Oper Graz: Schweizerin Schmid wird neue Intendantin

10.04.2013 | 13:01 |   (DiePresse.com)

Nora Schmid, Chefdramaturgin an der Semperoper Dresden, wurde einstimmig aus 43 Kandidaten ausgewählt. Sie löst Elisabeth Sobotka ab.

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Nora Schmid wird die neue Opernintendantin in Graz. Die gebürtige Schweizerin war zuletzt leitende Dramaturgin an der Semperoper Dresden und arbeitete davor am Theater an der Wien. Graz ist die erste Intendanz der 35-Jährigen.

In Graz wird Nora Schmid ab 1. Jänner 2015 tätig sein. Die Saisonen 2013/14 sowie 2014/15 wurden bzw. werden noch von der derzeitigen Intendantin Elisabeth Sobotka gestaltet. Sie wird mit Jahreswechsel 2014/15 zu den Bregenzer Festspielen wechseln.

Einstimmige Entscheidung

Die Entscheidung für die Schweizerin sei "einstimmig und sehr schnell" gefallen, erklärte Dominique Meyer, Intendant der Wiener Staatsoper und Jury-Mitglied, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. "Es ist ein sehr, sehr aufregender Moment für mich", sagte die designierte Intendantin. Schmid betonte in einem Kurz-Statement, es habe sie "die kulturelle Vielfalt von Graz gereizt". "Die Grazer Oper steht für hohe Qualität." Sie möchte zunächst "die Oper mehr zur Stadt hin öffnen", denn Theater sei für sie "Einladung zum Dialog".

Schmid war aus 43 Bewerbern, von denen 19 zu einem Hearing nach Graz eingeladen wurde, als Siegerin hervorgegangen. Die 35-Jährige hat bisher kein Haus geleitet, ist aber Mitglied der Interims-Intendanz der Semperoper, nachdem Intendantin Ulrike Hessler im Vorjahr verstorben ist.

Zur Person
Nora Schmid wurde in Bern geboren, studierte in ihrer Heimatstadt und in Rom Musikwissenschaft und Betriebswirtschaft. Sie sammelte Erfahrungen im Orchestermanagement bei der "basel sinfonietta", und in der Staatsoper Unter den Linden in Berlin war sie im Bereich Marketing tätig. 2005 ging sie als Musiktheaterdramaturgin an das Theater Biel Solothurn. Ab 2007 war Schmid Dramaturgin im Theater an der Wien, bevor sie 2010 Leitende Dramaturgin an der Semperoper in Dresden wurde.

"Jung bedeutet nicht, dass man keine Erfahrung hat", merkte Dominique Meyer an. Für Schmid habe gesprochen, dass sie "gute, klare Ideen habe und gut strukturiert" sei. Die Kandidaten der Endrunde mussten einen Spielplan für drei Jahre ausarbeiten, und auch dabei habe die Schweizerin überzeugt, betonte Meyer. Schmid betonte, sie kenne die Grazer Oper seit recht gut, da sie besonders während ihrer Zeit in Wien immer wieder Vorstellungen besucht habe.

(APA)

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