Chefdirigent Johannes Fritzsch verlässt Oper Graz

Bereits Ende Jänner geht Fritzsch - "auf eigenen Wunsch und aus persönlichen Gründen". Er verlegt seinen Lebensmittelpunkt nach Australien.

Chefdirigent Johannes Fritzsch verlaesst
Schließen
Chefdirigent Johannes Fritzsch verlaesst
Johannes Fritzsch auf einem Archivbild – (c) APA (WERNER KMETITSCH)

Johannes Fritzsch, seit 2006 Chefdirigent der Oper Graz, verlässt mit Ende des Monats die Grazer Oper. Fritzsch verlasse das Haus "auf eigenen Wunsch und aus persönlichen Gründen", teilte das Haus am Donnerstag mit. Der 52-Jährige ist auch Chefdirigent von "The Queensland Symphony Orchestra" in Brisbane, Australien. "Nach vielen Jahren des beruflichen und privaten Spagats zwischen zwei Kontinenten habe ich mich entschlossen, meinen Arbeits- und Lebensmittelpunkt dorthin zu verlegen, wo meine Familie ist", so der Dirigent. Die bisherige Belastung für seine Familie wie auch für ihn sei sehr hoch gewesen. Nun hätten sich "neue berufliche Perspektiven in Australien ergeben, denen ich daher gerne nachgehen möchte".

Elisabeth Sobotka, Intendantin der Oper Graz, betonte, sie habe die Zusammenarbeit mit dem Chefdirigenten immer sehr geschätzt und zeigte sich "dankbar für seinen großen Einsatz für dieses Haus". Durch die Kombination Europa - Australien über die Jahre hinweg, habe sich für Fritzsch auch eine große persönliche und gesundheitliche Belastung aufgebaut. Daher akzeptiere sie seinen Entschluss, "auch wenn dies doch sehr plötzlich kommt", so Sobotka.

Suche nach Nachfolger

Der Abgang macht eine Neubesetzung der Funktion notwendig: "Wir machen uns natürlich sofort auf die Suche nach einem Nachfolger", so Sobotka. Die derzeitige Intendantin übernimmt selbst mit 1. Jänner 2015 die Leitung der Bregenzer Festspiele. Die "Falstaff"-Termine - die Premiere unter der Stabführung von Fritzsch fand erst am vergangenen Sonntag statt - werde Matthias Foremny übernehmen, hieß es.

(APA)

Kommentar zu Artikel:

Chefdirigent Johannes Fritzsch verlässt Oper Graz

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen