ORF: Jetzt fehlt nur noch die TV-Direktorin

06.09.2011 | 18:25 |  ANNA-MARIA WALLNER (Die Presse)

Götzhaber kandidiert als Technikchef. Obwohl es bereits als fix gilt, dass Kathrin Zechner, neue TV-Direktorin wird, hält sie sich bedeckt.

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Wenn die Bestellung des Generaldirektors Anfang August der erste Akt war, dann folgt nächste Woche der zweite, nicht weniger spannende Akt in der ORF-Besetzungsoper. Am 15.September bestellen die Stiftungsräte ein neues Direktorium für den in seinem Amt bestätigten Alexander Wrabetz.

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Viele der insgesamt neun Landes- und vier Zentraldirektorenposten sind ohnehin schon vergeben (Richard Grasl bleibt Kaufmännischer, Karl Amon Radiodirektor), einige sind sehr umstritten. Noch üben sich viele Beteiligte in nobler Zurückhaltung, andere wagen sich aus der Deckung: Am Dienstag bestätigte Michael Götzhaber gegenüber der APA, was längst erwartet wurde: Er bewirbt sich als Technikdirektor des ORF. Ein nicht unumstrittener Schritt, denn Götzhaber hat als ORF-Betriebs- und Stiftungsrat am 9. August auch für Generaldirektor Wrabetz gestimmt. Noch Dienstagnachmittag hat er sein Stiftungsratmandat zurückgelegt. Schon in der Sitzung am 15. September nachrücken soll Peter Weller, roter Betriebsrat aus der Kaufmännischen Direktion.

Obwohl es bereits als fix gilt, dass Kathrin Zechner, die ehemalige ORF-Programmintendantin und heutige Chefin der Vereinigten Bühnen, neue TV-Direktorin wird, hält sie sich bedeckt. Sie ließ am Dienstag ausrichten, sie habe sich nicht um den Posten beworben. Die Worte „noch nicht“ können gedanklich hinzugefügt werden. Schließlich hat sie dafür noch bis Freitagnacht Zeit, dann endet die Bewerbungsfrist. Als sehr wahrscheinlich gilt, dass der ÖVP-Stiftungsrat Helmut Krieghofer sich als Tiroler Landesdirektor bewirbt. Er war auf „Presse“-Anfrage nicht erreichbar. Auch Stiftungsrats-Vorsitzende Brigitte Kulovits-Rupp will nicht sagen, ob sie sich noch als Burgenländische Landesdirektorin bewirbt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.09.2011)

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3 Kommentare

Ich freue mich schon auf die Erfolgsserien

mit dem überaus beliebten Volksschauspieler Steinhauser. Das wird dem ORF endgültig den Durchbruch zum beliebtesten Sender der ganzen Löwelstraße bringen. Und die Zuschauermassen werden bestimmt begeistert sein.

Gast: Unverstandlich1
07.09.2011 15:52
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Was ist hier eigentlich los ?

Ich gestehe, ich bin kein geborener Oesterreicher aber deswegen nicht total im Management unbewandert oder nicht in der Lage mit anderen Laendern zu vergleichen. Wenn man die letzten Tage , Wochen, Monate die Nachrichten ueber den ORF liest koennte man zur Ansicht gelangen der ORF waere erst gestern gegruendet worden und nun muessten erstmal alle Managementposten besetzt werden bevor das uebrige Personal eingestellt und aktiv wird. Dem scheint aber nicht so zu sein. Stattdessen scheint sich hier eine oeffentliche Sendeanstalt darin zu gefallen moeglichst viel heisse Luft mit Nachrichten ueber diverse Sesselrueckereien zu produzieren. Statt ein Programm, das an Sehern gewinnt statt diese zu verlieren. Wenn dies in einer privaten Anstalt passieren wuerde, wuerden erst die Aktien und dann die ganze Firma fallen. So aber finanzieren wir diese Nabelschau von Egozentrikern mit Gebuehren. Einfach nur peinlich fuer Oesterreich.

Gast: fr sch
07.09.2011 14:33
0 0

...

ich fände es gut, wenn sie selber an ihrem persönlichen selbstwert arbeiten=ohne politik. jene kann aber diskriminieren und alles angreifen. wer das und das unter gewalteinwirkung net tun darf, was ihm freistünde. anstatt anerkennung zu heischen, andere sekkieren, sich über andere stellen, selber tun.

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