Konzerthaus: So grüblerisch kann Brahms klingen

Maxim Vengerov sinnierte in Brahms' Violinkonzert, das Toronto Symphony Orchestra spielte Bartók eine Spur zu unbekümmert effektvoll.

Maxim Vengerov.
Schließen
Maxim Vengerov.
Maxim Vengerov. – (c) imago/Xinhua (imago stock&people)

Manchmal ist schon in den ersten Tönen alles enthalten – so wenn Maxim Vengerov das Violinkonzert von Brahms spielt. Die Themenaufstellung des Orchesters im Stirnsatz klingt, ähnlich wie in dessen zweiter Symphonie, nach einem friedlichen Sommermorgen, in dem jedoch die Erinnerung an die vorausgegangene Gewitternacht nachzittert. Und dann steigt der Solist ein – mit energischer, kraftvoller Geste. 1997 hat der damals 23-jährige Vengerov das Konzert mit Barenboim in Chicago live aufgenommen. Seither sammelte er nicht nur die herkömmlichen Erfahrungen einer Musikerkarriere, sondern hat auch eine schwere Krise überwunden: Schulterverletzung, längere Zwangspause, Neuorientierung als Dirigent, die nach seinem Comeback als Geiger sein musikalisches Leben bereichert.

Das ist drin:

  • 2 Minuten
  • 329 Wörter
  • 1 Bild

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.05.2017)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen