Im Keller: Weingut Wachholder

15.11.2012 | 17:12 |  von Gerhard Hofer (Die Presse - Schaufenster)

Eine Entdeckung: Geradliniges Äußeres und geradlinige Weine.

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Ich muss gestehen, das Weingut Wachholder aus dem Südburgenland war mir bis vor wenigen Tagen kein Begriff. Ich süffelte mich durch ein paar Eisenberg DAC-Flaschen, fast alles bekannte Namen, bis ich auf diese eine Flasche mit dem ziemlich kühlen, geometrischen Etikett stieß. Ein Großes W für Wachholder. Sehr geradliniges Äußeres also. „Und so sind auch meine Weine“, betonte Ernst Wachholder, als ich mit ihm einige Tage später telefonierte. „Geradlinig und sauber“, sagt er. Naja und außerdem ist sein Eisenberg DAC 2011 ein wirklich beeindruckender klassischer Blau-fränkisch.

Sechs Euro verlangt Wachholder dafür und das ist wirklich sehr wenig Preis für so viel Trinkspaß. Drei Rotweine macht Wachholder. Zusätzlich gibt es also auch einen Lagenwein und einen Eisenberg Reserve. Während die Reserve in neue Fässer kommt, reift der klassische Blaufränkisch in mehrmals gebrauchten Fässern. Deshalb ist er schon jung sehr zugänglich. Schöner Duft nach Weichseln und roten Beeren, sehr frisch und mineralisch am Gaumen. Den Wein sollte man leicht gekühlt servieren.

Weingut Wachholder, Eisenberg DAC 2011, 6 Euro ab Hof. www.weinbau-wachholder.at

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