Nur falls wer fragt wie's um die Kulturpolitik steht

Nur ein Programm fehlt noch - das der ÖVP

Sogar die Kulturpolitik verspricht wieder spannend zu werden bei diesen Nationalratswahlen. Was erstens damit zu tun hat, dass es einige neue Player gibt, Sepp Schellhorn etwa, der bei den Neos die Kulturpolitik übernommen hat. Der Tiroler Georg Willi, der bei den "Grünen" zumindest bis zur Wahl die ehemaligen Agenden von Kulturpolitik-Urgestein Wolfgang Zinggl übernommen hat, der wiederum bei der Liste Pilz mit seinem Spezialthema antritt - dort allerdings ohne fixen Listenplatz. Oder Maria Großbauer, die Opernball-Organisatorin, die auf Platz 6 der Liste Kurz kandidiert. Um den Bereich Kultur dort abzudecken. Allerdings noch nicht genau jetzt. Sondern erst ab Mitte September. Womit wir bei zweitens wären: Nachdem die ÖVP sogar mit ihrem Kulturprogramm noch nicht rausrücken will - soviel Spannung gab es darum noch nie - hängen alle Geschichten in den diversen Redaktionen über die kulturpolitischen Programme der Parteien im Vergleich in der Warteschleife.

Solange sich die quereingestiegene Großbauer noch in die Materie einarbeitet, heißt die Kultursprecherin der ÖVP zwar Maria Fekter - aber über das Wahlkampf-Programm kann Fekter ebenfalls noch nichts erzählen, heißt es aus dem VP-Büro. 

Also warten. Bis Mitte September. Was Vor- und Nachteile hat. Es ist zwar lästig. Und den altgedienten Spielern gegenübern, die schon - allen voran natürlich SP-Kulturminister Thomas Drozda - mit gut ausgearbeiteten Programmen in den Startlöchern scharren, unfair. Anderderseits - ein paar Wochen weniger Wahlkampf-Hick-Hack zumindest in der Kultur. Auch nicht so übel.

 

 

 

 

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