Wieder nicht!: Die ewigen Anwärter auf den Literaturnobelpreis

Amos Oz

Nobelpreisträger Günter Grass macht sich seit Jahren für des Israeli Amos Oz (geb. 1939) stark. Allein für sein Buch "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" hätte Amos Oz den Nobelpreis verdient, meint Grass. Genutzt hat es bisher nichts.

(c) EPA (PETER KOLLANYI)

António Lobo Antunes

(geb. 1942)
Seit gut 20 Jahren als Favorit gehandelt, geht dem Portugiesen diese Rolle inzwischen auf die Nerven. Jeden Herbst wird der gelernte Arzt von der Presse verfolgt. Und jedes Jahr die Frage: "Machen Sie sich heuer Hoffnungen auf den Nobelpreis?"

(c) REUTERS (� STRINGER Mexico / Reuters)

Assia Djebar

(geb. 1936)
Eine Frau, noch dazu eine aus dem arabischen Raum: Die Chancen für Assia Djebar stehen jedes Jahr gut, will doch die Nobel-Jury ihre Ruf loswerden, vor allem Männer aus Europa auszuzeichnen. Trotzdem: Die Autorin aus Algerien ging wieder leer aus.

(c) dpa (Frank May)

Bob Dylan

(geb. 1941)
Auch schon seit 20 Jahren steht der US-Songwriter und Poet auf der Favoritenliste. Er soll einige Male schon nahe dran gewesen sein, doch ging es sich bisher noch nie aus.

(c) REUTERS (� Jason Reed / Reuters)

Cees Nooteboom

(geb. 1933)
Anfang der 1990er Jahre wurde der Niederländer erstmals für den Nobelpreis ins Spiel gebracht.

(c) imago stock&people (imago stock&people)

Don DeLillo

(geb. 1936)
Der New Yorker gehört zu einer Reihe von US-Romanciers, die von Kritik und Fans gehuldigt werden, von der Nobel-Jury allerdings bisher allerdings nicht berücksichtigt wurden.

(c) imago stock&people

Ian McEwan

(geb. 1948)
Er ist zwar Brite, aber auch für Ian McEwan gilt: Große, großartige Romane in englischer Sprache reichen derzeit nicht.

(c) Reuters (� NIR ELIAS / Reuters)

Ismail Kadare

(geb. 1936)
Der albanische Schriftsteller gilt als einer der Großen der Weltliteratur - und ist ohne Nobelpreis in guter Gesellschaft, etwa mit James Joyce, Vladimir Nabokov ...

(c) � Jacky Naegelen / Reuters

Joyce Carol Oates

(geb. 1938)
Die amerikanische Romanschriftstellerin gehört wie einige ihrer Landsmänner zu den Dauer-Leider-Nein-Kandidaten.

(c) REUTERS (� Vincent Kessler / Reuters)

Margaret Atwood

(geb. 1939)
Nach der Vergabe des Nobelpreises an ihre Landsfrau Alice Munro schwanden die Chancen der Kanadierin. Sie freute sich trotzdem über Munros Auszeichnung, die beiden sind befreundet.

(c) REUTERS (� Mark Blinch / Reuters)

Milan Kundera

(geb. 1929)
Dreißig Jahre ist es bereits her, dass "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" erschien, Kunderas wahrscheinlich bestes Buch. Auf den Favoritenlisten stand der in Frankreich lebende Tscheche schon einmal weiter oben.

(c) imago stock&people (imago stock&people)

Haruki Murakami

(geb. 1949)
Ginge es nach der Leserschaft, der Japaner hätte längst einen Nobelpreis. Seit Jahren liegt er auf den Spitzenplätzen bei den Nobelpreis-Wetten. Bei Kritikern sind seine Werke hingegen umstritten. Der Autor läuft auf Marathons - vielleicht braucht er diese Ausdauer auch beim Marathon.

(c) REUTERS (� Baz Ratner / Reuters)

Peter Handke

(geb. 1942)
Der gebürtige Kärntner macht es sich selbst nicht leicht. Seine politische Haltung zu Serbien sorgt für Protest - und verbaut ihm möglicherweise den Weg zum Nobelpreis.

(c) EPA (Norbert F�rsterling)

Philip Roth

(geb. 1933)
Philip Roth mag nicht mehr: Der große US-Romancier schreibt keine Bücher mehr, auch will er nicht mehr in der Öffentlichkeit auftreten. Ob er immer noch den Nobelpreis will?(c) REUTERS (� ERIC THAYER / Reuters)

Salman Rushdie

(geb. 1947)
Seine "Die Satanischen Verse" waren für Irans Ayatollah Khomeini Gotteslästerung, seither lebt der gebürtige Inder unter Todesdrohung. Wenn das keine Motivation ist, ihm den Nobelpreis zu geben. Zumindest irgendwann einmal.(c) REUTERS (� Tobias Schwarz / Reuters)

Thomas Pynchon

(geb. 1937)
Thomas Pynchon gilt als einer der einflussreichsten zeitgenössischen Literaten. Sein letzter Roman "Bleeding Edge" wurde vor einem Jahr veröffentlicht. Auf den Nobelpreis wartet er bislang vergebens.

Adonis

geb. 1930
Der Daueranwärter unter den Daueranwärtern: Ali Ahmad Said alias Adonis. Er ist einer der bedeutendsten arabischen Dichter der Gegenwart. Adonis ging auch heuer leer aus. Der Nobelpreis ging, einmal mehr, an einen Europäer.(c) imago stock&people (imago stock&people)
Kommentar zu Artikel:

Wieder nicht! Die ewigen Anwärter auf den Literaturnobelpreis

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.