25.05.2012 07:40 | Meine Presse Merkliste 0

Wie „Islamophobie“ die Sprache verdirbt

17.12.2010 | 18:45 |  von Anne-Catherine Simon (Die Presse)

Das Wort „Islamophobie“ gehört abgeschafft, fordert der französische Philosoph Pascal Bruckner. Warum ein Kampfwort britischer Muslime so erfolgreich wurde – und so gefährlich ist.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Eine pathologische Furcht vor dem Islam: Wenn die Menschen in 100 Jahren den Geisteszustand des Jahres 2010 anhand unserer Internet-Ergüsse rekonstruieren sollten, werden sie überzeugt sein, dass eine Krankheit namens „Islamophobie“ damals unglaubliche Ausmaße annahm. Denn kaum ein Begriff hat weltweit so Karriere gemacht. Google zählte zu Redaktionsschluss 4.350.000 Internet-Einträge des englischen Worts „islamophobia“. Zum Vergleich: Bei „antisemitism“ sind es 1.290.000, also nicht einmal ein Drittel.

Und das, obwohl der Begriff der Islamophobie noch vor zehn Jahren kaum verwendet wurde. Zwar kam er schon in den 1990er-Jahren auf, aber zum öffentlichen Gemeingut wurde er erst nach 9/11. Und noch ein Ereignis pushte den Begriff: die dänischen Mohammed-Karikaturen 2005.

„Wir weigern uns, auf unseren kritischen Geist zu verzichten, aus Angst, der ,Islamophobie‘ bezichtigt zu werden – ein erbärmliches Konzept, das die Kritik am Islam als Religion und die Stigmatisierung derer, die daran glauben, vermischt“: So schrieb Salman Rushdie mit anderen Autoren in einem Statement zu den Karikaturen. Und benannte damit den Hauptgrund für das Unbehagen, das der Begriff bis heute auslöst: Er trennt nicht zwischen Kritik an einer Religion und Diskriminierung von Menschen.

 

„Totalitärer Propaganda würdig“

Dieser Tage ist die Diskussion wieder aufgeflammt, mit einem auf der Internetseite „Perlentaucher“ veröffentlichten Artikel von Pascal Bruckner. „Dieser einer totalitären Propaganda würdige Begriff lässt absichtlich offen, ob er auf eine Religion zielt, ein Glaubenssystem, oder auf die Gläubigen aller Herren Länder, die ihr angehören“, schreibt der französische Philosoph. Er ziele darauf, „den Islam zu etwas Unberührbarem zu erklären“. Man spreche ja auch nicht von „Liberalophobie“ oder „Sozialistophobie“, wenn jemand gegen die Verteilung von Reichtümern oder die Herrschaft des Marktes eintrete. Und obwohl das Christentum heute unter allen monotheistischen Religionen die am meisten verfolgte sei, funktioniere der Begriff „Christophobie“ nicht – „und das ist gut so. Es gibt Wörter, die Sprache verderben, ihren Sinn verdunkeln.“

Fragt sich, ob hier unabsichtlich oder absichtlich verdunkelt wurde. Tatsächlich schockiert die Willfährigkeit, mit der wohlmeinende westliche Meinungsmacher unreflektiert ein Wort übernommen haben, das als Kampfbegriff im Norden Londons geboren wurde. Schon in einem französischen Buch von 1921 ist die Rede von einem „islamophoben Delirium“ eines Jesuiten („délire islamophobe“), und eine unbewiesene Theorie schreibt die Erfindung der „Islamophobie“ den Mullahs der iranischen Revolution zu – sie sollen Frauen, die den Schleier verweigerten, so beschimpft haben. Wirklich sicher ist aber nur, dass das Wort von britischen Muslimen um 1990 herum lanciert wurde.

Nun kämpften diese aber nicht einfach gegen die Benachteiligung von Individuen, wie der britische Islamwissenschaftler Chris Allen im soeben erschienenen Buch „Islamophobia“ (Verlag Ashgate) schildert, sondern vor allem für die Anerkennung einer kollektiven „muslimischen Identität“. Dazu gehörte in den 1990er-Jahren auch die Einrichtung des „Muslim Parliament“. Es kämpft laut eigenen Aussagen gegen „die hinterhältige Kampagne, muslimische Bürger zu einer unterdrückten Minderheit zu machen“, und gegen Gesetze, die „in direktem Konflikt mit dem Gesetz Allahs stehen“ (u.a. Abtreibung, Homosexualität, Glücksspiel, Alkohol, Abschaffung der Todesstrafe).

 

„Islamophobie“ wie Antisemitismus?

1994 machte der britische „Runnymede Trust Report“ den Begriff auch für Nichtmuslime hoffähig. Das Dossier „A Very Light Sleeper: The Persistence and Dangers of Anti-Semitism“ widmete sich offiziell auch „anderen Formen des Rassismus“, de facto aber einer einzigen: der „Islamophobie“. Zwei Jahre später wurde die „Commission on British Muslims and Islamophobia“ gegründet. 2001 schließlich anerkannte die UNO „Islamophobie“ offiziell als dem Antisemitismus gleichrangige Form des Rassismus. Muslimische Staaten verlangten damals, „Islamophobie“ sollte jegliche Kritik am Islam umfassen, was tat die UNO also? Sie definierte den Begriff überhaupt nicht.

Seitdem haben fast alle Berichte zur „Islamophobie“ eines gemeinsam: die Klage darüber, dass niemand genau weiß, wovon die Rede ist – oder sein soll. Und genau deswegen wird die „Islamophobie“ wohl so geliebt: Sie eignet sich dazu, jede Islam-Kritik als unbegründete Aggression gegen Menschen zu verunglimpfen. Auch die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich scheint das nicht zu stören, obwohl sie auf ihrer Website erklärt, das Wort nur „sehr behutsam“ zu verwenden: Denn wenige Absätze später nennt sie die „entschiedene Anti-Haltung gegenüber dem Islam“ als Kennzeichen dieser „wesentlichen Facette von Fremdenfeindlichkeit“.

Das Deutsche böte ja auch andere Ausdrücke wie „Muslimen-Feindlichkeit“, um Fremdenhass von sachlicher Islam-Kritik zu unterscheiden. Aber dafür müsste man zuallererst einen Begriff entsorgen, der nur zu einem Zweck erfunden wurde: genau diese Unterscheidung unmöglich zu machen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.12.2010)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

25 Kommentare
 
1 2
Gast: Gast
31.12.2010 19:10
0 0

Meine Red'

Danke für den Artikel.
Tut gut, das mal hier in der Presse zu lesen.
Der Standard schafft das leider nicht

Gast: Fasik
20.12.2010 11:52
2 0

Hizb ut-Tahrir

"Islamophobie ist nach der Wortbedeutung eine an Wahn grenzende Angst vor dem Islam. Islamophobie ist heute vor allem unter Muslimen verbreitet, etwa unter Sunniten, die Schiiten hassen, oder unter Schiiten, die Sunniten hassen. Überall in der islamischen Welt werden täglich Muslime Opfer dieser hasserfüllten islamophoben Wahnvorstellungen. Die weisen Politiker der westlichen Welt haben keine Erklärung dafür, warum es Islamophobie unter Muslimen gibt. Sie nennen es vielmehr nur Islamophobie, wenn Europäer nicht freudig erregt ihre eigene Verdrängung durch Muslime in Europa begrüßen. Wenn Hunderttausende Türken im Frühjahr 2007 in ihrer Heimat gegen die Islamisierung ihres Landes demonstrieren, dann ist das aus westlicher Sicht keine Islamophobie, sondern ein friedlicher Massenprotest. Zeitgleich wird jegliche Kritik am Islam in westlichen Staaten von Muslimen unter dem Beifall von Intellektuellen als »Islamophobie« bezeichnet. Das ist schizophren. Das zeigt, wie krank unsere Politiker und Intellektuellen sind. Der Begriff »Islamophobie« stammt übrigens von der terroristischen islamischen Gruppe Hizb ut-Tahrir, die in Deutschland verboten ist. Wenn mir also jemand »Islamophobie« vorwirft, dann ist das bei näherer Betrachtung so, als ob mir ein Nazi vorwirft, dass ich seine Ideologie nicht teile. Ich habe tiefstes Mitleid mit jenen, die so dumm sind und Kampfbegriffe wie »Islamophobie«, die von islamischen Terrorgruppen kreiert worden sind, unkritisch nachplappern" Udo Ulfkotte

Antworten Gast: Heinz-Yusuf Salamander
20.12.2010 13:51
2 0

Re: Hizb ut-Tahrir

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen!

Doch den Problemblinden; denen, die's einfach immer noch nicht kapieren wollen, fällt wahrscheinlich doch wieder was ein...

Ihr solltet auch mal die unbequemen Meldungen lesen - und nicht nur das nachplappern, was euch eure grünen Parteibonzen (Verzeihung: -bonzInnen, ne?) & Konsorten auftischen. Meldungen z.B. über die Juden in den Niederlanden, die sich nicht mehr trauen, in ihre Synagogen zu gegen; über Gruppenvergewaltigungen in den skandinavischen Ländern; über die Verfolgung der Christen z.B. im Irak - oder etwa auch über die Ehrung des Gründers der faschistischen "Grauen Wölfe" in der bekannten Moschee in Duisburg-Marxloh im April dieses Jahres... Und dann nochmal überlegen, wo RECHTS und wo LINKS ist!!!

Dazu auch: http://europenews.dk/de/node/37523

Gast: Hardcore-Rocker
19.12.2010 17:07
0 1

So schlau ist Herr Bruckner auch nicht

Bruckner kein Philosoph sondern höchsten ein Philomoron. "Islamophobie eignet sich dazu, jede Islam-Kritik als unbegründete Aggression gegen Menschen zu verunglimpfen." Na prima, wenn da so ist, schaffen wir den Begriff schleunigst ab. Dann können wir nämlich wieder in Ruhe jeder Verunglimpfung der Muslime und ihres Glaubens, ihres Leben, ihrer Geschichte frönen. Könnte es sein, dass Herrn Bruckner dies ungeheuer gefallen dürfte und er ein starkes Interesse daran hätte?

Außerdem wer anfängt, Google-Suchergebnisse als Beweis anzuführen, zeigt schon, worauf er es abgsehen hat. Die Zahlen sind zum einen reine Schätzungen. Dass Islamophia öfters auftaucht als Antisemitismus, liegt zum anderen einfach daran, dass etwa 1,5 Milliarden Muslim auf der Welt leben und nur 30 Millionen Juden - die Zahl der "Betroffenen" ist also um ein vielfaches Größer. Darüber hinaus wird sein einigen Jahren nunmal viel häufiger über den Islam als über das Judentum geredet.

Gast: crackerjack
19.12.2010 11:57
0 2

islamobhobie passt schon

islamkritik deutet auf eine pragmatische auseindersetzung . Was wir aber bei "politically incorrect", "achse des guten" oder während der sarazzin debatte erlebten ist eine manifestierte phobie gegen alles und jeden im weitesten umfeld des islams. Wenn der schuh passt, sollte man es auch anziehen. Nicht so bescheiden kinder...nicht so bescheiden.

Gast: AdemDolas
18.12.2010 20:21
0 0

wir können...

... diesem Problem ganz einfach habhaft werden: von nun an gelobe ich das Wort "Islamophobie" nimmer mehr in den Mund zu nehmen, noch zu schreiben. Je nach Anlass werde ich das Wort ersetzen durch "Muslimenfeindlichkeit" oder "Islamkritik", o.ä. Durch diese Re-Differenzierung der Sprache kann man falschen Aussagen mit falschen Schlussfolgerungen in unserer Sprache und unserem Verstand vorbeugen.

Einen wunderschönen Abend euch allen,

Adem Dolas

galli leo
18.12.2010 17:48
0 0

warum so kompliziert?

viel einfacher lautet es:
wer andere menschen PAUSCHAL, ohne ansehen der person und deren aktivitäten, be- bzw aburteilt, ist ein vollkoffer!

Antworten Gast: du gurke
18.12.2010 20:54
0 0

Re: warum so kompliziert?

ein Widerspruch in sich, schließlich werfen Sie auch pauschal alle die, die so urteilen, als "Vollkoffer" in einen Topf

Gast: Heinz-Yusuf Salamander
18.12.2010 17:00
1 0

Seufz...

"gibts denn vielleicht keine, von auslänerhassern sorgfältig geschürte furcht vor dem islam?
und nichts anderes heißt das wort "ISLAMOPHOBIE"."

...hier wurde Inhalt & Aussage des Artikels offenbar KOMPLETT nicht verstanden...

Empfehlung: nochmal ganz in Ruhe lesen.

Empfehlung II: Bestimmte Wörter werden großgeschrieben; z.B. Substantive. Das ist so, damit man einen Text besser überblicken und lesen kann.

Resistance
18.12.2010 15:32
3 1

Islamophobie:

"„Dieser einer totalitären Propaganda würdige Begriff lässt absichtlich offen, ob er auf eine Religion zielt, ein Glaubenssystem, oder auf die Gläubigen aller Herren Länder, die ihr angehören“, ..... und zielt darauf ab, „den Islam zu etwas Unberührbarem zu erklären“.

Eine wunderbare Erklärung, der nichts hinzuzufügen ist. Und hervorragend erklärt, wieso er in den letzten Jahren so überhand nimmt.

Tom93
18.12.2010 15:28
0 4

kein begriff ist ganz perfekt

auch der ausdruck "antisemitismus" lässt zu wünschen übrig. treffender wäre wohl "judenfeindschaft" oder "judenhass".

aber das phänomen, dass der ausdruck "islamophobie" bezeichnet st real, da hilft auch kein herumdoktern an begriffen. es gibt leute und parteien, wie die fpö, die alle probleme unseres landes auf muslime zurückführen wollen. die sind an allem schuld, laut fpö. das als "isamophob" zu bezeichnen, ist sicher nicht falsch.

Tom93
18.12.2010 15:24
0 5

gibts denn vielleicht keine, von auslänerhassern sorgfältig geschürte furcht vor dem islam?

und nichts anderes heißt das wort "ISLAMOPHOBIE".


Ambra7474
18.12.2010 14:14
0 3

Umgang mit Muslimen

Gegen etwas eine Phobie zu haben bedeutet mehr oder weniger Angst, in diesem Fall vor dem Islam und seinen Auswirkungen auf Europa, zu haben. Die meisten Muslime, die ich kenne, kommen einem mit ungemein offenen Herzen zu, wenn man versucht mit ihnen in Kontakt zu treten - ganz besonders dann, wenn man ihnen signalisiert ein bißchen Ahnung von ihrem Kulturkreis und ihrer Religion zu haben. Bin ich nicht bereit mich zu öffnen und die Welt einmal von einer anderen wie meiner christlich beschränkten Seite zu sehen, ist es ja kein Wunder wenn mir die Gegenwart von Muslimen Unbehagen verursacht. Noch wollen die Mehrheit der Muslime nur friedlich in unserem Land leben, das kann sich aber jederzeit schlagartig ändern wenn der Druck von Außen (das nicht akzeptiert ja nicht einmal verstanden zu werden) zu groß wird. Aus ihrem Gefühl der Hilflosigkeit heraus suchen sie dann Halt bei ihren Mutterländern (z.B. bei Erdogan).
Vielleicht kapseln sich die Muslime in Europa deshalb so von der Ursprungsbevölkerung ab, weil sie den Eindruck haben hier als Fremdkörper wahrgenommen zu werden?

Antworten Gast: ichich
18.12.2010 16:56
2 0

Re: Umgang mit Muslimen

nun ja, die miesten mulsime die ich kenne, kommen mit verschlossenem herzen hierher. sie kommen in eine perfekt organisierte paralellwelt in der sie ihr bisheriges leben weiterführen können, nur eben auf einem weit höherem lebensstandard.

und ich wiess jetzt nicht ob sie es so gemeint haben aber man kann durchaus folgendes aus ihrem posting herauslesen: WIR haben uns nicht auf die (muslimischen) migranten eingestellt - Wir haben uns ihnen gegenüber nicht geöffnet - WIR zeigen kein verständnis für ihre kultur ...

... ganz offen, WIR müssen
g a r n i c h t s !


Antworten Pilatus
18.12.2010 15:21
3 0

Re: Umgang mit Muslimen

@Ambra7474: Sehr interessant, Ihr Beitrag hier. Aber wenn man jugendliche Muslime (männlich) in Berlin, Mannheim, Duisburg, Köln oder auch Essen oder St.Pölten(!) beobachtet, wie sie auftreten, wie sie sich benehmen, so wundert es einen nicht, wenn eine sog. "Islamophobie" sich unter der Bevölkerung breit macht. Selbstverständlich gibt es unter den Muslimen viele Intelligente, die sich davon distanzieren, doch die jugendliche "Unterschicht" der Muslime wird immer radikaler. Das hat schon der hessische Ministerpräsident Bouffier bestätigt, der selbst an einer Islamkonferenz in Bonn teilgenommen hat. Und auch die deutsche Familienministerin Schröder bestätigte, dass speziell die jungen Muslime nicht bereit sind, sich zu integrieren und sich noch dazu Rechte herausholen wollen, die ihnen nicht zustehen. Daraus muss man den Schluss ziehen, dass auch bei uns im deutschsprachigen Raum eine "Islamophobie" immer mehr Raum gewinnen wird. Noch dazu tragen Erdogan und Gül zum Entstehen dieser Phobie erheblich bei, indem sie laut verkünden, dass nur der Islam die wahre Religion sei, auch im deutschsprachigen Raum (Köln 2009).

Antworten Antworten Gast: Fellini
18.12.2010 15:44
0 1

Re: Re: Umgang mit Muslimen

@Pilatus: Aber sie bringen die Problematik des Begriffes Islamophobie gerade auf den Punkt. Sie schreiben: "Wenn man sich das Auftreten der jungen Muslime von Berlin bis St. Pölten anschaut". Wieso repräsentiert ein Gruppe von Ungebildeten eine ganze Religion, vor der man sich fürchten muss. Dann ist Österreich auch ein Naziland. Die Ängste die sie da beschreiben bleiben natürlich real, aber die Bezeichnung passt einfach nicht.

Antworten Antworten Antworten Pilatus
18.12.2010 16:49
2 0

Re: Re: Re: Umgang mit Muslimen

@fellini: Ich habe hier das Beispiel mit den Jugendlichen gebracht, da aufgrund deren Verhalten jedem, auch dem "ungebildeten" Deutschen oder Österreicher, klar wird, wie es um die Sache steht. Doch es sind nicht nur die muslimischen Jugendlichen, es sind auch viele von der sog. Intelligenz. Bei der Islamkonferenz in Bonn musste der hessische Ministerpräsident Bouffier feststellen, dass muslimische Akademiker nicht bereit waren, Frauen die Hand zur Begrüßung zu geben, ja Frauen wurden von diesen sogar gemieden incl. hohe Beamtinnen mit denen sie diskutieren sollten. Es ist also nicht nur die Unterschicht, es ist auch die muslimische Intelligenz nicht ganz unschuldig an der "Isalmophobie".

Gast: Karl H. Jensen
18.12.2010 13:14
0 0

Trennbare Verben nicht in Österreich?

"2001 schließlich anerkannte die UNO „Islamophobie“ offiziell als dem Antisemitismus gleichrangige Form des Rassismus."

Wirklich "anerkannte" oder "erkannte die UNO...an"? Würde gern wissen, ob das eine österreichische Variante ist oder schon angelsächsisches Deutsch.

Gast: Han
18.12.2010 10:41
8 1

Religionskritik

Es ist verfehlt die Kritik an einer Religion mit einer Phobie gleichzusetzen, weil in gleicher Weise die Kritik am Christentun mit einer Christenphobie gleichzusetzen wäre.

Es geht absolutistischen Religionen darum ihre Kritiker mundtot zu machen, Glaubens- und Gewissensfreiheit, sowie Meinnungs- und Pressefreiheit abzuschaffen.

"Es gilt nur das heilge Wort des Geistlichen ", ansonsten warten staatliche Sanktionen wie "Steinigung, Abschneiden von Körperteilen und die Todesstrafe, wobei abgesehen davon eine Logenplatz in der Hölle reserviert sei.

Europa ist unfähig sich dieser mittelalterlichen Mentalität zu entziehen und etwas entgegenzusetzen.

Mit einem halben Engagement in Afghanistan ist niemand geholfen, entweder volles Engagement oder überhaupt keines!

erichhard
18.12.2010 08:46
0 0

Naja

Tomaten- oder Paradeisersalat, Hauptsache, die Reizwörter "Ausländer" und "Islamischer Kulturkreis" werden seit einiger Zeit getrennt betrachtet bzw. bewertet, und das ist das Wichtigste.

Ansonsten viel Spass noch beim Diskutieren, ich ess jetzt mein Aprikosenmarmeladebrot.

Gast: glaub_nix
18.12.2010 07:28
4 2

Die Islamophobie-Keule sollte wohl den Europäern diesen Schwachsinn schmackhaft machen!

Nach der Pervertierung: Wer nicht für mich ist, ist gegen mich, anstatt, wer nicht gegen mich ist ist für mich!
Ist halt ein bissl faschistoid, die Ablehnung des Islam als Islamophobie zu bezeichnen.
Alles und jedes Blut ist zwar auch rot, aber es passt nicht zusammen und nur der Arzt weiß es, warum.
Die Gleichmacher wissen um die Unterschiede
nicht Bescheid, oder wollen es nicht.
Islam gehört dorthin, wo er hinpasst, leider nicht zu uns nach Europa, denn ich würde mich gern mit Islamen unterhalte, aber das geht nur bedingt. Schon beim "Guten Tag", hapert es.

Cosinus62
18.12.2010 02:01
9 0

Besondes arg ist die

Selbstmordattenäterphobie - auf so etwas muss man sich ja freuen.

Patty
18.12.2010 01:53
0 4

Moslemfeindlichkeit

Der Islamophobiebegriff hat in etwa das gleiche Potenzial zum Kampfbegriff, wie der Begriff "Islamkritik".

Es wird aber ein Inhalt im Islamophobiebegriff "abgewehrt", den er in der Praxis nicht enthält.

"Islamfeindlichkeit" ist auch zweischneidig.
Jeder Atheist ist natürlich Islamfeindlich, wie er auch Christentumsfeindlich ist. Ein Atheist aber ist - als Atheist - nicht *Moslemfeindlich*. Mullahfeindlich vielleicht - so wie er Bischofsfeindlich ist. Er verhöhnt Religionen und lehnt sie ab, wirbt evtl. für den Atheismus, er hasst aber nicht Menschen, die den Religionen anhängen, und sieht in ihnen auch keine "unerwünschten Menschen".

Es gibt jedoch *Moslemfeindliche* Menschen, denen "Kritik" am Islam ein wilkommenes Vehikel ist, um Xenophobie zu schüren und ihr aus scheinbar der Mitte der Gesellschaft heraus zu fröhnen.

Es gibt Menschen, die üben gute Kritik am Islam, z.B an der iranischen Staatsausprägung, mit dem Ziel, die dortige Situation zu verändern.

Es gibt aber auch Menschen, die andere Menschen dem Islam zuordnen, und sie dann abgrundtief dafür hassen, "irgendwie islamisch konnotiert" zu sein.

Den geäußerten Hass taufen sie dann zu "Islamkritik" um, ihr "Moslems raus" färben sie dann mit Zitaten von namhaften Islamkritikern "schön", und ziehen so die Inhalte dieser Islamkritiker in die rechte Ecke, obwohl sich diese häufig eher im linken oder liberalen Spektrum verorten, keinesfalls aber im rechten.

Um diese geht es. Es sind Rassisten, und keine Islamkritiker.

Gast: h
17.12.2010 21:43
0 1

Das

seh ich auch so. Konkret soll man einfach sagen, ISLAMFEINDLICHKEIT.
Alles andere ist ja wirklich Heuchelei.

sepp bauer
17.12.2010 19:18
3 1

aktueller stand der debatte

da hat die autorin die beiden artikel, die als reaktion auf bruckner verfasst wurden, (wissentlich?) übersehen:
einmal der britisch-deutsche journalist alan posener: http://starke-meinungen.de/blog/2010/12/14/die-islamophobie-und-ihr-kritiker/comment-page-1/#comment-5512
und ein ander mal der österreichische politikwissenschafter farid hafez http://www.perlentaucher.de/ptautoren/147/1.html

 
1 2