Adrian Eröd ist Wiens neuer "Pelleas"

Adrian Eröd springt in Debussys "Pelleas und Melisande" an der Wiener Staatsoper ein. Der frischgebackene Kammersänger übernimmt anlässlich der Premiere der Neuinszenierung der Oper durch Marco-Arturo Marelli die männliche Titel-Partie von Benjamin Bruns, der "mit Bedauern aus persönlichen Gründen die Rolle zurücklegen musste", wie die Staatsoper mitteilt.

In der Premiere am 18. Juni (und den Reprisen am 20.,
24., 27. und 30. Juni 2017) ist Olga Bezsmertna Eröds Melisande. Es dirigiert Alain Altinoglu. Simon Keenlyside ist erstmals im Haus am Ring in der Partie des Golaud zu erleben. Bernarda Fink gibt als
Geneviève ihr Hausdebüt, Franz-Josef Selig singt den König Arkel, Maria Nazarova den Yniold.

Damit ist, anders als geplant, die Partie des Pelleas wieder mit einem hohen Bariton besetzt anstatt mit einem Tenor. Das entspricht der Aufführungspraxis, nicht aber den Angaben Debussys, der ausdrücklich einen Tenor vorgesehen hat, diesem allerdings eine vergleichsweise tief liegende Tessitura zugedacht hat. Die Rolle reicht nicht höher als bis zum A. Eröd hat als Bariton mit bekannt sicherer Höhe keine Mühe mit tenoralen Herausforderungen - in der Premiere der jüngsten Wiener Neuinszenierung von Wagners "Rheingold" debütierte er zur Begeisterung von Publikum und Kritik als Loge . . . 

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