Spielberg dreht in Süditalien Film über Kindesentführung

"The Kidnapping of Edgardo Mortara" handelt von einem jüdischen Buben, der seinen Eltern weggenommen und zum Priester ausgebildet wurde.

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Steven Spielberg im Mai 2016 in Cannes – (c) APA/AFP/ANNE-CHRISTINE POUJOULAT (ANNE-CHRISTINE POUJOULAT)

Für sein Historiendrama "The Kidnapping of Edgardo Mortara" plant der US-Starregisseur Steven Spielberg Dreharbeiten im Schloss von Caserta, das als "Süditaliens Schönbrunn" gilt. Die Dreharbeiten in den prunkvollen Sälen des Schlosses werden in zwei Monaten beginnen, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Montag.

Im Schloss von Caserta sollen Vatikan-Räumlichkeiten geschaffen werden. Das auf einer wahren Geschichte beruhende Drama handelt von der Entführung eines sechs Jahre alten jüdischen Buben in Bologna im Jahr 1858. Er wurde seinen Eltern weggenommen und in der katholischen Kirche zum Priester ausgebildet.

Spielberg will weitere Szenen des Films in Umbrien, sowie in den Städten Viterbo und Tuscania nördlich von Rom drehen.

 

Der Drehort

Das Schloss von Caserta war der Königspalast der neapolitanischen Bourbonen. Der Barockpalast, der 35 Kilometer nördlich von Neapel liegt, erlebt nach Jahren des Verfalls eine Renaissance. Dies ist einem neuen Direktor und der nach einer Reform erlangten Museumsautonomie zu verdanken.

Der Königspalast der Superlative, den König Karl VII. im 18. Jahrhundert errichten ließ, zählt über 1.200 Räume, 34 Treppen und mehr als 1.900 Fenster. Von hier aus regierten ab 1752 die Bourbonen über ihr "Königreich der beiden Sizilien", dem Neapel angehörte. Mit seiner Opulenz diente der 1751 von dem Architekten Luigi Vanvitelli entworfene Palast sogar als Filmkulisse für "Star Wars".

Ein Glanzstück ist der 120 Hektar große Park mit seinen Brunnenanlagen. Eine drei Kilometer lange Zentralallee zieht sich durch einen Wald und verbindet das Schloss mit einem gewaltigen Wasserfall.

(APA)

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