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''Heute'': Dichand will Gratisblatt qualitativ aufwerten

07.02.2012 | 12:46 |   (DiePresse.com)

Inhaltlich will sich Eva Dichand vom Konkurrenten "Österreich" abgrenzen. Die Reichweite soll erhöht werden, eine Sonntagsausgabe ist aber vom Tisch.

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Eva Dichand, Herausgeberin von "Heute", strebt eine Neuorientierung an. Das Gratisblatt soll qualitativ aufgewertet werden. Das sagte Dichand im Interview mit der Branchenzeitung "Medianet" (Dienstagsausgabe). "Wir möchten wieder eine ruhigere Zeitung haben. Eine, die sich ganz klar von 'Österreich' abgrenzt, die können den Junk machen", fand die Medienmacherin klare Worte.

Nicht nur die Anhebung der Qualität ist ein erklärtes "Heute"-Ziel, auch jene der Reichweite: Derzeit hält das Boulevardblatt bei 12,9 Prozent, 15 Prozent sollen es auf Dauer werden. Das nächste Ziel ist es, "heuer noch" den "Kurier" in Niederösterreich zu überholen. Wachstumspotenzial sieht Dichand außerdem im Anzeigenverkauf, vor allem in den Bereichen Auto, Gesundheit und Stellenmarkt. Auch über ein Immobilien-Special für Wien wird nachgedacht.

Keine Wochenendausgabe

Vom Tisch ist hingegen eine Wochenendausgabe von "Heute", die in der Vergangenheit thematisiert wurde. Die Zeitung "ist auf den Berufsverkehr ausgerichtet. Den hat man am Wochenende nicht, daher zahlt es sich nicht aus", erklärte Dichand.

Geld lukrieren will sie außerdem mit Zeitungsbeilagen. Durch die "Anti-Werbe"-Sticker sind Postwurfsendungen stark zurückgegangen. Zeitungsbeilagen würden für Handelsketten als Werbeplattform wieder interessanter werden. "Und mit 'Heute' kann hier eine größere Reichweite im urbanen Bereich nachweislich erzielt werden. Deshalb ist dieses Thema heuer mit Sicherheit ein Key-Ziel von uns", sagte die Herausgeberin.

Investitionen sind für den Ausbau des Online-Auftritts von "Heute" vorgesehen. Ein größeres Portal soll gekauft und neue Android-Applikationen entwickelt werden.

"'Heute' wurde uns zu 'Bild'-ähnlich"

Einen Nachfolger für Chefredakteur Wolfgang Ainetter, der von der deutschen "Bild-Zeitung" im November seinen Rückzug bekannt gab, steht noch nicht fest.Es werde noch einige Monate dauern, so die Herausgeberin. Grund für den Ainetters abgang: "'Heute wurde uns zu 'Bild'-ähnlich", sagt Dichand.

Außerdem kündigte sie an, heuer noch zwei Millionen in die Online-Aktivitäten zu investieren.

(APA)

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16 Kommentare
Gast: fj
09.02.2012 05:40
0 0

Qualität

Die qualitative Abgrenzung von "Bild" sieht so aus, dass "Heute" die kleine Schwester der "Kronen Zeitung" ist. Das ist natürlich qualitativ förmlich ein Quantensprung.
http://gedaunknsplitta.blog.de

Gast: xxx
08.02.2012 09:23
0 0

na, da hat die dame viel zu tun...


Wortmann
07.02.2012 16:50
0 0

Als aufwertung schlage ich vor das Blatt auf Klopapier zu drücken.


Gast: b754
07.02.2012 15:46
0 1

daran sollte sich die presse ein beispiel nehmen

nur mehr rechte leser

Antworten Gast: mitleidiger
08.02.2012 09:48
0 0

Re: daran sollte sich die presse ein beispiel nehmen

gene ihnen zu 100% recht(s).

Gast: GeroMaxx
07.02.2012 15:23
1 0

Eigenartig. Wie soll dieses elende Schundblatt aufgewertet werden?

Mehr bleibt da nicht zu sagen.

0 1

ehre wem ehre gebührt.

gern wird über mangelnde qualität dieser gratis-zeitung geklagt.
aber der vergleich mit sog. 'qualitätsmedien' zeigt:
es gibt kaum ein (aktuelles) thema, das in der einen zeitung steht und im gratisblattl nicht..
der unterschied: bei presse & co werden die agenturbeiträge 1:1 rüberkopiert, bei heute macht sich jemand die mühe, sie entsprechend dem format zu kürzen.

heute hat mehr mit journalismus zu tun als selbstgefällige großformate.

Antworten Gast: EKB.CC
07.02.2012 15:25
0 0

Re: ehre wem ehre gebührt.


Sie beleidigen jetzt aber nicht nur die (zweifellos wenigen) guten Journalisten, sondern auch die zweit- und drittklassigen Journalisten, denn dieses minderwertigste Schmierblatt des Landes hat doch mit Journalismus absolut nichts zu tun.

0 0

Re: Re: ehre wem ehre gebührt.

nochmals:
es bringt aus dem aktuellen bereich im wesentlichen diesselben nachrichten wie qualitätsblätter!
nicht 1:1 kopiert sondern stark gekürzt.

aber eines muss man den qualitätsblättern zugute halten:
mit der zahl und der manipulativen kraft ihrer 'meinungs'kolumnen kann ein heute nicht mithalten.

(dieses bezieht sich auf aktuelles, politik und sport.
andere ressorts bietet heute nicht an.)

Antworten Antworten Antworten Gast: yoshi1
07.02.2012 17:09
0 0

Re: Re: Re: ehre wem ehre gebührt.

"nicht 1:1 kopiert sondern stark gekürzt."

Ja. SO sehr umformuliert, dass es schon an Verhetzung grenzt.

"Gierige EU-Beamte ..."
"Herzloser XXX ... "
...

Ja, formuliert fürs Herz, unkompatibel mit dem Hirn!

Gast: Alternativlos
07.02.2012 15:04
1 0

Das is ne Zeitung?

Ich dachte immer, dass wäre kostenloses Klopapier für Obdachlose.

Gast: Klaus Nomi
07.02.2012 14:45
2 0

Witz des Tages!


Gast: Johann S
07.02.2012 14:41
1 0

Eine Qualitative

Aufwertung,kann in diesem Boulevardsegment,nicht allzu schwierig sein.

Gast: Anderl74
07.02.2012 14:19
5 2

'HEUTE' eine SPÖ-Parteizeitung?

mit 'HEUTE' ist es nicht so kompliziert...
meine These: 'HEUTE' ist nichts anderes als die 'versteckte' Parteizeitung der SPÖ. Szeanrio: vor einigen Jahren treffen sich verschiedene SPÖ-Leute, PR-Berater, Medienfachleute und sonstige SPÖ-treue Zeitgenossen und überlegen, wie man solzialist... Entschuldigung sozialdemokratische Botschaften gut unter die Leute bringt. Ergo, man gründe eine Massentaugliche 'unabhängige' [sic!] Tageszeitung mit hohem Boulevardfaktor (muß schließlich leicht zu lesen sein, verteile es GRATIS und zwar dort, wo die Massen sind und Zeit haben (Wiener U-Bahn). Die sogenannten Redakteure stelle man allesamt aus SPÖ-(affinen) Kreisen. Finanziert würde so eine - offiziell unabhängige - Parteizeitung schlicht über Inserate aus SPÖ-Umfeld (ÖGB, AK, ARBÖ, Wiener-Linien, SPÖ etc.) sowie mit Inseraten aus Betrieben und Behörden, die die SPÖ als Eigentum betrachtet (ÖBB, ASFINAG, Wiener Wohnen, Wiener Linien, Wienstrom, Stadt Wien etc. etc.). Außerdem gründe man zur Finanzierung ein Stiftungsgeflecht (zB. vollgestopft mit auf wundersame Weise verschwundenen 100 Millionen BAWAG-Geld) und zapfe dieses an. Fertig. Bin ich nah dran oder liege ich ziemlich richtig, liebe Löwelstraße? In ähnlich gelagerten Bereichen spräche man von 'Trojanischem Marketing'. :-)))

Gast: Büderle
07.02.2012 13:54
2 0

''Heute'': Dichand will Gratisblatt qualitativ aufwerten

Ja darf sie denn das??
Schon mit Faymann abgesprochen.

Antworten citoyen
07.02.2012 16:13
1 0

Re: ''Heute'': Dichand will Gratisblatt qualitativ aufwerten

Laura und Niko haben schon zugestimmt. Das reicht. Die Inserate kommen dann schon von den üblichen Verdächtigen.