Kunststreit um beliebte New Yorker Skulptur "Fearless Girl"

Der Bildhauer hinter der berühmten New Yorker Bullen-Statue will die Bronzeskulptur entfernen lassen. Er sehe sein Urheberrecht durch die Statue verletzt.

US NYC Mayor holds photo op with Fearless Girl Mayor De Blasio poses with the Fearless Girl sculptu
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US NYC Mayor holds photo op with Fearless Girl Mayor De Blasio poses with the Fearless Girl sculptu
New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio mit der Skulptur "Fearless Girl". – (c) imago/Pacific Press Agency (imago stock&people)

Der Bildhauer hinter der berühmten New Yorker Bullen-Statue will die beliebte Bronzeskulptur "Fearless Girl", die vor einigen Wochen neben dem Bullen auftauchte, beseitigen lassen. Der italienische Künstler Arturo Di Modica sehe sein Urheberrecht durch die Statue des furchtlosen Mädchens verletzt, sagte dessen Anwalt Norman Siegel der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Di Modica hatte den wuchtigen Bronze-Bullen 1989 über Nacht und ohne Genehmigung nahe der New Yorker Börse aufgestellt. Gedacht war die Skulptur als Hommage an die Widerstandsfähigkeit der Amerikaner nach dem als "Schwarzer Montag" bekannten Börsencrash 1987. Die drei Tonnen schwere, gut fünf Meter lange Statue ist seitdem zum Symbol für Wohlstand und Finanzkraft, aber auch Exzess und Profitgier geworden.

Das Bronze-Mädchen mit wehendem Kleid und Pferdeschwanz wurde von einer Investmentfirma im März zum Weltfrauentag aufgestellt. Das Mädchen stützt die Hände in die Hüften und blickt dem Bullen furchtlos in die Augen. Das Ziel, damit für mehr Frauen in Aufsichtsräten zu werben, lasse sich auch an anderer Stelle verwirklichen, sagte Siegel: "Man könnte das "Fearless Girl" vor viele Konzerne und Unternehmen und Anwaltsfirmen stellen."

Im Kern geht es um Bilder des Bullen, die die Investmentfirma benutzt und vervielfältigt haben soll, um ihre eigene Statue zu bewerben. Siegel sprach von einer "klassischen Urheberrechtsverletzung". Die Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft sei fraglos ein wichtiges Thema, sagte Siegel, fügte aber hinzu: "Vielleicht hätten sie Arturo um Erlaubnis fragen sollen."

(APA/dpa)

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