Neues zur Affäre Pelinka im ORF

03.01.2012 | 18:05 |   (Die Presse)

Nikolaus Pelinkas Einstufung als Redakteur hat auch steuerliche Vorteile. Der ORF ist unterdessen auch Thema in deutschsprachigen Zeitungen: Die „Welt“ etwa bedauert „den leidgeprüften Alexander Wrabetz“

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Sollte Nikolaus Pelinka Büroleiter von ORF-Chef Alexander Wrabetz werden, dann wird er als „Redakteur“ angestellt. Der ORF-Chef erklärte in seinem Neujahrsbrief an die Mitarbeiter, dass die Funktion nur „aus historischen Gründen formal als journalistisches Arbeitsbild“ ausgeschrieben sei. Werner Doralt, Steuerrechtsexperte von der Uni Wien, glaubt im Gespräch mit der "Presse" jedoch, dass die Gründe auch steuerlicher Natur sind: Für Journalisten gibt es ein Werbungskostenpauschale in Höhe von 7,5 Prozent vom Bruttolohn, höchstens 3940 Euro jährlich. Dieser Betrag bleibt also steuerfrei. Die Einstufung als Redakteur hänge vom Inhalt der Tätigkeit ab. „Wenn daher der Generaldirektor erklärt, es liege ,keine journalistische Tätigkeit vor‘, dann liegt die Vermutung nahe, dass hinter der unrichtigen Bezeichnung steuerliche Überlegungen stehen“, sagt Doralt. Sollte sich diese Vermutung bestätigen, dann ergebe sich daraus „der Verdacht einer Abgabenverkürzung bei der Lohnsteuerberechnung im ORF“.

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(awa)

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31 Kommentare
 
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Gast: lucy fair
06.01.2012 15:03
0 0

Immerhin...

... haben manche offenbar noch so viel Gewissen, dass sie wissen, dass sie für viel Geld eine Leistung erbringen SOLLTEN. Anderen geht selbst dieses Bewusstsein offenbar vollkommen ab.

„der Verdacht einer Abgabenverkürzung bei der Lohnsteuerberechnung im ORF“.


Im Klartext: keine Scheu, auch Steuern zu hinterziehen.

Es scheint, Wrabetz ist wirklich alles zuzutrauen. Die Laura wirds für ihn schon wieder richten!

4 2

Ungeniert graben sich die Maden in den Speck,


massig setzen sich Läuse aller Polit-Adel coleur im ständig schütter werdenden Pelz der durch Prolomedien abgelenkten Steuerzahler fest.
Es wird höchste Zeit eine groß angelegte Entlausung des moralisch völlig verrotteten und politisch völlig verkommenen Systems vorzunehmen.
Es wird doch noch irgend einen Mutigen in der Industriellenvereinigung geben der das Buckeln satt hat, sich von den Knien erhebt und wie ein Mann aufsteht - oder?
Her mit einer neuen Partei!

In Deutschland säßen 80% der SPÖ Regierung mit ihren Genossen und Genossinnen als Schaltzentralen schon im Häfn!

In Österreich werden sie noch auf Steuergeldkosten durchgefüttert.

Antworten Gast: Der Steuerzahler
05.01.2012 11:57
1 1

Re: In Deutschland säßen 80% der SPÖ Regierung mit ihren Genossen und Genossinnen als Schaltzentralen schon im Häfn!

In Deutschland wären 80% der ÖVP-Parlamentarier bereits zurückgetreten und die FPÖ verboten.

Re: Re: In Deutschland säßen 80% der SPÖ Regierung mit ihren Genossen und Genossinnen als Schaltzentralen schon im Häfn!

Dies sehe ich nicht so. Die NPD ist nicht verboten, oder?

Die FPÖ mit der NDP zu vergleichen ist Humbug.

Re: In Deutschland säßen 80% der SPÖ Regierung mit ihren Genossen und Genossinnen als Schaltzentralen schon im Häfn!

Sie glauben ja nicht die ÖVP oder FP wären besser

Antworten Antworten Gast: BKM
05.01.2012 11:57
1 0

Re: Re: In Deutschland säßen 80% der SPÖ Regierung mit ihren Genossen und Genossinnen als Schaltzentralen schon im Häfn!

Sie haben natürlich völlig Recht, und das ist das eigentlich Schlimme an unseren politischen Verhältnissen .....

Re: In Deutschland säßen 80% der SPÖ Regierung mit ihren Genossen und Genossinnen als Schaltzentralen schon im Häfn!


Wie viele neue Häfn müsstma dann eigentlich bauen? Und wer kassiert dann die Schmiergelder für die Vergabe der Bauprojekte? Die Neo-Häfnbrüder?


Wrabetz ist gerade dabei, nach dem Beispiel Jörg Haiders auch im ORF eine "Buberlpartie" einzurichten

Das war alles schon einmal da, das haben wir alle schon einmal erlebt, was der Rundfunk-General von Gnaden der SPÖ heute durch die Hintertür zu verwirklichen sucht.
Auch Jörg Haider hat Personen seines Vertrauens um sich geschart, die dann als „Buberlpartie“ traurige Berühmtheit erlangt haben und uns Steuerzahlern bisher Millionen Euro gekostet haben.
Der eine sucht heute noch seine Leistung, für die er einige Millionen kassiert hat.

Der andere hat um über 90.000 Euro eine stinknormale Pressekonferenz für die Eurofighter-Produzenten organisiert, die letztlich wir Steuerzahler über stark überhöhte Preise für dieses sündteure Kriegsspielzeug finanziert haben. Dazu veranstaltete er eine Konferenz von Sicherheitsexperten und Militärs, die nie stattgefunden, aber 380.000 Euro gekostet hat.
Wieder ein anderer brachte hundert Tausende Euro nach Art der Waffenschieber und Rauschgifthändler im Koffer über die Grenze.

Nur einige Beispiele ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die aber den Herrn Wrabetz eindringlich vor Augen führen sollten, wohin es führt, wenn man Jünglinge, die nicht einmal noch hinter den Ohren trocken sind, in Positionen hievt, denen sie schon auf Grund ihrer mangelnden Berufserfahrung nicht gewachsen sein können, sie aber trotzdem mit umfassenden Vollmachten ausstattet.

Re: Wrabetz ist gerade dabei, nach dem Beispiel Jörg Haiders auch im ORF eine "Buberlpartie" einzurichten

mieser gehts kaum noch : Haider ist tot und kann sich nicht mehr wehren, da glauben manche karakterlose Scheine, sie können sich jeden unbewiesenen An (Vor-) wurf erlauben. Pfui - mir graust vor diesen Schweinen.

11 0

Einziger Zweck der Bestellung Pelinkas ist es, einen direkten Draht vom Bundeskanzler über die Parteisekretärin Rudas und über ihn zum ORF-General herzustellen

Trotz gegenteiliger Beteuerungen des Herrn Wrabetz, der ohne uns Gebührenzahler eine mediale Null wäre, verfolgt die Bestellung dieses Jungspundes zu seinem Büroleiter nur den einen Zweck, einen direkten Draht vom Bundeskanzler über die Parteisekretärin Rudas zum Pelinka und über den zum Rundfunk-General herzustellen. Anderes zu behaupten, hieße die Financiers des ORF, die Gebührenzahler, für blöd zu verkaufen. Saublöd war jedoch, wie die Ausschreibung für diesen Posten erfolgte.

Gast: Gast: Hausverstand
04.01.2012 10:21
13 0

Herr Pelinka, zeigen Sie Verantwortung!

In Zeiten wie diesen, in denen der einfache Steuerzahler HINTEN und VORNE geschröpft wird, ist diese Pelinka-Chose eine BODENLOSE FRECHHEIT! Ein Bürscherl, das lediglich Matura hat, bezieht ein besseres Gehalt als so mancher hart arbeitende Steuerzahler.
Herr Pelinka, wenn Sie nur einen Funken Verstand und ANSTAND besitzen, dann suchen Sie sich einen anderen Job - und zwar in der Privatwirtschaft! Dann werden Sie lernen, was es heißt zu ARBEITEN und nicht nur auf Kosten seines Namens durch's Leben alimentiert zu werden.

Zum Master of Science graduiert in 3 Semestern

an der blauen Donau Uni Krems & Renner Institut. Naja, vor Bologna war man mit diesem Pensum ein Studienabbrecher. Zum Vergleich: Dipl.-Ing. war 10 Semester.

Antworten Antworten Gast: toro
04.01.2012 18:28
1 0

Re: Zum Master of Science graduiert in 3 Semestern

Diesen Postgradualen Master darf man ohne Graduation aber dafür nicht im Titel führen...das schmerzt sicher auch...

Gast: international_
04.01.2012 09:51
12 0

orf entpolitisieren und privatisieren!

bei dem gehalt, das dem pelinka in aussicht gestellt wurde, zahlt sich steuersparen durch eine falsche tätigkeitsangabe sicher schon aus!

ich glaube wir könnten uns einige sparpakete sparen, wenn wir in den staatsnahen betrieben ähnliche bedingungen wie in der privatwirtschaft herstellen würden.

der orf wäre der erste kandidat zum privatisieren!
die nachrichten sind nicht mehr das, was sie früher waren und das restliche programm unterscheidet sich nur unwesentlich von den privatsendern - nur zu höheren kosten für die bürger.

Gast: herrjemineh
04.01.2012 06:56
9 0

sympathieträger

der junge mann wirkt irgendwie unsympathisch.

Gast: hirschheißtdermann
03.01.2012 22:22
1 1

lächerlich

das ist doch alles lächerlich so lange die fürchterliche dittelbacher die ZIB 2 moderiert.
selbst schottermizi und stracherl wirken wie intellektuelle im verhältnis zu ihr.

Antworten Gast: Digitall
04.01.2012 15:11
0 0

Re: lächerlich

Bin auch dafür LL Dittlbacher ENDLICH aus der ZIB zu ENTFERNEN!!!

Antworten Antworten Gast: Januar
04.01.2012 18:24
1 0

Re: Re: lächerlich

Sie macht uns eben ein u für ein i vor

Gast: lola1234
03.01.2012 21:04
12 0

Eine Frage, die bisher niemand gestellt hat:

Was war eigentlich so schlecht an Wrabetz' bisherigem Büroleiter Kurt Reissnegger? Der war gerade erst 10 Monate im Amt. Nach dem unfreiwilligen Abgang von Pius Strobl ersetzte ihn Martin Biedermann - bis dahin Büroleiter. Für Reissnegger, langjähriger Chefredakteur und Leiter des Ö1 Clubs, muss nun auch ein neuer Job wenn nicht gefunden - so geschaffen werden.

Antworten Gast: Hinsichtlich & Rücksichtlich
04.01.2012 20:08
0 0

Re: Eine Frage, die bisher niemand gestellt hat:

Weisser Elefant ist immer drinnen.....

Gast: Januar
03.01.2012 21:00
16 0

Wrabetz ist nicht mehr haltbar

Hat das Unternehmen nicht mehr im Griff.
Kann nicht einmal die Bestellung eines Mitarbeiters konliktfrei und rechtlich einwandfrei durchführen.
Weg mit dem Typen.

Gast: mandama
03.01.2012 20:38
16 0

ja, da sieht man wieder einmal, welche Qualitäten

dieses Führungspersonal aufweist. Hauptsache exzellent dotiert und im TV viele Seitenblicke werfen, aber nicht einmal überreissen, dass das nicht nur aus politischen, journalistischen, moralischen, sondern auch steuerrechtlichen Gründen alles sehr sehr problematisch ist.

Gast: Absenden Ihres Kommentares
03.01.2012 19:42
20 0

Finanzstrafverfahren

„Wenn daher der Generaldirektor erklärt, es liege ,keine journalistische Tätigkeit vor‘, dann liegt die Vermutung nahe, dass hinter der unrichtigen Bezeichnung steuerliche Überlegungen stehen“, sagt Doralt. Sollte sich diese Vermutung bestätigen, dann ergebe sich daraus „der Verdacht einer Abgabenverkürzung bei der Lohnsteuerberechnung im ORF“.

Finanzstrafverfahren gegen ORF einleiten --> das wären wieder Einnahmen für den Bund und dafür kann das "Sparpaket" geringer ausfallen.

1), 2),

1) liebe Online-Redaktion: bitte ersetzt das gelbe Bubenbild endlich! Mir gehen die Übelkeitstabletten schon aus...
2) Möglicherweise sind da jetzt vom Wrabetz herunter einige ORFler in Steuerbetrug verwickelt!
Steuerliche Journalistenprivilegien in Anspruch nehmen - ohne dass die Voraussetzungewn dafür gegeben sind... Na liebe Finanz und Staatsanwaltschaft: was ist denn das MÖGLICHERWEISE?

 
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