Harvey Weinstein: Das sind seine Opfer

"Game of Thrones"-Star Lena Headey berichtete, auch sie sei von Weinstein sexuell belästigt worden. Als sie ihm gesagt habe, dass sie lediglich einen rein beruflichen Umgang mit ihm wünsche, sei er "wütend" geworden und habe sie aufgefordert, über den Vorfall zu schweigen. Sie habe nie wieder eine Rolle in einem Film von Weinsteins damaliger Produktionsfirma Miramax bekommen.

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Als fünfte Frau hat die britische Schauspielerin Lysette Anthony Vergewaltigungsvorwürfe gegen Hollywood-Filmproduzent Harvey Weinstein erhoben. Weinstein habe sie in den 1980er Jahren vergewaltigt, sagte die 54-Jährige, die unter anderem in Woody Allens Film "Ehemänner und Ehefrauen" mitspielte, der britischen Zeitung "Sunday Times".

 

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Sie habe Weinstein in New York kennengelernt und ihn später in seinem Mietshaus in London getroffen. "Auf einmal war er halb ausgezogen und hat mich gepackt. Das war das Letzte, womit ich gerechnet hätte, und ich bin geflüchtet." Später habe der Filmproduzent ihr nachgestellt und sie vor ihrem Haus überrascht. "Er hat mich hineingedrängt und gegen einen Kleiderständer gerammt", berichtete Anthony weiter. Er habe versucht sie zu küssen und in sie einzudringen. "Am Ende habe ich aufgegeben."

Im Bild: Lysette Anthony in "Ehemänner und Ehefrauen"

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Der Skandal um sexuelle Belästigung nimmt nicht nur in London, wo Lysette Anthony und zwei weitere unbekannte Frauen bereits gegen Weinstein ausgesagt haben, sondern auch in den USA größere Ausmaße an. Immer wieder melden sich neue Schauspielerinnen mit Vorwürfen gegen Weinstein.

Als sie 17 war habe sie der Produzent im Bademantel in einem Hotelzimmer empfangen und ihr Alkohol angeboten, schrieb die Schauspielerin Kate Beckinsale auf Instagram.

 

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Gwyneth Paltrow verdankt Harvey Weinstein ihren großen Durchbruch: Er war es, der sie 1996 in der Jane-Austen-Verfilmung "Emma" besetzte. Doch kurz vor den Dreharbeiten lernte Paltrow den Preis dafür kennen. In einem Hotelzimmer in Beverly Hills fasste er die damals 22-Jährige an und schlug vor, sich im Schlafzimmer gegenseitig zu massieren.

Gwyneth Paltrow 1998 bei der Premiere von "Shakespeare in Love" mit der damaligen First Lady Hillary Clinton und Harvey Weinstein (r.).

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"Ich war ein Kind, ich hatte unterschrieben, ich war wie versteinert", erzählt Paltrow der "New York Times" von dem Vorfall. Sie habe sich geweigert und sich ihrem damaligen Freund Brad Pitt anvertraut. Dieser habe Weinstein zur Rede gestellt - doch der Filmproduzent habe sauer reagiert. "Er hat mich sehr lange angeschrien", erinnert sich Paltrow. Trotzdem arbeitete sie auch später mit ihm zusammen. "Es wurde erwartet, dass ich über alles schweige."

Harvey Weinstein links neben Gwyneth Paltrow bei der Oscarverleihung 1999.

 

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Auch Angelina Jolie machte Ende der Neunzigerjahre ihre Erfahrungen mit dem Filmmogul, wie sie der "New York Times" schildert: "In meiner Jugend hatte ich eine schlechte Erfahrung mit Harvey Weinstein." Sie sei von Weinstein in einem Hotelzimmer sexuell bedrängt worden und habe danach abgelehnt, je wieder mit diesem Menschen zusammenzuarbeiten und andere vor ihm gewarnt. "So ein Verhalten gegen Frauen ist in jeder Branche und in jedem Land inakzeptabel."

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Schauspielerin und Model Cara Delevingne hat in einem emotionalen Post auf Instagram ihre Erlebnisse mit Weinstein offenbart. Während sie an einem ihrer ersten Filme arbeitete, rief Weinstein sie an und fragte sie über ihre Sexualität aus. "Es war ein sehr seltsames und unangenehmes Telefonat", schrieb Delevingne. "Er sagte mir, wenn ich homosexuell sei oder mit einer Frau zusammen sein wolle, würde ich niemals die Rolle einer heterosexuellen Frau bekommen oder es als Schauspielerin in Hollywood schaffen."

 

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Bei einem späteren Treffen in seinem Hotelzimmer forderte er sie auf eine andere anwesende Frau zu küssen. Sie lehnte ab. „Er brachte mich zur Tür und stellte sich davor und versuchte, mich auf den Mund zu küssen“, schrieb die 25-Jährige. „Ich stoppte ihn und schaffte es aus dem Zimmer hinaus.“ Delevingne bekam nach eigener Aussage schließlich eine Rolle in dem Film „Tulpenfieber“. "Seitdem fühle ich mich schrecklich, dass ich den Film gemacht habe. Ich hatte das Gefühl, dass ich die Rolle nicht verdient habe", sagte die gebürtige Britin.

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Mittlerweile nehmen auch immer mehr Männer an der Diskussion um die Machokultur Hollywoods Teil. "Ältere, mächtige Männer haben mir an den Arsch gefasst. Sie haben mich in unangebracht sexuelle Gespräche verwickelt, als ich noch sehr viel jünger war...", schreibt "Dawson's Creek"-Star James Van Der Beek zum Beispiel auf Twitter, ohne Namen zu nennen. Er könne nachvollziehen, warum viele Opfer sexueller Übergriffe oft erst später darüber reden - wenn überhaupt. "Ich verstehe die unberechtigte Scham, die Machtlosigkeit und die Unfähigkeit auszupacken", erklärt Van Der Beek weiter. Es gebe eine Machtdynamik, die sich unüberwindbar anfühle.

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Zuvor hatte Schauspieler Terry Crews bereits in einer ganzen Reihe von Tweets geschrieben, dass er von einer "hochkarätigen Hollywood-Führungskraft", die er nicht beim Namen nannte, belästigt worden sei. Der Mann habe ihm bei einer Veranstaltung einfach an den Penis gefasst. Auch habe aus Angst, der Einfluss des Mannes könne seiner Karriere schaden, geschwiegen.

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Schauspielerin und Drehbuchautorin Louisette Geiss schilderte der "Daily Mail", Weinstein habe 2008 vor ihr masturbiert. Während des „Sundance Film Festival“ in Utah habe er sie zu einem Meeting gebeten, um ein von ihr geschriebenes Drehbuch zu diskutieren. Das habe er sich dann von ihr in einem Whirlpool sitzend vorlesen lassen, und sie später aufgefordert, ihm bei der Selbstbefriedigung zuzuschauen. Sie sei vor Angst geflüchtet.

Louisette Geiss im Bild mit Opferanwältin Gloria Allred (l.).

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Auch die italienische Schauspielerin Asia Argento zählt zu Weinsteins Opfern, wie sie dem "The New Yorker" berichtete. 1997 wurde sie von Harvey Weinstein zu einer Party eingeladen. Als sie dort auftauchte, war sie jedoch mit ihm allein. Weinstein trug nur einen Bademantel und forderte sie auf, ihm eine Massage zu geben. Sie traute sich nicht, sich zu weigern. Irgendwann zog er ihren Rock hoch und begann mit Oral-Sex, obwohl sie wiederholt darum bat, aufzuhören. Jahrelang hatte sie Schuldgefühle, weil sie sich nicht gewehrt hatte. "Er war so groß, ich hatte Angst vor ihm", sagt sie. Später hatte Argento gelegentlich auch einvernehmlichen Sex mit Weinstein, weil er sie beruflich und finanziell unterstützte. "Ich dachte, ich bin es ihm schuldig."

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1996 beim Filmfest in Cannes lud Weinstein die französische Schauspielerin Judith Godrèchein seine Hotelsuite ein, erzählte sie der "New York Times". Dort habe er die damals 24-Jährige nach einer Massage gefragt. Damals soll Weinstein zu ihr gesagt haben, Massagen seien „ganz normal in Amerika“. Dann habe er sich gegen sie gepresst und ihren Pullover hochgezogen. Sie habe sich befreit und das Zimmer verlassen.

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Die Schauspielerin Ashley Judd hat bereits vor zwei Jahren in der Zeitschrift "Variety" über die Belästigung gesprochen - nannte damals aber noch keinen Namen. Der "New York Times" erzählte sie nun, was ihr 1997 passierte. Judd sollte zu einem vermeintlichen Geschäftstreffen in Weinsteins Hotelzimmer in Beverly Hills kommen, dort empfing er sie im Bademantel. Er bot ihr eine Massage an, forderte sie auf, ihm nackt beim Duschen zuzusehen. „Wie komme ich so schnell aus diesem Raum raus wie möglich, ohne Harvey Weinstein zu verärgern?“, schilderte sie ihre damaligen Gedanken. Nur mit Mühe und einem Witz, dass er sie erst anfassen dürfe, wenn sie durch ihn einen Oscar gewonnen habe, sei ihr die Flucht aus dem Hotelzimmer gelungen.

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2010 lockte Harvey Weinstein die französische Schauspielerin Emma de Caunes in sein Hotelzimmer, wie der "New Yorker" berichtet. Er wolle ihr eine Rolle anbieten. Dort begann sein altes Spiel: Er ging ins Badezimmer, stellte sich unter die Dusche und stand plötzlich nackt und mit einer Erektion vor ihr. Weinstein habe sie aufgefordert, sich aufs Bett zu legen - das hätten schon viele Frauen zuvor gemacht. "Es ist wie in einem Disneyfilm", soll Weinstein gesagt haben. "Ich wollte nicht, dass er merkt, wie verängstigt ich war, denn je mehr ich in Panik geriet, desto stärker machte ihn das an", erzählt de Caunes. Ihr gelang es schließlich das Zimmer zu verlassen.

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Rose McGowan erhielt laut "New York Times" 1997 bei einer außergerichtlichen Einigung 100.000 Dollar von Weinstein, nachdem es in einem Hotelzimmer am Rande des Sundance Film Festivals zu einem nicht näher beschriebenen „Vorfall“ gekommen war. McGowan hat im vergangenen Jahr auf Twitter darüber berichtet, dass sie als 23-Jährige von einem mächtigen Mann im Filmgeschäft vergewaltigt wurde, nannte damals aber keinen Namen.

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Die Schauspielerin Rosanna Arquette berichtete der "New York Times" und dem "New Yorker", Weinstein habe sie Anfang der Neunzigerjahre in sein Hotelzimmer gerufen, um ein Drehbuch abzuholen. Er habe einen Bademantel getragen und sie um eine Massage gebeten. Als sie abgelehnt habe, habe er ihre Hand in Richtung seines erigierten Penis gezogen. Sie habe ihre Hand wegziehen können. Der Produzent soll gesagt haben, sie mache einen Fehler. Die Schauspielerin glaubt, dass ihre Karriere gelitten habe, weil sie sich Weinstein verweigerte.

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Wie Weinsteins ehemalige Bürokraft Emily Nestor dem "New Yorker" berichtet, soll der Produzent bei einem Treffen mit ihr über sein Sexualleben geprahlt haben. "Weißt du, wir könnten viel Spaß haben. Ich könnte dich in mein Büro in London setzen, du könntest dort arbeiten und meine Freundin sein." Als sie verneint habe, seine Hand zu halten, habe er sich empört, dass Mädchen immer nur nein sagen. "Und dann trinken sie ein oder zwei Bier und werfen sich auf mich." Nestor sagt, Weinstein habe seine Machtposition ausnutzen wollen, um Sex zu bekommen.

Harvey Weinstein im Bild mit seiner Frau, Georgina Chapman, die sich mittlerweile von ihm getrennt hat.

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Mira Sorvino hat in mehreren von Weinstein produzierten Filmen mitgespielt. 1997 wurde auch sie Opfer seiner sexuellen Belästigungen. Weinstein habe sie regelrecht durchs Hotelzimmer gejagt, weil sie keinen Körperkontakt wollte. Dem "New Yorker" sagte die 50-Jährige, sie habe gesagt, es widerspreche ihrem Glauben, sich mit einem verheirateten Mann zu treffen - Weinstein war damals verheiratet. Er stand außerdem nachts vor ihrer Tür und ließ sich nur abwimmeln, weil sie einen angeblichen Freund erfand, der auf dem Weg zu ihr sei.

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Das italienische Model Ambra Battilana Gutierrez traf Harvey Weinstein 2015 am Rande einer Party und wurde zu einem persönlichen Treffen in sein New Yorker Büro eingeladen. Er habe sich auf die damals 22-Jährige  geworfen, ihre Brüsten angefasst und soll versucht haben, unter Gutierrez' Rock zu fassen. Nachdem sie Protest einlegte, habe Weinstein schließlich abgelassen. Gutierrez ging laut "New Yorker" zur Polizei, die sie verkabelt mit einem versteckten Mikrofon erneut in sein Hotelzimmer steckte. Weinstein wurde aber nie angeklagt. Gutierrez darf heute nicht über den Vorfall sprechen. Sie hat eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet.

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Die französische Schauspielerin Léa Seydoux schreibt in einem persönlichen Essay im "Guardian", wie Weinstein sich in einem Hotelzimmer auf sie gestürzt und versucht habe, sie zu küssen. "Ich musste mich verteidigen. Er ist so groß und dick, dass ich viel Kraft brauchte, um mich zu widersetzen." Die Schauspielerin erinnerte sich daran, wie er auf Veranstaltungen mit all den Frauen angegeben habe, mit denen er bereits geschlafen habe. "Er nutzte seine Macht aus, um Sex zu bekommen." Schlimm sein, dass "jeder wusste, was Harvey vorhatte, und keiner tat etwas. Es ist unglaublich, dass er jahrzehntelang so handeln und trotzdem noch Karriere machen konnte." Die 32-Jähirge kenne kenne viele Männer in Hollywood, die ähnlich seien. Sie nannte keine Namen.

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Laut "New York Times" soll sich Weinstein bei einer Begegnung mit Schauspielerin Katherine Kendall 1993 in seiner Wohnung ausgezogen und sie durch die Zimmer gejagt haben. Zuvor habe er sie aufgefordert sie zu massieren. Hinterher habe sie sich gesagt: "Das ist Harvey Weinstein". Sie habe gedacht, wenn sie anderen von dem Vorfall erzähle, werde sie nie wieder Arbeit bekommen, niemand werde sich dafür interessieren oder ihr glauben.

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Die oscarnominierte Produzentin Elizabeth Karlsen erzählte "The Hollywood Reporter", dass sie vor 30 Jahren als junge Angestellte bei Miramax ebenfalls ihre - negativen - Erfahrungen mit Weinstein machte. Eines Abends lag er nackt in ihrem Schlafzimmer in einem von Miramax gemieteten Haus, indem sie lebte, um Kosten zu sparen.

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Laura Madden, eine ehemalige Angestellte, erzählte der "New York Times", dass Weinstein sie 1991 während ihrer Zeit in London und Dublin um Massagen bat. "Es war so manipulierend. Die ganze Zeit fragst du dich, bin ich es, die ein Problem hat?".

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Auch die britische Schauspielerin Romola Garai wirft dem Hollywood-Produzenten sexuelle Belästigung vor. "Wie jede andere Frau in der Branche hatte ich ein 'Vorsprechen' bei Harvey Weinstein", sagte sie der Zeitung "The Guardian". Der Produzent habe sie in seinem Hotelzimmer im Bademantel empfangen. Im Hotelzimmer habe Weinstein ein kurzes Gespräch mit ihr über das anstehende Filmprojekt geführt, und dabei habe sie sich durch seinen "Machtmissbrauch" herabgesetzt gefühlt. Sie habe jetzt erst ihr Schweigen gebrochen, weil vorher die Vertreter der Filmbranche "schockiert" gewesen wären, "dass ich überhaupt dachte, dass das ein Problem ist".

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Ihre Kollegin, die britische Schauspielerin Jessica Hynes, bekannt durch ihre Rolle in "Bridget Jones' Baby", hat ebenfalls Unangenehmes von Harvey Weinstein zu berichten: "Mir wurde eine Filmrolle angeboten, als ich 19 war. Harvey Weinstein kam hinzu und wollte, dass ich den Screen-Test in einem Bikini mache. Das habe ich abgelehnt und den Job verloren", zitiert die "New York Post" einen inzwischen offenbar gelöschten Tweet von ihr.

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Laut der "Huffington Post" wurde auch TV-Nachrichtensprecherin Lauren Sivan von Weinstein bedrängt. Demnach habe sie der Filmproduzent vor rund zehn Jahren im Kellerbereich eines Restaurants in die Enge getrieben und vor ihren Augen masturbiert. Dabei habe er auch versucht, sie zu küssen - erfolglos.

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Wie die "New York Times" berichtet soll Weinstein 2003 die damals 24-jährige Schauspielerin Dawn Dunning zu einem Treffen in seine Suite eingeladen haben um mögliche Filmrollen zu besprechen. Der Produzent habe nur einen Bademantel getragen und Filmverträge vor sich liegen gehabt. Dunning könne sie nur unterschreiben, wenn sie sich auf einen flotten Dreier unter Beteiligung Weinsteins einlasse. Sie habe das für einen Witz gehalten und gelacht. Weinstein sei böse geworden: "Du wirst es in diesem Geschäft nie schaffen", habe er gesagt. "So funktioniert die Branche." Dunning habe daraufhin den Raum verlassen.

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Tomi-Ann Roberts sagte der "New York Times", Weinstein habe sie 1984 zum Vorsprechen eingeladen. Er sei in der Badewanne gewesen und habe sie aufgefordert, sich auch auszuziehen - angeblich, um zu testen, ob sie einer Oben-ohne-Szene gewachsen sei. Roberts, damals 20 Jahre alt, ließ sich nach eigenen Angaben nicht darauf ein.

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Die britische Produzentin Zelda Perkins arbeite 1998 als Weinsteins Assistentin in London. Die damals 25-Jährige wurde wie "viele andere" von Weinstein belästigt und mit Geldzahlungen zum Schweigen gebracht. Nach 20 Jahren bricht sie nun ihr Schweigen. In Hollywood herrsche "ein System das Opfer zum Schweigen bringe, die Mächtigen beschütze und Missbrauch fördere", klagt sie laut "Daily Mail" an.

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