The Magnetic Fields: Drei Männer und ein Einhorn

10.03.2012 | 17:53 |  Thomas Kramar (Die Presse)

The Magnetic Fields wurden 1990 in Boston von Stephin Merritt gegründet. Nach den Alben „69 Love Songs“, „i“, „Distortion“ und „Realism“ folgt nun „Love at the Bottom of the Sea“.

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 „Born For Love“. Einem Mann, der ein Album mit 69 Liedern zum Thema Liebe gefüllt hat („69 Love Songs“) und dabei sich selbst und uns nicht langweilig geworden ist, traut man jederzeit ein weiteres Kleinod zum Thema zu. Hier ist ein solches.

Und zwar eines, das von Beginn an keinen Zweifel daran lässt, dass die Liebe kein Spiel für Kompromissunwillige ist: „Hey little cutie, I was born for love“, singt Stephin Merritt mit tiefernster Stimme zu einem abgründig langsamen und schweren Walzer, „can't count the chains I have worn for love, killed three men and one unicorn for love, but I won't mind if you just take me home.“ Während er das Objekt seines Verlangens so aufrichtig über die Lage informiert, schmilzt ein ganzer Topf Schmalz vor sich hin, es zischt und hallt, klopft und läutet: Was für ein ironisches, vertracktes Spiegelkabinett der Begierden.

Den Song der Woche küren allwöchentlich Thomas Kramar („Die Presse“) und Boris Jordan (Radio FM4). Zu hören ist er am Sonntag zwischen 13 Uhr und 14.30 Uhr auf FM4

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.03.2012)

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