Aufregung um Facebook-Seite "Wir für Sebastian Kurz"

Die ÖVP distanziert sich von der Fanseite: Das seien Inhalte, "die nicht denen der neuen Volkspartei entsprechen", sagt Sprecher Peter L. Eppinger.

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Die Facebook-Seite veröffentlichte am Mittwoch die Umfrage "Soll der Brenner geschlossen werden?". – (c) Screenshot Wir für Sebastian Kurz Facebook

Die Facebook-Seite von ÖVP-Chef Sebastian Kurz erfreut sich großer Beliebtheit: Mehr als 592.000 Menschen (Stand: 20. Juli) gefällt der offizielle Auftritt des Außenministers und Spitzenkandidaten der ÖVP für die Wahl im Oktober. Nun gibt es aber auch eine Seite, die suggeriert, dass sie auch von der Volkspartei oder ÖVP-nahen Kreisen betreut wird: "Wir für Sebastian Kurz", heißt sie und hat rund 5500 Fans. Sie ist derzeit im Fokus intensiver Diskussionen in den sozialen Medien.

Mitgrund für die Diskussionen im Netz ist eine Umfrage, die am Mittwoch veröffentlicht wurde: "Zigtausende Migranten warten in Italien darauf nach Mitteleuropa weiter zukommen, NGOs drohen die Menschen nach Österreich zu bringen. Soll Österreich sich das gefallen lassen?" - zu sehen sind auf dem Foto Innenminister Wolfgang Sobotka und sein Parteichef, Sebastian Kurz.

Nach kritischen Postings und Dirty- respektive Negative Campaigning-Vorwürfen - etwa von Klaus Schwertner (Caritas) - hat Peter L. Eppinger, Sprecher der Kurz-"Bewegung", Stellung genommen. Auf der Seite "Wir für Sebastian Kurz" finden sich Inhalte, "die nicht denen der neuen Volkspartei entsprechen. Und Umfragen, die schon gar nicht dem neuen Stil entsprechen", so Eppinger in einer Replik auf Facebook.

Die ÖVP hatte bereits Anfang Juli ein Statement veröffentlicht, in dem sie sich von der Seite "Wir für Sebastian Kurz" distanziert. "Wir haben die Seite bereits bei Facebook gemeldet und die Löschung beantragt", heißt es darin. Nur die Seite von Sebastian Kurz und die der ÖVP sind offizielle Seiten, so die Volkspartei weiters.

(Red.)

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