Gelbe Helden: 30 Jahre ''Die Simpsons''

Vor 30 Jahren waren "Die Simpsons" zum ersten Mal zu sehen: In der Comedysendung "Tracey Ullman Show" wurde am 19. April 1987 ein Clip mit der gelben Familie aus Springfield ausgestrahlt. Im selben Jahr wurden sie zu einer eigenen Fernsehserie ausgebaut, die am 17. Dezember 1989 auf Sendung ging. Bis dahin hätte Serienerfinder Matt Groening eigentlich den Auftrag gehabt, den noch groben Zeichnungen noch einen Feinschliff zu geben - tat er aber nicht. Homer, Marge, Bart, Lisa, Maggie und Co blieben Rohentwürfe - und wurden zum Sensationserfolg. Heute sind "Die Simpsons" längst Kult - und laufen immer noch. Erst vor Kurzem wurde die Produktion einer 29. und 30. Staffel angekündigt. 

Zum Jubiläum stellt "Die Presse" 13 Lieblingsfiguren vor:

Im Bild: Matt Groening mit seiner Serienfamilie

(c) REUTERS (Fred Prouser)

Homer Simpson

Manche Zuschauer nervt das leicht bis mittelschwer vertrottelte Familienoberhaupt, aber gerade das finden viele Zuschauer lustig. Er ist oft ein lausiger Vater und ein Macho - und in vielem eine Karikatur, die manchmal doch realistisch ist. Und liebenswürdig ist er dann ja doch - meistens jedenfalls. 

(c) Fox/Matt Groening

Bart Simpson

Allein für die Entdeckung von Blinki, dem dreiäugigen Fisch, gebührt Bart ein Ehrenplatz in dieser Liste. Und weil es ohne seine Streiche in Springfield sicher viel langweiliger wäre. 

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Maggie Simpson

Sie ist lustig, süß - und knallhart. Man denke an die Doppelfolge mit dem versuchten Mord an Atomkraftwerkbetreiber Montgomery Burns. Außerdem kann sie (fast) Autofahren, obwohl sie erst ein Jahr alt ist. Und sie redet nie zu viel!

Von den Hauptfiguren hat wahrscheinlich jeder eine liebste. Aber "Die Simpsons" leben auch von den exzentrischen Nebenfiguren. Darunter ... 

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... die Katzenlady

Eigentlich heißt sie ja Eleanor Abernathy, besser bekannt ist sie aber unter ihrem Spitznamen Katzenlady (im Original: Crazy Cat Lady). Einst Überfliegerin - sie hat ein Medizin- und ein Jusstudium abgeschlossen - ist sie in der Serie vor allem durch ihre Liebe zu Katzen und ihre ungleich großen Pupillen bekannt. Und dafür, in den (un)passendsten Momenten aufzutauchen - eine richtige Szenendiebin. 

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Pedro Chespirito

Besser bekannt ist der mexikanische Comedystar als Bienenmann, wobei die englische Bezeichnung Bumblebee Man Hummelmann bedeutet. Macht nicht viele Worte - und wenn, beginnen alle seine Sätze mit "¡Ay!". Pedro Chespirito zeichnet sich außerdem durch großartiges Comedy-Timing aus. 

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Kent Brockman

Er moderiert eigentlich alles: Die Nachrichten auf Kanal 6, "Smartline" und "Eye on Springfield" - und alles gleich schlecht. Wie man Kuala Lumpur ausspricht, weiß er nicht, aber, wie man sich an veränderte Umstände schnellstmöglichst anpasst. Nicht gerade eine Zierde der Journalistenzunft - aber herrlich unterhaltsam. 

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Hans Maulwurf

Hans Maulwurf (im Englischen: Hans Moleman) ist auch unter dem Namen Ralph Melish bekannt. Warum der Unglücksrabe auch im englischen Original einen deutschen Namen trägt? Man weiß es nicht. Auch sein Alter ist unbekannt. Ebenso wie seine Dioptrienzahl. Sicher ist nur: Einer der Running Gags der Serie ist, dass Hans Maulwurf von schweren Gegenständen getroffen wird. Legendär war auch sein Kurzfilm, "Der Mann, der von einem Fußball getroffen wird". 

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Barney Gumble

Der Bierliebhaber (euphemistisch für schwerer Alkoholiker) siegte im Filmwettbewerb gegen Hans Maulwurf mit "Kotz 1001". Wenn er nicht betrunken ist, legt er nämlich künstlerisches Talent an den Tag. Oft ist das nicht der Fall. Aber wer weiß, was in Staffel 29 und 30 etc. so alles passiert. 

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Abraham Simpson

Besser bekannt als Opa Simpson. Weil der immer so coole Geschichten von früher erzählt und so spontan einpennt und gleich schnarcht, muss man Abe eigentlich mögen. Außerdem war er alleinerziehender Vater von Homer - also Hut ab! 

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Robert Terwilliger

Eigentlich wollte Bob Terwilliger nur Comedian sein, doch das hat nicht so gut geklappt. Stattdessen ist Tingeltangel-Bob (im Original: Sideshow-Bob) im Gefängnis gesessen, wo er einen fanatischen Hass auf Bart entwickelt hat. Mehrfach versucht er, diesen umzubringen. Zum Glück hat Bob aber eine Schwachstelle: seine großen Füße ... 

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Ralph Wiggum

Mit Intelligenz ist Polizistensohn Ralph Wiggum nicht gesegnet - was nicht nur seine Mitschüler oft zur Weißglut treibt. Durch seine naive Art und seine oft völlig unpassenden Aussagen ("Ich habe Mondstaub in meiner Nase gefunden") hat er sich nicht nur bei Lisa ein zumindest kleines Plätzchen im Herzen erobert. 

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Uter Zörker

In der amerikanischen Originalversion ist Uter Zörker ein Austauschstudent aus Deutschland (vermutlich aus Bayern, wie man von seiner Kleidung schließen kann), in der deutschen Version stammt er aus der Schweiz. In beiden Varianten hat er eine große Schwäche für Schokolade - das können sicher viele Zuschauer nachvollziehen. Unvergessen ist die Szene, in der ihn Homer durch die Buben-Umkleide verfolgt: "Jag mich nicht, ich will nicht laufen! Ich bin voll mit Schoki", ruft Uter. Wer kennt das nicht? 

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Mulder und Scully

"Die Simpsons" leben freilich auch von den vielen Gastauftritten prominenter Persönlichkeiten. Eine besonders schöne Folge war die "Akte Springfield" - auch wegen der FBI-Agenten Mulder und Scully, unsterblich durch die Serie "Akte X". Die beiden haben sich in Springfield so gut gemacht, man könnte sie dort gerne wieder einmal sehen. 

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