Künstler brütete Küken aus, Tierschützer protestieren

"Tiere haben keinen Platz in der Kunst", meint die Tierschutzorganisation Peta zu einer Aktion des Künstlers Abraham Poincheval. Dieser hatte zuvor sein erstes Ei ausgebrütet.

Abraham Poincheval brütet im Museum
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Abraham Poincheval brütet im Museum
Abraham Poincheval brütet im Museum – (c) REUTERS (Gonzalo Fuentes)

Die Tierschutzorganisation Peta sorgt sich um ein Küken, das der französische Künstler Abraham Poincheval im Rahmen einer Performance in einem Pariser Museum ausgebrütet hat. "Man kann sich nicht über die Geburt eines Kükens freuen, das allein in einem Museum aus dem Ei schlüpfte und als Teil einer 'künstlerischen' Performance betrachtet wird", kritisierte Peta.

Das Küken werde "niemals seine Mutter kennenlernen". Poincheval sitzt seit etwa drei Wochen in einem Plexiglasgehäuse im Museum Palais de Tokyo und versucht, zehn Eier auszubrüten - ein erstes Küken schlüpfte am Dienstag. Nach der Aktion sollen die Tiere auf dem Bauernhof des Vaters des Künstlers, Christian Poincheval, in der Normandie aufwachsen.

Peta schrieb dem Künstler einen Brief

Küken seien sensible Lebewesen, die "genau wie wir Leid und Schmerz empfinden" könnten, erklärte Peta und fügte hinzu: "Tiere haben keinen Platz in der Kunst." Die Organisation hat nach eigenen Angaben bereits einen Brief den Künstler geschrieben.

Poincheval ist für spektakuläre Kunstaktionen bekannt. Im Februar hatte sich der 44-Jährige eine Woche lang im Palais de Tokyo in einen tonnenschweren Felsblock einsperren lassen.

(APA/AFP)

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