Foto von einer Tafel, die 2007 vom Verfassungsgerichtshof für gesetzwidrig erklärt worden war (siehe Bild ganz unten).

Damals war auf der einsprachigen Bleiburger Ortstafel unterhalb der deutschen Bezeichnung eine Zusatztafel mit der slowenischen Bezeichnung Pliberk - in wesentlich kleinerer Schrift - angebracht.

"Landeshauptmann Gerhard Dörfler konnte ein historisches Ergebnis erzielen, das in Summe in 164 Orten in Südkärnten zweisprachige Ortstafeln bzw. Ortsbezeichnungstafeln vorsieht", heißt es in dem Text. Diese Tafeln - 2010 aufgestellt - sehen für die slowenische und deutsche Bezeichnung des Ortes gleich große Lettern vor (siehe Bild unten).

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(c) APA/GERT EGGENBERGER (GERT EGGENBERGER)

Dörflers Sprecherin Larissa Herzog-Sternath meinte dazu, die Broschüre sei nicht vom Landeshauptmannbüro gestaltet worden, sondern von der Partei, man habe damit nichts zu tun gehabt. Das Foto sei wohl ohne großes Nachdenken ausgewählt worden.

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Broschüre mit dem Foto der verfassungswidrigen Tafel

(APA/Red.)

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