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Goodbye Print: US-Tageszeitung zieht ins Internet um

12.02.2008 | 11:31 |   (DiePresse.com)

Die seit 1917 erscheinende "Capital Times" verabschiedet sich von der täglichen gedruckten Ausgabe. Nur so könne die Zeitung am Leben erhalten werden, sagt Chefredakteur Dave Zweifel.

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In den USA wird sich erstmals eine Zeitung von ihrer täglichen Printausgabe verabschieden und fast vollständig ins Internet umziehen. Die in Madison im Bundesstaat Wisconsin erscheinende Tageszeitung "The Capital Times" soll ab dem 25. April nur noch zwei Mal pro Woche gedruckt und kostenlos verteilt werden. Bisher hatte die Tageszeitung eine Druckauflage von 17.000 Exemplaren.

"The Capital Times" sei vermutlich die erste größere Zeitung in den USA, die sich vom Print verabschiede, sagte Joe Strupp vom Branchenblatt "Editor & Publisher". "Eine Überraschung ist das nicht, da das Web für Zeitungen immer wichtiger wird", sagte Strupp. "Das heißt aber natürlich nicht, dass es in den nächsten fünf bis zehn Jahren nur noch Online-Zeitungen geben wird."

40 Jobs fallen Krise zum Opfer

Der scheidende Chefredakteur der "Capital Times", Dave Zweifel, sprach von einer traurigen Nachricht. Aber es sei notwendig gewesen, um die Zeitung angesichts sinkender Auflagen am Leben zu erhalten. Auslöser seien die schlechten Verkaufszahlen im Sommer 2007 gewesen. Der Herausgeber des Blattes, Clayton Frink erwartet, dass etwa 40 Jobs gestrichen werden müssen.

Die "Capital Times" erscheint seit 1917. Seit 1948 kooperiert sie mit der Morgenzeitung "Wisconsin State Journal". Zusammen beschäftigen beide Zeitungen bisher rund 600 Mitarbeiter.

(Ag./Red.)

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2 Kommentare
josephXY
13.02.2008 07:51
0 0

Folgen der US Zeitungskrise:

gewissermassen ein Witz dieser Krise ist, dass zu den
Entlassenen in der Zeitungsindustrie mittlerweile eine
Reihe Feldherren im Redaktionsbuero den gehoeren,
ebenso wie einige Machtpoliker in Redakteursfunktion.
Der Kostenreduktionen wegen. Solche Herrschaften
sind nun aus so banalen nicht mehr in dieser Funktion
taetig, fuer die Sicherheit der Welt zustaendig.

Mit anderen Worten: die Welt geht unter, kann ja gar
nicht anders sein! Der Trend wird sich mit grosser
Wahrscheinlich in diesem Jahr verstaerkt fortsetzen.
Eine ganze Reihe dieser Medienfirmen, sie notieren
bis auf wenige an der Boerse, sind hervorragende
Kandidaten zum "short selling", den Spekulationen
nach unten. (In den USA meoglich und gaengige Praxis).
(Und nur ja keine bloeden Witze darueber machen.)

phuter
12.02.2008 12:48
0 0

Erinnert mich an ...

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